Warum der Aufbau der Solartechnik in Marokko keine schlechte Idee ist

Auf der »Achse des Guten« hat Dirk Maxeiner einen recht polemischen Beitrag zum Thema Solarenergie in Marokko verfasst. Vor der Kritik sei gesagt: Ich schätze seine Artikel zu Umwelt- und Energiethemen grundsätzlich sehr. Hier schießt er aber über das Ziel hinaus.

Maxeiner erinnert zu Beginn an das gescheiterte Desertec-Projekt. Dieses Projekt ist an ungelösten technischen Problemen, wirtschaftlichen Risiken und politischer Unsicherheit gescheitert. Die Fehler wurden erkannt, das Projekt wurde (zu recht) begraben.


So »lustig« nun der Ansatz mit den Solardächern auf Moscheen klingt: Er ist besser durchdacht, als es auf den ersten Blick scheint.

Heute geht es nicht mehr um das unrealistische Desertec, sondern um ein völlig anderes Projekt. Es ist in Marokko technisch und wirtschaftlich sinnvoll, aus der Energie der Sonne den Strom für die lokale Wirtschaft zu gewinnen. Die Energie kann in Anlagen in der Wüste auch zwischengespeichert werden, so dass eine stabile Versorgung möglich wird.


Es geht hier nicht um die »Klima-Religion«, auch wenn das Projekt in Deutschland vielleicht mit diesem Etikett politisch verkauft wird. Es geht um eine stabile Energieversorgung und dazu kann Solarenergie in Nordafrika einen weitaus besseren Beitrag leisten als im kalten Mitteleuropa.

Wenn die EU aus nachvollziehbaren Gründen eine Stabilisierung Nordafrikas erreichen will, muss sie die Fehler der früheren Entwicklungshilfe vermeiden. Die EU kann der Wirtschaft in Nordafrika durch Infrastrukturmaßnahmen helfen: Energie, Trinkwasser und Verkehrswege sind die Grundlage jeder Wirtschaft.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass das geplante Projekt der deutschen Solarindustrie helfen wird. In den offiziellen Dokumenten wird nicht darauf verwiesen, dass deutsche Technik bevorzugt eingesetzt wird. Das ist aber für das eigentliche Ziel auch nicht notwendig.

Bjorn Lomborg ist einer der bekanntesten Kritiker der wenig innovativen EU-Klimapolitik. Er plädiert dafür, dass erneuerbare Energien billiger und besser verfügbar werden müssen:

Bei der Pariser Klimakonferenz sollten wir aufhören, zu erwarten, dass alle einer politischen Linie folgen, die ihren wirtschaftlichen Interessen direkt zuwiderläuft. Stattdessen sollten wir anfangen, in die Erforschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien zu investieren, um diese so günstig zu machen, dass sie fossile Brennstoffe im Wettbewerb hinter sich lassen. [Quelle]

Der Einsatz von Solarenergie in Nordafrika kann dafür ein sinnvoller Ansatz sein, denn dort kann die Solartechnik für einen Kontinent mit riesigem Bedarf optimiert werden.


Ja: Die grüne und staatliche Propaganda rund um das Projekt ist für alle nüchternen Betrachter unerträglich, weil sie irrelevante Gesichtspunkte in den Vordergrund stellt. Die Kombination aus staatlich geförderter Propaganda und Religion mag auf den ersten Blick lustig aussehen.

Warum bezieht man die Geistlichen in den Moscheen mit ein? Als eines der größten Risiken für Desertec wurde damals die politische und soziale Unsicherheit genannt: Was passiert, wenn sich die Bevölkerung gegen Desertec wendet und große Solaranlagen zerstört werden?

Wenn man den großen Einfluss des Islam kennt, dann ist es doch sinnvoll, die religiösen Führer von vornherein mit einzubeziehen. Sie sind zweifellos eine Interessengruppe, die man bei allen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur berücksichtigen muss.

Die Ausstattung der Moscheen mit Solardächern wird keinen messbaren Einfluss auf das Klima und keine wirtschaftliche Bedeutung für unsere Industrie haben. Sie kann aber der Türöffner für Infrastrukturprojekte sein. In Marokko werden auch richtige Solarkraftwerke gebaut.


