Alexander Grau »Hypermoral«: Diskussion und Lesung im Buchhaus Loschwitz (2)

Im zweiten Teil der Lesung stellte Alexander Grau sein Buch »Hypermoral – Die neue Lust an der Empörung« vor und las aus einem Kapitel.


Die Notizen zum Inhalt des vorgelesenen Kapitels würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen, deshalb folgt hier zunächst die kurze Inhaltsangabe der 128 Seiten:

Das Buch beginnt mit einem kurzen Vorwort und einer kurzen Einleitung. Darin beschreibt Alexander Grau unter anderem dieses Symptom der Gesellschaft des Hypermoralismus:

Technische, wissenschaftliche oder ökonomische Probleme werden zu moralischen Fragen umgedeutet und in einen Jargon aufgekratzter Moralität überführt. Insbesondere Möglichkeiten der technischen und wissenschaftlichen Entwicklung sind, zumal in Deutschland, kaum noch sachlich zu diskutieren: Wer, um nur ein Beispiel zu nennen, hierzulande die Chancen der Gentechnologie in der Medizin und in der Landwirtschaft diskutieren möchte, der hat von vornherein verloren, denn allein dieses Ansinnen gilt als Häresie. Hier hat man nicht nachzudenken, hier hat man sich zu bekennen.

Das Vorwort und die Einleitung können Sie als Leseprobe nachlesen.


Die Kapitel eins bis drei beschreiben die Steigerung von der Moral über den Moralismus zur Hypermoral. Im vierten Kapitel geht es um den Moralismus als Religionsersatz. Im fünften Kapitel befasst sich der Autor mit Hypermoralismus und Individualismus, im sechsten mit Hypermoralismus und Massengesellschaft und im siebten Kapitel ist der Höhepunkt erreicht: die »dauererregte Gesellschaft«. Ein Zitat aus Kapitel drei sei noch gestattet:

Eben weil der neue Moralismus sich selbst nicht als Ideologie sieht, sondern als Lehre des evident Guten, entwickelt er besonders penetrante Formen, den weltanschaulichen Gegner zu diskreditieren. Sahen traditionelle Ideologen im Abweichler entweder einen vom rechten Glauben abgefallenen Ketzer oder schlicht einen Ungläubigen und weltanschaulichen Gegner, so stempelt der Moralismus seinen Widersacher zum Opfer seiner persönlichen oder sozialen Prägung oder diskreditiert ihn schlicht als minderbemittelt, unreflektiert oder von Vorurteilen getrieben.


In der kurzen Fragerunde war die Stimmung folglich nicht eben euphorisch. Das Publikum schien sichtlich beeindruckt vom Fazit des eben gelesenen siebten Kapitels.

Dieser Zug ins Autoritäre ist individualistischen Emanzipationsgesellschaften immanent. Aus dem Streben nach Selbstverwirklichung wird das Diktat der Offenheit. Und aus der Befreiung aus tradierten Vorstellungen die Gefangenschaft im Zeitgeist.

Es ging in der Diskussion unter anderem um die Rolle der Linken, die ja in früherer Zeit in der Vertretung der Interessen des Proletariats, dessen Bildung und Emanzipation bestand. Die neue Linke im Zeitalter des Hypermoralismus, so Alexander Grau, erfinde Minderheiten und generiere Probleme.

Hypermoral und Politik: Alexander Grau verweist in der Diskussion und im Buch auf die Debatte um den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, der am Rande einer Reise offen gesagt hatte, dass militärisches Eingreifen auch Handelswege und deutsche Interessen sichert. Köhler musste nicht zurücktreten, weil ihm eine fehlerhafte Aussage nachgewiesen worden wäre. Köhler musste zurücktreten, weil seine sachlich richtige Aussage als unmoralisch und unsagbar eingestuft wurde.

Es wurde noch einmal auf den Unterschied zwischen Moral und Hypermoralismus verwiesen: Moral sei immer einengend gewesen, während der Hypermoralismus im Mantel der Freiheit daher käme.


