Was wurde in der Rechtsextremismus-Studie eigentlich geändert?

Die meisten Kommentare zur Rücknahme der Rechtsextremismus-Studie beziehen sich auf eine dpa-Meldung über einen Artikel der »Sächsischen Zeitung«. Auch die »Sächsische Zeitung« zitiert online die dpa-Meldung über ihren eigenen Print-Artikel.

In der gedruckten Zeitung steht im Unterschied dazu heute der folgende interessante Satz, der in der Öffentlichkeit m. W. kaum zitiert wurde:

Im Fall eines in der Studie namentlich genannten Erfurter Stadtrats seien »jedoch ganz offensichtlich nicht belegbare bloße Aussagen eines anonymen Akteurs als Tatsachen dargestellt worden, obwohl die Aussagen dritter Personen nicht erweislich wahr sind.«


Wer könnte damit gemeint sein? Wenn das Ministerium nur aus diesem Grund eine Studie öffentlich in der Luft zerreißt, muss die Aussage einige Brisanz haben. Wir können es eingrenzen auf Erfurt und auf namentlich genannte männliche Stadträte. Die Auftragsideologen Forscher aus Göttingen schreiben in ihrer Stellungnahme:

Die eine Änderung, die nun vorgenommen wurde und zur Erklärung der Ostbeauftragten geführt hat, enthält lediglich eine weitere Anonymisierung, diesmal von einer Person, die in einem Interview kritisch genannt wurde. Auf diese Anonymisierung wurde sich geeinigt. Das Ministerium ist über diesen Vorgang stets informiert, das Ergebnis ist ihm explizit und unverzüglich vorgelegt worden. Das Ministerium weiß ebenfalls, wer die (keineswegs unprominente) Quelle des kritischen Zitats ist. Eine solche Interviewpassage – die in der Schärfe der Wortwahl und Interpretation Wesentliches aussagt über die parteipolitisch aufgeheizte Atmosphäre im dort bestehenden Konflikt – schlicht gar nicht zu bringen, wäre aus wissenschaftlicher Perspektive höchst problematisch gewesen.

Ich habe das Original-PDF vorliegen (Titel=“Abschlussbericht“, 238 PDF-Seiten, 24.05.2017 13:06). Das gab es damals als freies Download. Hätte ich die geänderte Version, die dem Ministerium vorliegt, würde ich nun einfach ein »diff«-Werkzeug für PDF-Dateien über beide Dokumente laufen lassen, um die Unterschiede zu finden.

Wer ist noch neugierig? Sollte man nach der ominösen Aussage suchen?


Ergänzung 1: In der Version der Studie vom 24.05.2017 sind keine Erfurter Stadträte mehr namentlich benannt. Aus der Liste der Interviewpartner (Erfurt und Erfurt-Herrenberg) kann man keinen Namen mehr entnehmen. Interessant ist die Liste aus einem anderen Grund:

Trotz der stark verklausulierten Art und Weise der Darstellung wird klar, dass die Forscher fast nur mit links orientierten Bezugspersonen gesprochen haben. Folgende Ausdrucksweisen geben Anhaltspunkte:

  • Mitarbeiter der Partei DIE LINKE …
  • Mitglied des Stadtrats für die SPD
  • zwei politische Akteure aus dem grünen Spektrum
  • Bodo Ramelow (DIE LINKE)
  • zivilgesellschaftliche AkteurInnen

CDU oder Liberale werden als Parteien überhaupt nicht genannt, auch ein Hinweis auf konservative Gesprächspartner fehlt.


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21 Responses to Was wurde in der Rechtsextremismus-Studie eigentlich geändert?

  1. Demonstrant sagt:

    Hatten wir schon und wird immer häufiger kommen.
    Der Term „DDR 2.0“ ist als Zustandsbeschreibung ungeeignet. Für die Beschreibung der Tendenz gibt es keine besseres Wort.

    Man fühlt sich in immer kürzeren Zeitabständen wie nach einer langen Reise zu Hause angekommen. Die Mediengleichschaltung, die Medienhetze, die gleichgeschalteten Parteien in der Volkskammer, die gleichgeschalteten Massenorganisationen (Ausnahme Kirche, die war früher halb draußen), die brutale Verfolgung von Andersdenkenden.