Fazit: Die EU und die deutsche Bundesregierung wollen Fluchtursachen bekämpfen. Es sollen weniger Migranten aus wirtschaftlichen Gründen nach Europa kommen. Eine Fluchtursache ist zweifellos die Perspektivlosigkeit vieler Menschen in Marokko, Tunesien, Algerien und Ägypten.

Junge Männer aus nordafrikanischen Ländern stecken bei einer Anerkennungsquote von 1 % in den Asylverfahren fest, die niemals für Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen ausgelegt waren. Hunderttausende Asylanträge aus Nordafrika sind eigentlich Einwanderungsanträge. Damit wird die Idee des politischen Asyls völlig ad absurdum geführt und die Verfahren sind für alle Beteiligten würdelos. In unseren Städten wachsen die Spannungen zwischen diesen Gruppen und der Bevölkerung.

Die begrenzten Ressourcen in Deutschland sollten denen zugute kommen, die tatsächlich unter Krieg und politischer Verfolgung leiden.

Die wirtschaftliche Hilfe für Marokko und andere nordafrikanische Staaten ist sinnvoll, damit die Leute dort eine wirtschaftliche Perspektive und einen Anreiz für den Aufbau der eigenen Wirtschaft haben. Das kann mittels einer Art »Trickle-Down-Effekt« Auswirkungen auf andere afrikanische Staaten haben.


39 Antworten zu Warum der Aufbau der Solartechnik in Marokko keine schlechte Idee ist

  1. Klaus sagt:

    Nur sehe ich da ein klitzekleines Problem beim Bekämpfen der Fluchtursachen mittels wirtschaftlicher Hilfe: das hat in Griechenland, Italien, Spanien und Portugal auch nicht so richtig funktioniert, trotz riesiger Milliardenbeträge (siehe Jugendarbeitslosigkeit trotz gleichzeitigem Geburtenrückgang).

  2. Demonstrant sagt:

    Die Ursache für das Desaster dort ist nicht der Mangel an Solarzellen auf den Dächern, sondern der Frieden, der Islam.
    Die Marokkaner kriegen in Marokko nichts auf die Reihe. Wenn die sich in Europa niederlassen, ist es nicht besser.

    Tagesspiegel 04.12.2012, Tod eines Linienrichters:
    Nach einem Bericht des Innenministeriums vom November 2011 wurden 40 Prozent aller marokkanischen Einwanderer im Alter zwischen 12 und 24 Jahren innerhalb der letzten fünf Jahre wegen Verbrechen in den Niederlanden verhaftet, verurteilt oder angeklagt. In Stadtvierteln mit mehrheitlich marokkanischstämmigen Einwohnern erreiche die Jugendkriminalität bereits 50 Prozent.“

    Europe News 30.11.2011, Multikulti gescheitert: Regierungsbericht enthüllt Wahrheit über marokkanische Verbrechen in Holland:
    über 60 Prozent der marokkanischen Jugendlichen zwischen 17 und 23 verlassen die Schule ohne eine Basisqualifikation. Die marokkanische Jugendarbeitslosigkeit liegt bei rund 40 Prozent. Mehr als 60 Prozent der marokkanischen Männer im Alter zwischen 40 und 64 überleben nur dank Sozialleistungen.

    Fazit:
    In den Niederlanden gibt es genügend Solarzellen. Trotzdem kriegen die Marokkaner nichts auf die Reihe – mal abgesehen von exzessiver Kriminalität.
    Islam eben.

    Sage ich mal. Wohlwissend, dass unsere korrupte Sozialwissenschaft mit ihren legendären interdisziplinären Forschungsprojekten beweisen wird, dass der Jud … äh … Pegida an allem schuld ist.
    Oder haben die das schon?

    • stefanolix sagt:

      Das kann man nicht vergleichen. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es den Marokkanern in ihrem eigenen Land gelingen kann, eine bessere Wirtschaft aufzubauen. Die EU sollte Unterstützung leisten. Das kann – wie jede Investition – schief gehen. Aber eine andere Wahl haben wir nicht. Europa lässt sich nicht mit Gewalt schützen.

    • E-Haller sagt:

      Na das nenne ich mal sauber hergeleitet, Demonstrant: Der Marokkaner bekommt also weder in Marokko etwas auf die Reihe, noch im Ausland. Schuld daran: der Islam.