Am Ende der Lesung stellte eine Zuschauerin die Frage: Wie soll es denn nun weitergehen? Gibt es Auswege aus dem Hypermoralismus? Ist der Trend umkehrbar? Die Antwort fiel dem Autor und der Gastgeberin sichtlich schwer. Schließlich sagte jemand sinngemäß, es müsse wie im Märchen die Erkenntnis kommen: »Die Kaiserin ist ja nackt.«

Die bestmögliche Wirkung des Buchs wäre eine gelassene und entschiedene Trotzreaktion der Leser: So einfach nehmen wir die Hypermoral nicht mehr hin.

Dafür ist dem Buch eine weite Verbreitung zu wünschen. Es ist zum einen so gut geschrieben, dass es die richtigen Trotzreaktionen auslösen kann. Es ist zum anderen auch gut gestaltet: Der Text ist in einer sehr gut lesbaren Schrift auf kleinen Seiten gesetzt. Der Satzspiegel ist gut ausbalanciert. Ich habe einen Schreibfehler und keinen Satzfehler gefunden ;-)

Das Kulturhaus Loschwitz wollte seine Zuhörerinnen und Zuhörer nicht ohne Trost in den Abend und ins Wochenende schicken. Der vorletzte Satz des Abends war folglich das Hölderlin-Zitat »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.«

Geheimtipp: Ein erstes Gegengift hat die Buchhändlerin nebenan im Angebot – man schaue im Buchhaus dort nach, wo an der Supermarktkasse die Süßigkeiten liegen würden: Das unscheinbare Heftchen heißt »Zivilisiert streiten. Zur Ethik der politischen Gegnerschaft«, kommt vom Reclam-Verlag und kostet sechs Euro. Zur Immunisierung braucht es freilich mehr: Bücher, Gedanken, Entscheidungen und Taten.


Der allerletzte Satz des Abends war: »Bleiben Sie trotz allem empört!« – und das hatte nach dieser Lesung natürlich eine ironische Note. Denn wenn wir etwas gegen den Hypermoralismus tun wollen, müssen wir zuerst unsere eigene Empörung kontrollieren. Alexander Grau schreibt im Vorwort zum Buch, dass man sich nicht über etwaige Gutmenschen ereifern solle und fährt fort:

»Denn die dabei zum Ausdruck kommenden Ressentiments tragen wenig zur Klärung des Phänomens bei. Im Gegenteil. Sie bedienen letztlich die gleichen Emotionalisierungsmechanismen wie der Hypermoralismus selbst. Auch Empörung über Empörung ist Empörung. Das führt dazu, das Phänomen falsch einzuordnen.«

Deshalb werde ich in der kommenden Woche einen dritten Teil des Artikels schreiben, in dem ich meine eigenen Gedanken zum Leben mit der Hypermoral aufschreibe. Denn wenn es uns 1989 am Ende der DDR gelungen ist, einen diktatorisch-hypermoralischen Staat zu überwinden, dann müsste man doch heute auch etwas mehr tun können, als sich über die Hypermoral in einer ungleich freieren Gesellschaft zu empören.


Es folgen noch einige Quellen und Denkanstöße, die nicht mehr in den Text passten, aber weiterführend wichtig sein könnten. Der obligatorische Warnhinweis: Wer das liest, könnte mit der Hypermoral in Konflikt kommen.


[Exkurs 1]: Es gibt ein Interview mit Alexander Grau im Deutschlandfunk (Ende 2017). Dort spricht Grau unter anderem über seine Motivation:

Vor dem Hintergrund dieser teilweise eskalierenden Debatten in vielen politischen, aber auch ganz privaten Bereichen ist es, glaube ich, notwendig, sich die Mechanismen, die dazu geführt haben, vor Augen zu führen. Das ist ein Stück weit unvermeidbar, dieser Hypermoralismus, den ich meine zu analysieren. Aber man kann ihn vielleicht dadurch etwas entschärfen, dass man sich über das Phänomen überhaupt klar wird, und dass man versucht zu verstehen, wie es dazu in unserer Gesellschaft kommen konnte.


