Eine Zelle mit Büchern

Diese Zelle habe ich heute in Dresden-Hellerau fotografiert. Sie enthält Bücher, die von Bürgern gespendet wurden. Regel: Man muss die Zelle mit mindestens einem Buch betreten und darf höchstens ein Buch wieder mitnehmen.

Aufschrift: »Lesen gefährdet die Dummheit«.

In einem guten Gemeinwesen müsste der Inhalt der Zelle immer wertvoller werden ;-)


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24 Responses to Eine Zelle mit Büchern

  1. derbaum sagt:

    ein stück weiter – an der alten klotzscher kirche – steht noch eine. zum ersten mal hab ich sie vor 3jahren entdeckt (ich glaube so lange isses her)…

    • stefanolix sagt:

      Ich habe im Spätherbst 2012 zum letzten Mal dort gearbeitet, da dürfte die Zelle eigentlich noch nicht an der Apotheke in Hellerau (Markt) gestanden haben. Oder ich war damals unaufmerksam.

    • okapi sagt:

      Das ist die selbe Buchzelle. Sie war schon vor längerer Zeit auf den Markt umgezogen.
      Zu erwähnen: Vor einiger Zeit wurde sie bei Nacht und Nebel komplett leergeräumt. (Ich glaube kaum, dass einer so viel zu lesen abholt, selbst wenn er es vll. nötig hat.) So viel zum guten Gemeinwesen.

  2. derbaum sagt:

    das mit dem a wat das pätt :/

    am markt die ist mir letzten sommer oder spätestens herbst aufgefallen – so oft komme ich nicht mehr hin seit es #hollywoodschaukelhausen nicht mehr gibt…

  3. G. sagt:

    … leider nicht ganz zutreffend – zumindest hierzulande an sog. ‚Urlaubs-Destinationen‘, wo dieses System oefter auch in Hotels existiert.
    Es wird zwar das Bessere seeehr wohl(wollend) gefunden/genommen, aber der Tausch dafuer wird seeeltenst besser oder nur annaehernd aehnlicher Qualitaet – seufz.
    … und ich hasse Kitsch-Romane (welche es aber zuuuuhauf gibt = grrrr eat!)
    Ich bin aber mittlerweile schon so weit, dass ich mir ca. 1 Woche vor meinem eigenen Eintrudeln an inner-australischen Orten, selbst von mir gewaehlte Buecher per Post dorthin schicke (= ist billiger als per Gepaeck im Flugzeug mitzunehmen; inkl. jemand anderer schleppt diese herum ;-) ) = Bingo!

    • Antifa sagt:

      Manche „neuen“ Ideen brauchen bis nach Dresden eben schonmal zehn Jahre ;)

      • G. sagt:

        Du, mach‘ Dir da mal bitte keinen Kopf; das ist seeehr unterschiedlich, ‚was wie lange wohin‘ mitunter an Zeit braucht um als ‚wichtig‘ oder ‚in‘ akzeptiert zu werden; GsD weltweit!
        Einer meiner ‚boesen‘ Saetze ist z.B. (in ca. Variationen):
        „Uhrzeitmaessig* sind wir hier in Australien Euch in Europa voraus (Euer Sommer: + 10 Std; Euer Winter: 8 Std.; Eselsbruecke dafuer: Kaelte ’schrumpft‘ Sachen – auch die Schutz-Zeit vor mir ;-) !); aber oefter leider NUR
        Uhrzeittechnisch – ansonsten bezeichnen wir uns romantisch(er) altmodisch!“ ;-) :-D

        * die offiziellen statistisch angegebenen Werte von 9 Std. (= selbige die es ja wirklich kaum gibt ;-) ) bestehen eigentlich nur fuer die kurze Dauer welche wir abweichend voneinander haben (ca. 2 Wochen?) bevor jeder von uns seine Sommer-/Winterzeit-Umstellungen exakt hat.

      • stefanolix sagt:

        Australien ist (glaube ich) ein Sehnsuchtsort für viele Deutsche: Mehr Freiheit, mehr Raum …


        Ich finde es nicht so relevant, wo die erste derartige Zelle stand. Wichtiger ist mir der Inhalt: So eine Zelle darf nicht irgendwann zu einem Ort der Ablagerung von ungewünschten Büchern und/oder Propaganda werden.

      • Antifa sagt:

        Ich finde es nicht so relevant, wo die erste derartige Zelle stand. Wichtiger ist mir der Inhalt: So eine Zelle darf nicht irgendwann zu einem Ort der Ablagerung von ungewünschten Büchern und/oder Propaganda werden.

        Was sollen denn ungewünschte Bücher sein? Ich dachte die Zeiten sind vorbei.

      • stefanolix sagt:

        Ungewünscht ist nicht gleich [staatlicherseits] unerwünscht. Ein ungewünschtes Buch ist ein Buch, das man geschenkt bekommen oder gekauft hat, aber eigentlich nicht lesen will.


        Ich habe hier z. B. ein noch eingeschweißtes nagelneues Buch über Joachim Gauck liegen …

    • Sich Sorgender sagt:

      Nur noch ein Schritt bis zur Erkenntnis: Warum wohl schenkt Dir jemand ein Buch von Joachim Gauck..

  4. torsten sagt:

    Ich war da auch mal ohne Buch zu Besuch. Das ging auch.

  5. David sagt:

    Man muss die Zelle mit mindestens einem Buch betreten und darf höchstens ein Buch wieder mitnehmen.

    So auf die Dauer könnte es eng werden.

    • stefanolix sagt:

      Auf diesen Einwand habe ich gewartet ;-)

      Das hängt wohl von der Dicke der Bücher und von der Qualität der Verwaltung der Zelle durch den Trägerverein ab.

  6. Ich finde das eine sehr schöne Idee, die ja schon an vielen Orten praktiziert wird. Auch in Berlin-Friedenau: http://kalliopevorleserin.wordpress.com/2011/12/20/villa-libris-den-buchern-ein-haus/

  7. Jan Frintert sagt:

    Habe in Österreich ein Pendant dazu gesehen, den Bücherbaum. Da kann man den Weg seines Buches verfolgen. Infos unter: http://www.bookcrossing.com/

    In dem Baum stand übrigens eine schöner Schiller-Gedichtband, ich hatte aber gerade kein fertiges Buch zur Hand zum Tauschen.

    • stefanolix sagt:

      Gekennzeichnet sind die Bücher in der Zelle m. W. nicht. Das fände ich auch spannend.

      Momentan geben wir die Bücher meist in der örtlichen Stadtteilbibliothek ab.

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