      Nun gibt es eine Reihe von Ländern, die vom Islam geprägt sind, trotzdem etwas auf die Reihe bekommen haben…wie geht das denn? Aber egal: wie lautet denn jetzt der alternative Lösungsvorschlag für Marokkaner?

      • Welche Länder sollen das sein? Saudi-Arabien? Die Emirate?

      • stefanolix sagt:

        Drei Beispiele? Der Iran hat wirtschaftlich und technisch trotz islamischer politischer Führung einiges auf die Beine gestellt. Indonesien ist ein Land mit islamischer Mehrheit, das auch ökonomisch zu beachten ist. Oder auch diejenigen Golfstaaten, die sich auf der Grundlage der Erdöl/Erdgas-Erlöse etwas Modernes aufbauen.

  3. Demonstrant sagt:

    wie lautet denn jetzt der alternative Lösungsvorschlag für Marokkaner?

    Seltsam.
    Warum muss ich einen Lösungsvorschlag für die Marokkaner bringen, warum nicht die Marokkaner selbst?

    Sind die dazu etwas zu dumm?
    Wenn ja, warum?
    Wenn nein, warum soll ich Vorschläge machen?

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Welt nicht am deutschen Wesen genesen soll.

    “Nun gibt es eine Reihe von Ländern, die vom Islam geprägt sind, trotzdem etwas auf die Reihe bekommen haben…

    Man sehe die Anleitung How to boycott Israel.
    Ziemlich viel, was die auf die Reihe kriegen, die Israelis.

    Nun kann jeder mal ne Aufstellung machen, auf was wir verzichten müssten, wenn wir die islamischen Erfindungen und Produkte ignorieren.
    Ist leicht rauszufinden, alles was mit Al anfängt kommt aus der Ecke.
    Algebra, Alkohol, Alautomobil, Alcomputer, Alantibiothika, Alsmartphone, Alsulfonamide, Alkeplerschegesetze, Alinternet, Alazetylsalizylsäure, Aldifferenzialrechnung, Algravitationsgesetz, Alfernseher, Aleisenbahn, Al …

    Bevor ich´s vergesse, wie heißen die Islam-Länder, die was auf die Reihe gebracht haben?

  4. Beobachter sagt:

    „Bevor ich´s vergesse, wie heißen die Islam-Länder, die was auf die Reihe gebracht haben?“

    Da fallen mir Milliarden Tonnen Erdöl und Erdgas ein, die die Muslime in die Erde produziert haben.
    Man vergleiche die Größe der Deposits von Kuweit, Saudi-Arabien und Kathar mit dem von Deutschland.
    Klingelts?

  5. Günther Werlau sagt:

    Grundsätzlich folge ich der Argumentation, dass für die Akzeptanz einer Technologie die Meinungsführer als erstes gewonnen werden sollte. Und in Bezug auf Meinungsführerschaft sind wir in Marokko sicher in Moscheen nicht ganz falsch.

    Ob sich dadurch eine Stabilisierung des Nordens Afrikas erreichen lässt, halte ich aber für unsicher. Der Aufbau einer Wirtschaft braucht als notwendige Voraussetzung die Verfügbarkeit von Energie. Wenn aber das Verwaltungsumfeld in diesen Staaten bleibt wie es ist (Korruption), reicht das nicht. – Ist die Ursache für den unterschiedlichen Erfolg von Gesellschaften eigentlich schon hinreichend analysiert, dass hier eine belastbare Aussage möglich ist, oder sind wir noch auf dem Niveau des gängigen linken Narrativs, das Afrikas Situation von heute nur auf den Kolonialismus des letzten Jahrtausends zurückzuführen ist? – Und an der Situation der staatlichen Strukturen ändert sich durch Solarzellen in Nordafrika nichts.