[Exkurs 2]: Es kommt eher selten vor, dass die Leitmedien einen Gastautor zu Wort kommen lassen, der sich gegen einen Aspekt des Hypermoralismus ausspricht. Die »Sächsische Zeitung« hat das trotz (oder sogar wegen) der Tellkamp-Debatte getan. Auch hier ein Zitat aus dem Text:

Natürlich ist es die freie Entscheidung von Tellkamp, zu schweigen und die Lesungen abzusagen. Der Mainzer Historiker Andreas Rödder charakterisiert diese „Freiheit“ als eine »technische«:

Es heißt immer, in Deutschland könne man alles sagen. Das stimmt, allerdings nur in einem technischen Sinne. Eine offene Debatte erfordert mehr als das, nämlich Respekt für die Meinung des anderen, auch und gerade, wenn sie mir nicht gefällt.

Diesen Respekt erhielt Tellkamp nicht. Darum ist der Sieg der empörten Feuilletonisten eine Niederlage der offenen Gesellschaft, weil er ihre Offenheit einschränkt.


[Exkurs 3]: Der unvergessene Blogger und emeritierte Professor Zettel schrieb in »Zettels Raum« im Sommer 2012, als hätte er unsere Zeit und Alexander Graus Buch vorhergesehen:

Hier läge ein großes Potential für eine liberale Partei; eine Partei, die beispielsweise in der Sarrazin-Debatte die Position bezogen hätte: Wir teilen nicht unbedingt die Meinung Sarrazins; aber er hat Anspruch darauf, daß man ihn fair und mit Respekt behandelt und daß seine Thesen sachlich diskutiert werden.

Diese liberale Partei fehlt bis heute: Die FDP zeigte zwar zarte Ansätze, hatte aber in den letzten fünf Jahren vor allem mit sich selbst und ihrem Wiedereinzug in den Bundestag zu tun.

Wer die Wahlentscheidung zu hundert Prozent am Eintreten für Pluralismus und Freiheit ausrichten wollte, müsste seine Stimme ungültig machen. Wählen bedeutet heute mehr denn je: »das geringere Übel ankreuzen«.


[Exkurs 4]: Der Autor dieser Zeilen positioniert sich zum Schluss als sächsischer Liberaler, der dem neuen Ministerpräsidenten Kretschmer bis zur nächsten Wahl im Frühherbst 2019 den bestmöglichen Verlauf der Regierungsgeschäfte wünscht.

Denn die linke Seite des politischen Spektrums in Sachsen kann seit 25 Jahren nicht viel mehr als »Empörung über die CDU zeigen« – das ist Hypermoral mit dem Horizont eines Suppentellers. Die sächsische AfD kann in ihrer heutigen Verfassung auch nur Empörung, aber sicher nicht Regierung.

Michael Kretschmer zieht zur Zeit durch Sachsen, hört den Menschen zu, und zwingt seine Ministerialbürokraten zum Zuhören. Es bleibt zu wünschen, dass er gut zuhört und bis zum Spätsommer 2019 noch etwas schaffen kann. Kretschmer verteufelt die AfD nicht, sondern er will ihr mit Argumenten begegnen:

Wir müssen wegkommen vom gegenseitigen Beschimpfen – und in der Sache diskutieren.

Michael Kretschmer wird auch Fehler machen und er wird die sächsische CDU sicher nicht zu einer perfekten Partei machen können. Aber vielleicht wird sie für die relative Mehrheit der Wähler doch wieder etwas Besseres als das geringste Übel. Unserem Freistaat ist es zu wünschen.


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74 Responses to Alexander Grau »Hypermoral«: Diskussion und Lesung im Buchhaus Loschwitz (2)

    • Michael_DD sagt:

      Sexismus – 64 Jahre unentdeckt oder Umgang mit Geschenken

      stefanolix sagte: Es wurde noch einmal auf den Unterschied zwischen Moral und Hypermoralismus verwiesen: Moral sei immer einengend gewesen, während der Hypermoralismus im Mantel der Freiheit daher käme.