    Und natürlich die unabhängige Wissenschaft, deren Studien, Überraschung!, seit dem 30. Januar 1933 auf der ganzen Linie kongruent sich zum Wollen und Tun der Machthaber.

    • stefanolix sagt:

      Es gibt ja unabhängige Wissenschaft, die z. B. versucht, den Linksextremismus wissenschaftlich zu erfassen. Es gibt auch Wissenschaftler, die dasselbe für den Rechtsextremismus versuchen.

      Nur bekommen diese echten Wissenschaftler nach meinem Eindruck insgesamt viel weniger Geld als die Ideologen, die sich als Wissenschaftler tarnen.

      • Beobachter sagt:

        Es gibt ja unabhängige Wissenschaft, die z. B. versucht, den Linksextremismus wissenschaftlich zu erfassen.

        Ja. Und die dürfen dann und wann was sagen. Zwischen 23:30 und 24:00 Uhr im Deutschlandfunk. Oder in der Phoenix-Runde zwischen 00:00 und 00:45 Uhr.

  2. Paul sagt:

    Es ist schon bedenkenswert, in welcher Form Lügen verbreitet werden.
    Mir ist die journalistische Form bekannt sowie die durch die Politiker verbreiteten. Nun wird dies eindrucksvoll durch die wissenschaftliche Lüge ergänzt.

    Paul

    • stefanolix sagt:

      Es sind ja nicht unbedingt Lügen. Es ist das Weglassen eines großen Teils der Realität. Die Verzerrung entsteht durch die geschickte Auswahl des Gegenstands der Studie und der befragten Personen. Dazu kommt dann die passende Auswertung. Wenn Bürgerliche bzw. Liberale nahezu gar nicht vorkommen, fehlt natürlich ein Teil des Meinungsspektrums.

      • Paul sagt:

        Lieber stefanolix,
        Sie sind sehr großzügig in der Bewertung dieser „wissenschaftlichen“ Arbeit.
        Die Aussagen dieser Arbeit entsprechen nicht der Wahrheit. Ihrer Begründung wie es dazu gekommen ist, kann ich zustimmen.

        Im Ergebnis wird eine Unwahrheit verbreitet.
        Wie es dazu gekommen ist, ist egal. Bewertet wird das Endergebnis, welches nicht die Tatsachen widerspiegelt.
        Die Definition für Lüge laut Duden: „das bewusste Behaupten von Dingen, die nicht wahr sind.“

        Das macht diese Studie.

        Herzlich, Paul

      • stefanolix sagt:

        Ich würde gern unterscheiden zwischen Subjektivität und Lüge.

        Ein Linker oder Grüner kann subjektiv der Meinung sein, dass es in Freital oder in einem Erfurter Wohngebiet zu viele Rechtsradikale gibt. Das soll er auch sagen dürfen, denn es ist eine persönliche Einschätzung und erst einmal keine Lüge.

        Problematisch wird es dann, wenn man in einer »Studie über Ostdeutschland« fast nur die subjektiven Einschätzungen der einen Seite wiedergibt, wenn man also Bürgerliche und Liberale, aber auch Rechtskonservative fast gar nicht einbezieht. Das ist Verzerrung und wenn man es bewusst tut, ist es eine Art der Lüge.


        Ein Ministerium müsste eigentlich bereits bei der Beauftragung verhindern, dass das Ergebnis verzerrt wird. Das kann geschehen durch eine bessere Auswahl der Beauftragten oder durch eine bessere Beauftragung. Der Fehler liegt also zu einem Teil auch bei der Politikerin, die die Studie in Auftrag gegeben hat.

        Noch ein neuer Gesichtspunkt: Ich vermute, dass es politischen Druck aus Ostdeutschland auf die Ostbeauftragte gegeben hat. Die Wirkung der unfairen und verzerrten Studie war ja verheerend. Deshalb vermute ich: Die Studie ist nicht aus dem Grund zurückgezogen worden, den wir in der Öffentlichkeit genannt bekommen haben.

      • Paul sagt:

        „Ein Ministerium müsste eigentlich bereits bei der Beauftragung verhindern, dass das Ergebnis verzerrt wird.“

        Lieber stefanolix, wie soll das möglich sein?