    Zu der Bekämpfung von Fluchtursachen: Obwohl es eine Anerkennungsquote für Asylbewerber aus den Magreb-Staaten gibt, die gegen Null tendiert, ist es für alle Migranten aus dieser Region klar, dass der, der es hierher schafft, vermutlich auch hier bleiben kann. Denn entscheidend ist nicht, ob der Antrag auf Asyl abgelehnt wird, sondern ob ein Antragssteller abgeschoben wird. Die Zahlen sind heute vielleicht zehnmal höher als in den vergangenen Jahren, aber in absoluten Zahlen sind wir unter zehn Prozent der Gesamtzahl der Antragssteller. Aus diesem Grund wird eine wirtschaftliche Stärkung der Region vielleicht erstmal den Migrationsdruck verstärken, da auf einmal sind mehr Menschen in der Lage, die Kosten der Migration zu tragen. Neben den monetären Kosten der Migration stehen für mich noch die Kosten für das Leben in einer fremden Umgebung auf dem Zettel – wobei die sinken, wenn die Community des Herkunftslands im Zielland groß genug ist. Diese Anpassungskosten bleiben konstant, eine Konstanz des kulturellen Abstands zwischen Herkunfts- und Zielland vorausgesetzt. Erst wenn die erwartete Steigerung der Lebensqualität minus diese Kosten sehr klein oder negativ wird, wird der Migrationsdruck sinken.
    Das heißt nicht, dass wir diesen Weg nicht beschreiten können, aber wir sollten vorher offen über Ursachen und Wirkungen sprechen, denn sonst werden nur neue politische Tretminen gelegt.

    • stefanolix sagt:

      Vielen Dank für den Diskussionsbeitrag! Ich komme später darauf zurück, jetzt warten erst mal familiäre Pflichten.

    • stefanolix sagt:

      Politisch sieht es in Marokko m. W. so aus, dass die Regierung und der Monarch aus Eigeninteresse ein Erstarken der radikal-islamischen Kräfte verhindern wollen. Das können sie nur, wenn das Land wirtschaftlich besser aufgestellt wird. Natürlich muss man bei jeder Unterstützung Nordafrikas (hier: Marokkos) einbeziehen, dass Korruption vorhanden ist. Aber das ist in der Türkei auch nicht anders und mit der Türkei führt die EU sogar Beitrittsverhandlungen.

      Wir können nicht jedes Land der Welt an den Idealen Skandinavien, Niederlande oder Deutschland messen (wobei wir ja selbst gar nicht fehlerfrei sind, man erinnere sich an den BER-Flughafen …).

      Ich denke nur nach vorn. Ich denke nicht in die Kolonialzeit zurück und ich denke auch nicht, dass wir Marokko irgend etwas schulden (weder Deutschland noch die EU). Würde man Schulden der Vergangenheit aufarbeiten müsste man z. B. Jahrhunderte des Sklavenhandels via Arabien und Nordafrika auch mit bilanzieren. Das nimmt dann niemals ein Ende.

      Einbezogen in meine Strategie wäre durchaus, dass wir in Marokko ein duales System der Berufsbildung aufbauen und dass sich dort Gastarbeiter qualifizieren können. Eine Einreise via Asylrecht oder eine illegale Einreise wären dann ausgeschlossen. Marokko müsste seine Leute zurücknehmen, sofern sie nicht legal einreisen.

      Lebensqualität gibt es nur im Tausch gegen Arbeit. Der dauerhafte Bezug von Sozialleistungen muss ausgeschlossen werden. Dafür soll es aber Hilfe zur Selbsthilfe geben, Geld im Gegenzug gegen Arbeitsleistung sowie jegliche Unterstützung für Bildung.

      Anders wird es friedlich nicht möglich sein.

      • Günther Werlau sagt:

        Ich wollte Ihnen in Bezug auf Ihren Ansatz keine ideologische Motivation unterstellen, sondern darauf hinweisen, dass der Versuch dysfunktionale Gesellschaften in funktionale zu wandeln unter Umständen einen langen Atem braucht.

        Was das duale System der Ausbildung angeht, so sehe ich zweierlei Probleme:

        a) Dual bedeutet eine parallele theoretische und praktische Ausbildung. Dazu muss es auch praktische Betätigungsmöglichkeiten geben, die dann auch noch spiegelbildlich zu unserem Bedarf sind. Gibt es die überhaupt und wenn nicht, wie sollen wir eine passende Wirtschaft aufbauen?

        b) Wenn wir mit Marokko ein Rücknahmeabkommen abschließen – was ich für klung hielte – so wäre die Abschiebefrage nur zum Teil gelöst, da wir hier in unserem Land keine einheitliche Meinung zu Migration haben. Die in den Medien am ausführlichsten zu Wort kommende Gruppe ist die „No Borders no nations“-Fraktion. Für diese Gruppe wird ein selektives Vorgehen, wie Sie es beschreiben, ein Affront sein. Es wird „Imperialismus!“ und „Menschenhandel!“ geschriehen werden. Und die Medien werden die Aufregung entsprechend verstärken. Ihren Ansatz innenpolitisch durchzusetzen wird vermutlich ein ebenso langer Weg, wie der aus der Nordafrikas aus der Dysfunktionalität.