      Oder in dem eines hochschuldemokratischen Prozesses.
      Ich wage mal einen Exkurs in die Welt der Lyrik und in die einer Hochschule und deren Umgang mit Lyrik.
      Vor sieben Jahren erhielt der Dichter Eugen Gomringer den Alice-Salomon-Poetik-Preis einer gleichnamigen Hochschule in Berlin-Marzahn-Hellersdorf. Zum Dank schenkte er der Hochschule ein Gedicht für ihre Fassade. Ein Vorgang, welcher wohl nur bei entsprechend Interessierten Beachtung fand.

      DIE WELT : Das ursprünglich namenlose Werk stammt aus dem Jahr 1953, es gehörte zu den ersten Schöpfungen der Konkreten Poesie – einer Schule der Dichtung, welche die Wörter nach der ideologischen Apokalypse des Zweiten Weltkriegs ganz von der Last des Bedeutens befreien wollte.

      Die schlichte Schönheit dieses Gedichtes

      „avenidas/ avenidas y flores// flores/ flores y mujeres// avenidas/ avenidas y mujeres// avenidas y flores y mujeres y/ un admirador.“

      erfaßt auch der des Spanisch unkundigen nach drei Blicken in´s Wörterbuch.
      Im Januar 2018

      DIE WELT: … hatte die Hochschule nach Sexismusvorwürfen aus der Studentenschaft entschieden, das Werk im Herbst von ihrer inzwischen weltberühmten Südfassade zu entfernen, um in Zukunft wechselnde Gedichte anderer Lyriker dort anzubringen.

      Nach heftigen Auseinandersetzungen in der Presse und in einschlägigen Foren fand jetzt im März dazu ein Forum im Berliner Max-Liebermann-Haus statt.

      DIE WELT: Das Setting auf der Bühne war nur unter Gender-Gesichtspunkten ausgewogen: zwei Männer, einer der Schriftsteller in dunklem Sakko und weißem Schal, der andere der Moderator der Stiftung, und zwei Frauen, die übertrieben gut gelaunte Prorektorin Bettina Völter und eine Asta-Vertreterin mit hochgeschlossener Bluse und Nerdbrille, …

      Zum Verlauf :

      DIE WELT: Gomringer fiel in dieser Aufführung trotz höchster geistiger Lebendigkeit die Rolle des störrischen Alten zu, der einer überkommenen Vorstellung von Ästhetik nachhängt und die Zeichen der Zeit einfach nicht versteht. Ungefähr das gaben ihm die Vertreterinnen der Fachhochschule auch, in lauter Höflichkeiten verpackt, zu verstehen – fast so, als wollten sie die klassische Konstellation umkehren, in der männliche Komplimente nur eine besonders perfide Form der Demütigung sind. …Es war eine seltsame Doppelstrategie der Kritikerinnen, den alten Mann (93 Jahre; d.V.) einerseits als „Zeitzeugen“ seiner eigenen Gedichte zu umarmen und als unfreiwilligen Stichwortgeber einer pädagogisch wertvollen Debatte zu beglückwünschen, ihm andererseits aber immer wieder klarzumachen, dass er die „impliziten Bedeutungen“ seiner eigenen Gedichte leider nicht erkennt und doch bitte Verständnis dafür haben möge, dass sich Studierende durch die Kombination der Begriffe „Frauen“, „Straßen“, „Blumen“ und „Bewunderer“ an Stalking und sexuellen Missbrauch erinnert fühlen.

      Weiter beschwor die Prorektorin Bettina Völter den „hochschuldemokratischen Prozess“, an dessen Ende der schon erwähnte Beschluß stand, die Fassade alle paar Jahre mit einer neuen Lyrik zu versehen. Interessanter Weise stammt der Vorschlag dafür von der Lyrikerin Barbara Köhler.

      DIE WELT: Auch sie hat den Alice-Salomon- Preis bekommen, auch sie wollte die Fassade jetzt gerne mit einem eigenen Gedicht bespielen,…

      Vor einem halben Jahr schrieb sie in der FAZ:
      Debatte um Gomringer-Gedicht :
      Ein öffentlicher Text
      Von Barbara Köhler
      -Aktualisiert am 25.09.2017
      Auch wenn ich das Gedicht als ein Kunstwerk an der Wand betrachte, ist es als solches ja nicht Ergebnis einer Kunst-am-Bau-Ausschreibung mit demokratisch legitimierter Jurierung (was die Causa durchaus ändern würde), sondern ein Geschenk – und mit Geschenken dürfen Beschenkte schon verfahren, zumal nach knapp sieben Jahren, die der Text nun an dieser Wand verbracht hat.
      Und

      Wenn man einmal ein Geschenk von „einem Lyriker“ angenommen habe, mit welcher Begründung solle man dann das Geschenk „einer Lyrikerin“ ablehnen?