        Jeder Auftraggeber einer Studie erwartet ein bestimmtes Ergebnis. Oft ist das durch die Fragestellung schon erkennbar. Studien sind ein lukratives Geschäft. (Das gilt auch für Umfragen.) Jeder Anbieter möchte im Geschäft bleiben.
        Studien, die nicht dem vom Auftraggeber gewünschtem Ergebnis entsprechen, verschwinden in der Versenkung. (Das gilt auch, wie wir jüngst erlebt haben, für Fernsehdokumentationen.)

        Herzlich, Paul

  3. Demonstrant sagt:

    Es sind ja nicht unbedingt Lügen.

    Das hören wir von der Lügenpresse seit Pegida-Beginn.
    Formal mag das richtig sein. Lügen im juristischen Sinne sind es nicht.

    Was die gleichgeschaltete polit-mediale Elite und ihre HiWis (Kirche, Wissenschaft, Gewerkschaften) bringen ist selten er-, aber fast immer verlogen.

    • stefanolix sagt:

      Ich würde auch hier differenzieren zwischen Subjektivität, Dramatisierung, Verzerrung und absoluter Unwahrheit. Das Attribut »verlogen« trifft bei weitem nicht überall zu.

  4. Michael_DD sagt:

    Frau Gleicke und die Mängel

    stefanolix : Ich habe das Original-PDF vorliegen (Titel=“Abschlussbericht“, 238 PDF-Seiten, 24.05.2017 13:06). Das gab es damals als freies Download. Hätte ich die geänderte Version, die dem Ministerium vorliegt, würde ich nun einfach ein »diff«-Werkzeug für PDF-Dateien über beide Dokumente laufen lassen, um die Unterschiede zu finden.
    Wer ist noch neugierig? Sollte man nach der ominösen Aussage suchen?

    Wünsche Ihnen viel Erfolg beim Suchen nach der geänderte Version !!
    Die „Wissenschaftler“ in Göttingen haben ihr Werk, das Original, inzwischen getilgt, ebenso ist es auf der Webseite des BMWI gelöscht:

    BMWI: Aufgrund von Mängeln, die das Göttinger Institut nicht entkräften konnte, hat sich die Ostbeauftragte Iris Gleicke am 26. Juli 2017 von der Studie distanziert. Sie wurde daher von der Homepage entfernt.

    Dieser „Abschlussbericht“ wurde gleich nach seinem Erscheinen bei Achgut stark kritisiert, u.a. mit dem Verweis auf einen erfundenen Interviewpartner:

    … dass es in der Sächischen Landeszentrale für Politische Bildung keinen Herrn Reese als Mitarbeiter gibt, wie von den Göttingern behauptet.

    I.Ü. habe ich noch nirgendwo gehört oder gelesen, daß sich Frau Gleicke bei den Ostdeutschen für diese unzulässige Verallgemeinerung, basierend auf einer stark selektiven und z.T. verfälschten Befragung, entschuldigt hat.

    • stefanolix sagt:

      Es muss ganz am Anfang (direkt zur Veröffentlichung) eine Version gegeben haben, in der weniger Namen anonymisiert waren. Diese Version habe ich leider nicht. Aus der Version vom 24. Mai kann man ohne Hintergrundwissen nicht erkennen, worauf sich der Grund (oder Vorwand?) der Staatssekretärin bezieht.

      • Michael_DD sagt:

        @Stefanolix, vielleicht haben Sie es übersehen oder ich verstehe etwas falsch:
        – Am 18.5.2017 stellte die Ostbeauftragte Gleicke stolz wie Bolle die „Studie zu Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland“ vor.
        – Am 19.5.2017 kritisierte Peter Grimm unter dem Titel „Fragwürdige Quellen einer Bundesregierungs-Studie“ auf Achgut dieselbe. Am Schluß fügt er die Quellen/Interviewpartner an.
        – Vergleichen Sie doch mal die Namen/Quellen Ihrer Version vom 24.5.2017 damit.

      • stefanolix sagt:

        Sieht für Erfurt (Ende der Liste) auf den ersten Blick gleich aus. Ich vergleiche es mal am Abend noch etwas gründlicher.

      • Beobachter sagt:

        Ich will nicht ausschließen, dass ich ein Brett vor dem Kopf habe. Aber ich finde in der Studie (downgeloaded am 18. Mai) kein Erstellungsdatum.
        Ist das wirklich so oder habe ich was übersehen?

        .