        Der Ansatz selbst, soweit gehe ich mit, könnte unter den von Ihnen beschriebenen Prämissen, wenn wir uns nicht zu großen Hoffnungen hingeben, bessere Ergebnisse liefern, als alles was wir bisher hatten.

      • stefanolix sagt:

        Ich kann mir als Ingenieur und logisch denkender Mensch gar keine Ideologie leisten ;-)

        Mit dem Störfeuer der radikalen Linksbizarren wird man immer rechnen müssen – egal, was man tut. Wer nach einem raschen, ordentlichen, rechtsstaatlichen Verfahren eine Ablehnung bekommt, muss unser Land wieder verlassen.

        Eine Politik des Angebots von Aufbauleistungen an Marokko und an die Marokkaner muss natürlich beinhalten, dass Marokko ein sicherer Staat für unsere Ingenieure, Berater, Ausbilder und anderen Aufbauhelfer ist. Folglich wäre Marokko auch ein sicherer Drittstaat – die ganz wenigen dann noch notwendigen Asylplätze für kritische Journalisten, Atheisten oder auch Homosexuelle könnte man m. E. in Deutschland problemlos schaffen. Diese momentan in Marokko tatsächlich noch verfolgten Leute überfallen ganz sicher keine Frauen und fuchteln auch nicht mit Messern in unseren Innenstädten herum.

        Ich denke aber, dass wirtschaftlicher Aufschwung auch zu einem Erstarken des Bürgertums führen würde. Dann würde es auch in Marokko Nischen für die 1% bisher Verfolgten geben. Wandel durch Handel ist ja keine leere Floskel – so entstanden ja bei uns früher auch Freiräume in den Städten.

  6. UweC sagt:

    Mein letzter Kommentar ist offenbar in einem Filter hängengeblieben. Deshalb das gleiche noch mal, diesmal bei den Links anstelle
    – „Vorspann“ anstelle des üblichen Anfangs
    – kom anstelle von com
    – te anstelle von de
    – ceha anstelle von ch

    Zur Sache

    Es gibt mehrere Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg.
    Die wichtigste ist Rechtssicherheit, die Eigentumsgarantie. Es erst mal keine Rolle, ob die von einer Demokratie, eine Monarchie oder einer Diktatur gewährleistet wird.

    Allein deshalb wird das nichts im Haus des Friedens. Eigentumsgarantie in unserem Sinne ist dort unbekannt.
    In der Römerzeit war Ägypten die Kornkammer des Imperium Romanum. Heute ist Ägypten der größte Nahrungsmittelimporteur. Es lohnt sich einfach nicht für die Bauern, in ihren Betrieb zu investieren, wenn der Stammesälteste am Ende alles einkassiert.

    Es gibt weitere Aspekte.

    Zum Beispiel den Willen zur Bildung.
    In beiden Punkten sieht es im Haus des Friedens schlecht aus. Sehr schlecht sogar.
    Sind zu wenig Solarzellen auf Marokko-Dächern der Grund dafür, dass die Muslime überall auf der Welt die gleich katastrophal schlechten Bildungsergebnisse, die absurd hohen (oben wurden schon Zahlen verlinkt) Arbeitslosen- und Kriminalitätsraten realisieren?

    Die Wertschätzung der Arbeit.
    Der Islam realisiert allenfalls eine Raubökonomie mit der damit einhergehenden Verachtung der Arbeit.
    Der Islam hat einigermaßen funktioniert, solange der kontinuierliche Zufluss immer neue Sklaven gewährleistet war.
    Seit die weißen Rassisten die Sklaverei endgültig abgeschafft haben, geht dort nichts mehr.

    Die Zahlen sind heute vielleicht zehnmal höher als in den vergangenen Jahren, aber in absoluten Zahlen sind wir unter zehn Prozent der Gesamtzahl der Antragssteller.

    Es sind ungefähr 2%. Seit Jahren.
    Neulich habe ich in den Nachrichten gehört, dass dieses Jahr 13.000 abgeschoben worden sind.