        Eine Rezension des Machwerks auch bei Sciencefiles
        https://sciencefiles.org/2017/05/19/befragte-erfunden-bezahlt-bundesbeauftragte-fake-rechtsextremismusforschung/amp/

      • stefanolix sagt:

        Schau mal im Adobe Reader in die Metadaten des PDFs. Oder in der Vorschau auf dem Mac. Da steht es.

        Ergänzung: Im Adobe Reader unter Windows mit Strg + D oder auf dem Mac mit cmd + D. In der Vorschau mit cmd + I.

        Oder unter Linux im Terminal:

        pdfinfo dateiname.pdf
        Title: Abschlussbericht
        Author: xxxxx xxxxxxxxxx
        Creator: Microsoft® Word 2016
        Producer: Microsoft® Word 2016
        CreationDate: Wed May 24 13:06:40 2017 CEST
        ModDate: Wed May 24 13:06:40 2017 CEST
        Tagged: yes
        UserProperties: no
        Suspects: no
        Form: none
        JavaScript: no
        Pages: 238
        Encrypted: no
        Page size: 595.2 x 841.92 pts (A4)
        Page rot: 0
        File size: 2779117 bytes
        Optimized: no
        PDF version: 1.5

      • Beobachter sagt:

        Danke.
        Das habe ich bei mir leider selbst lahmgelegt, weil ich dieses Dokument mit anderen zusammengefügt habe.

        Letztlich egal. Ein Werk das irgendwie den Anspruch auf Seriosität erhebt, sollte schon ein konkretes Erstellungsdatum ausweisen. Oder eine Release-Nummer. Nicht irgendwo in den Metadaten, sondern auf den ersten Blick lesbar. Schon damit man ein in der Diskussion richtig identifizieren kann.
        Wenn die nicht mal diese Basics erfüllen, zeigt das umso mehr was für ein Schrott das ist.

        Noch ein kleines Leckerli. Nicht aus der Wunderwelt der Theorie, nur schnöde Praxis.

        http://www.mmnews.de/index.php/politik/121024-deutschland-1600-messerattavken-2017-1

        Viel Spaß beim Lesen.
        Nein, das ist nicht lustig. Aber es zeigt ganz gut, wie weit sich die Wissenschaft von der Realität entfernt hat. Und was diese Studien wert sind.

      • stefanolix sagt:

        Auf dem Deckblatt steht »Überarbeitete Fassung«. Das muss reichen. Formale Ansprüche (wie an gelenkte Dokumente) sind klassistisch.

      • Beobachter sagt:

        So, jetzt habe ichs.

        Es gab (wie Michael_DD schon gesagt hat) zwei Versionen.
        Die erste vom (vermutlich) 18. Mai. Die wurde wegen der fragwürdigen Quellen gleich kritisiert.
        Daraufhin haben die ein bißchen geändert.

        Ich habe keine Lust, Wort für Wort alles durchzugehen.
        Aufgefallen ist mir, dass ab Seite 58 die Fußnoten geändert sind. In Summe ist das sicherlich wenig, aber es ist eben nicht mehr das gleiche.

        In der Erstversion Stand unter Pkt. 9.1 Interviewpartner (Freital und Heidenau) folgende Fußnote:

        460 In Anbetracht des brisanten Themenkomplexes der in einem sehr kleinräumigen Ort durchgeführten Interviews und der damit einhergehenden potenziellen Gefährdung bitten insbesondere die zum Komplex Erfurt-Herrenberg, aber auch einige der in Heidenau und Freital befragten InterviewpartnerInnen/Quellen um Anonymität innerhalb der Öffentlichkeit. Im Rahmen der geführten Interviews innerhalb des Stadtteils greift diese Maßnahme direkt im vorliegenden Bericht. Ebenso wurden die Namen der FokusgruppenteilnehmerInnen entfremdet, um deren Anonymität zu gewährleisten.

        In der Version vom 24. Mai unter dem gleichen Punkt jetzt 2 Fußnoten

        462 Um mögliche Missverständnisse oder bestehende Unterstellungen endgültig auszuräumen, hier nochmals ein Hinweis zur Auswahl unserer InterviewpartnerInnen und zum Umgang mit ihren Aussagen im vorliegenden Bericht: Wie in der Studie beschrieben, haben wir gemäß der gängigen Praxis qualitativer Forschung die Klarnamen unserer InterviewpartnerInnen mehrheitlich verfremdet bzw. anonymisiert, es sei denn zum Zeitpunkt der Drucklegung lag uns eine ausdrückliche Freigabe vor. Bei der Erstnennung der Interviewten ist dies in einer Fußnote ausgewiesen, in der hier folgenden Übersicht sind die durch Verfremdung des Nachnamens anonymisierten GesprächspartnerInnen durch einen Stern (*) hinter dem Namen markiert. Diese Anonymisierung geschah auch in Anbetracht des brisanten Themenkomplexes und der in sehr kleinräumigen Bereichen durchgeführten Interviews und der damit einhergehenden potenziellen Gefährdung unserer InterviewpartnerInnen. Insbesondere infolge des Sprengstoffanschlages auf das Auto eines Linkspartei-Politikers in Freital im Jahr 2015 war dies für unsere InterviewpartnerInnen häufig die Grundvoraussetzung dafür, mit uns zu sprechen. Auch die in der Studie von den AutorInnen beschriebene Sorge, dass offene Kritik als „Nestbeschmutzung“ verunglimpft werden könnte, was dann wiederum Probleme in der weiteren politischen Auseinandersetzung nach sich ziehen könnte, ist ein Grund für die notwendige Anonymisierung. Dabei haben wir, je nach Brisanz und möglicher Wiedererkennung vor Ort, unterschiedliche Stufen der Anonymisierung gewählt – d.h., entweder eine allgemeine Beschreibung der Position/Funktion des Interviewpartners/der Interviewpartnerin oder, insbesondere dann, wenn Verwechslungsmöglichkeiten bezüglich Position/Funktion bestanden, auch durch Verfremdung der Namen. Letzteres gilt insbesondere für die FokusgruppenteilnehmerInnen – bei dieser Methode ist der Verzicht auf Klarnamen ein vollkommen gängiges, den Normen guten wissenschaftlichen Arbeitens entsprechendes Verfahren.
        463 Für die Ursprungsversion dieses Berichts hatten wir keine Freigabe erfragt, weshalb wir zunächst eine Anonymisierung vornahmen. Da die Freigabe aber inzwischen erteilt ist, nennen wir Frau Kerstin Köditz mit vollem Klarnamen.

        .

        Auch „überarbeitete Fassung“ ist Schrott.
        „Überarbeitete Fassung“ als Vorrede ist in Ordnung. Danach hat gefälligst der Identifier zu stehen (z.B. „1. überarbeitete Fassung“ oder Datum oder was anderes)
        Da steht aber nichts.

  5. Beobachter sagt:

    CDU oder Liberale werden als Parteien überhaupt nicht genannt, auch ein Hinweis auf konservative Gesprächspartner fehlt.

    Abgesehen davon, dass Tillich einmal zitiert wird … selbst wenn, was wäre anders?
    Das ist alles mögliche nur keine Wissenschaft, wenn sich die Nomenklatura mit der Nomenklatura unterhält.

    Ohne check&balances, ohne advocatus diaboli ist das keine Wissenschaft, sondern Propaganda.

    Wenn die auch mal welche von der AfD interviewed hätten oder die Pegida-Organisatoren, wenn mit den Leuten geredet hätten, die von Linken und Ausländern durch Gewaltstraftaten geschädigt wurden (bei Mord natürlich kein Interview mit der Leiche, sondern mit den Hinterbliebenen), dann könnte man überhaupt erst mal fragen, ob das Wissenschaft ist.

    Das trifft auch zu auf die Quellen.
    Nach der „wissenschaftlichen“ Methode hätte bei dem geilen Spiel Deutschland-Brasilien die brasilianische Mannschaft gesiegt – denn die haben ein Tor geschossen.
    Diese ganze Studie ist Nonsens. Nicht erst im Ergebnis, sondern schon von der Methode her.

    2015 haben die Pegida-Gegner in Dresden acht Autos angezündet.
    2016 waren es elf.
    Wo kann ich das in der Studie finden?

    Gerade gab es einen „Zwischenfall“ in Belantis.
    Was sagt die Wissenschaft dazu?

    • stefanolix sagt:

      Wir dürfen doch nicht erwarten, dass LINKE Gewalt thematisiert wird. Die Aufgabe wurde doch nicht an ein so linientreues Institut vergeben, damit man etwa die Wechselwirkungen zwischen den beiden Richtungen des Extremismus behandelt.

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