    Es gibt eigentlich nur eine Fluchtursache:
    Das ist die Tatsache, dass jeder der herkommt fürstlich verpflegt wird.
    Sobald diese Tatsache entfällt, sobald, jeder Eindringling seinen Lebensunterhalt nur mit seiner Hände Arbeit bestreiten muss, sobald jeder Kriminelle wieder rausfliegt – haben wir kein Asylantenproblem mehr.

    Wer es gern detaillierter hätte:

    Chaim Noll auf der Achse des Guten, Nähe und Unvereinbarkeit von Bibel und Koran
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_1
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_2
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_3
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_4
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_5
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_6
    Vorspann.achgut.kom/artikel/naehe_und_unvereinbarkeit_von_bibel_und_koran_7

    Hans Magnus Enzensberger, Der radikale Verlierer
    Vorspann.spiegel.te/spiegel/print/d-42983347.html

    Der Islam und die Wissenschaft. Der Disput zwischen Ernest Renan und Jamal al-Din al-Afghani 1883
    Vorspann.europa.clio-online.de/site/lang__de/ItemID__275/mid__12211/40208773/Default.aspx
    Wachstumsbremse Koran
    Vorspann.bilanz.ceha/unternehmen/islam-wachstumsbremse-koran

    • stefanolix sagt:

      Ich will überhaupt nicht bestreiten, dass es unterschiedliche Ökonomien und Mentalitäten gibt.

      Für alle folgenden Beispiele sei ausdrücklich vorangestellt, dass ich damit keine Diktatur und keinen Gottesstaat relativieren will. Es geht rein um die Ökonomie.

      Ökonomische Gegenbeispiele zu Deinen Aussagen wären ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Republik Iran, die Türkei, Indonesien oder die fortschrittlichen Teile Pakistans. Auch Syrien und der Irak waren vor ihrem Zusammenbruch wirtschaftlich nicht schlecht aufgestellt. Ohne Sklaverei und ohne mittelalterliche Stammesstrukturen.

      Deine Aussagen treffen sicher auf einen großen Teil Afghanistans, auf den Jemen, auf Teile Pakistans und auf flächenmäßig große ländliche Teile anderer islamischer Staaten zu. Je rückständiger, desto mehr treffen sie zu. Aber allgemein geht die These »der Muslim kann prinzipbedingt überhaupt nicht wirtschaften« nicht auf.

    • UweC sagt:

      Ich zitiere mich mal selbst:
      „Es gibt eigentlich nur eine Fluchtursache:
      Das ist die Tatsache, dass jeder der herkommt fürstlich verpflegt wird.“

      Ausführlicher von Volker Seitz hier:
      achgut.kom/artikel/afrika_und_deutschland_sozialtransfers_sind_fluchtursache_nummer_eins

      Generell sind alle Artikel von Volker Seitz zu empfehlen
      „Volker Seitz“ site:achgut.kom

  7. Antifa sagt:

    Hunderttausende Asylanträge aus Nordafrika sind eigentlich Einwanderungsanträge.

    Gibt es dazu belastbare Quellen?

    • Werwohlf sagt:

      Anerkennungsquoten?

    • Antifa sagt:

      Hier sind Zahlen von 2014, da wird von 4.000 Menschen aus Algerien und Tunesien gesprochen, im Dezember 2015 waren es zusammen 5.300. Dementsprechend muss der Großteil ja dann aus Libyen (Bürgerkrieg) oder Ägypten (Militärputsch) gekommen sein.

      • stefanolix sagt:

        Das sind völlig veraltete Zahlen. Allein in Sachsen sind 1.600 Männer aus Marokko (bei einer Anerkennungsquote von 2% darf man mit Fug und Recht sagen: fast alle sind nicht politisch verfolgt).

        Und jetzt halten Sie sich fest: Jeder dritte der 1600 in Sachsen lebenden Marokkaner hat im ersten Halbjahr(!) 2016 eine Straftat begangen. Quelle: »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« vom 02.10.2016.

        Außerdem haben sich viele nicht politisch verfolgte Nordafrikaner fälschlicherweise als Syrer ausgegeben, als Angela Merkel die Grenzen für Syrer öffnete.

      • Antifa sagt:

        Weder die Straffälligkeit, noch die Zahl für Sachsen waren Teil meiner Frage.

      • stefanolix sagt:

        Ich lese da keine Frage. Ich lese da nur (1) veraltete Zahlen, denn sie stammen aus der Zeit weit vor der großen Krise. Und (2) unvollständige Zahlen: Marokko fehlt.

        Das »Beantragen von Asyl« ist außerdem nicht relevant, da die 2015 angekommenen Migranten aus Nordafrika erst mal auf die Warteliste für die offizielle Beantragung von Asyl gesetzt wurden. Tatsächliche Antragszahlen aus 2015 sind also irrelevant. Man muss sich die Registrierungszahlen anschauen.

      • Demonstrant sagt:

        „Weder die Straffälligkeit, noch die Zahl für Sachsen waren Teil meiner Frage.

        Stimmt.
        Es geht Dir nicht um die Erhebung der Wahrheit.
        Es geht Dir nur darum, durch die von Dir getroffene, praxisirrelevante Auswahl der Daten das gewünschte Bild zu erzeugen.
        Man nennt das auch Propaganda.

      • Antifa sagt:

        Propaganda ist, von „hunderttausenden Asylanträgen aus Nordafrika“ zu sprechen. Darauf bezog sich meine Rückfrage, zur Kriminalität irgendwelcher Menschen habe ich mich nicht geäußert.

      • Demonstrant sagt:

        „Propaganda ist, von „hunderttausenden Asylanträgen aus Nordafrika“ zu sprechen.“

        Gestern Abend bei N24 in den endlos-Nachrichtenbändern:
        „In den letzten beiden Tagen 10.000 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet“

        Macht in 20 tagen einhunderttausend.
        in 200 Tagen eine Million.

        Frage:
        Ist eine Million größer oder kleiner als „hunderttausende“?

      • Antifa sagt:

        Dir ist schon klar, dass Afrika ein Kontinent und die Mittelmeerroute aktuell die einzige Möglichkeit ist, nach Europa zu gelangen?

      • Demonstrant sagt:

        Dir ist schon klar, dass Afrika ein Kontinent und die Mittelmeerroute aktuell die einzige Möglichkeit ist, nach Europa zu gelangen?

        Auf welchen Vorredner und welches Posting bezieht sich diese Feststellung?

  8. Antifa sagt:

    Außerdem haben sich viele nicht politisch verfolgte Nordafrikaner fälschlicherweise als Syrer ausgegeben, als Angela Merkel die Grenzen für Syrer öffnete.

    Angela Merkel hat die Grenzen geöffnet, ernsthaft?

  9. Demonstrant sagt:

    „Angela Merkel hat die Grenzen geöffnet, ernsthaft?“

    Nicht nur die Grenzen geöffnet.
    Sie lässt die Geflüchteten auch direkt aus Algerien und Libyen nach Deutschland holen.

    • Antifa sagt:

      Erst reißt sie die eigentlich nicht vorhandenen europäischen Grenzzäune ein und dann fährt sie mit Schlauchbooten von Algier/Tripolis bis nach Lampedusa.

  10. Dr. Caligari sagt:

    Es ist in Marokko technisch und wirtschaftlich sinnvoll, aus der Energie der Sonne den Strom für die lokale Wirtschaft zu gewinnen./blockquote>

    Ist es das?

    Es geht um eine stabile Energieversorgung und dazu kann Solarenergie in Nordafrika einen weitaus besseren Beitrag leisten als im kalten Mitteleuropa./blockquote>

    Richtig ist natürlich, dass Regionen mit mehr Sonnenstunden auch mehr Strom aus Solarenergie gewinnen können. Und es ist auch richtig, dass man lokale Autoritäten besser einbinden sollte.

    • stefanolix sagt:

      1. Man kann die Energie dort auch gut zwischenspeichern. Großprojekte wie ein Aufwindkraftwerk mit Speicherkapazität sind durchsetzbar (wenn man die lokalen Autoritäten einbindet).

      2. Man kann i. S. des Energiesparens von autochthonen Bauweisen lernen. So kann Energie für die Klimatisierung effizienter eingesetzt werden.


      Ich denke, dass wir den afrikanischen Staaten Unterstützung bieten müssen: Ernährung muss in Afrika gesichert werden, Wasseraufbereitung, Energieversorgung, Medizin & Aufklärung & Geburtenplanung …

      Wenn es in Afrika wirtschaftlich nicht aufwärts geht, dann wird die gesamte EU in der Form, wie wir sie heute kennen, nicht weiterbestehen können.

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