      Soweit lt. WELT die Prorektorin Bettina Völter.

  1. […] Alexander Grau „Hypermoral“: Diskussion und Lesung im Buchhaus Loschwitz (2) – stefanolix […]

  2. Thomas sagt:

    Lieber Stefanolix,

    ich lese Deinen Blog immer gern und erkenne mich in vielen Themen wieder, teile Deine Haltung. Nur in Sachen Michael Kretschmer bin ich ganz und gar nicht bei Dir! Ich will Dir auch gern sagen warum.

    Für mich ist die Benennung von Michael Kretschmer das Eingeständnis der CDU Sachsen NICHTS begriffen zu haben, denn mit diesem Kandidaten wurde von der CDU die Parole „weiter so“ ausgegeben. Zumindest mir ist das zu wenig.

    Verstehe mich nicht falsch, ich habe Tillich und Biedenkopf immer wieder gewählt und halte Biedenkopf für einen echten Glücksfall für den jungen Freistaat.

    Aber nach diesem Wegruf zur Bundestagswahl wieder einen Mann, wieder einen Kronprinzen – der dazu noch seinen Wahlkeis verloren hatte, also von den Menschen, die ihn als Politiker erlebt haben KEIN mehrheitliches Vertrauen bekam – der offensichtlich versorgt werden musste – so inspirationlos regiert zu werden?? Nee, ehrlich, das nenne ich realitätsblind und mehr an politischer Macht als an den Sorgen der Bürger im Freistaat interessiert.

    Sein 20!!!!-Punkte-Programm erreicht mein Herz nicht, und klingt für mich eher nach grauer Bürokratie und hohlem Versprechen. Allein das Zuhören ist mir für die drängenden Probleme in diesem Land definitiv auch zu wenig. Und das er sich mit der AFD auseinandersetzen will – jo – das erwartet ich von einem Demokraten eigentlich. Die AFD ist der politische Gegner, genauso wie die Grünen, die Linke, FDP und die SPD auch. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Und schließlich sind 29 Jahre ununterbrochene politische Führung vielleicht auch mal genug. Zeit für einen Wechsel, Zeit für frische Ideen, Zeit für frische Köpfe, Zeit für eine andere politische Konstellation – genau das ist doch der Wert unserer Demokratie, wir haben die Wahl!

    Ich sehe aber ein anderes Thema am Horizont. Stell Dir vor im September 2019 erzielt die AFD in Sachsen die Mehrheit. Nachdem alle anderen Parteien die AFD zuvor verteufelt haben scheint mir – aus heutiger Sicht – eine Regierungsbildung in Sachsen nicht möglich. DAS ist undemokratisch und brandgefährlich!

    • stefanolix sagt:

      Ich frage mich pragmatisch: Was wäre die Alternative zur Sachsen-CDU? Das Bündnis #R2G ist es schon mal zahlenmäßig nicht, zumal ja noch in Frage steht, ob die Grünen überhaupt wieder in den Landtag kommen. Selbst wenn, hätte #R2G vermutlich keine Mehrheit. Und über Inhalte oder Personen haben wir da noch gar nicht geredet.

      Verstehe mich bitte nicht falsch: Die SPD ist eine urdemokratische Partei, der ich eine bessere Führung und eine Reform von Herzen wünsche. Einfach für demokratische Konkurrenz. Man sieht ja, wie sehr im Bund Konkurrenz fehlt. Aber sie ist schon im Bund nicht überzeugend und in Sachsen läuft sie Gefahr, auf dem vierten Platz in den Landtag zukommen. Die SPD hat in Sachsen einfach keine Basis. #R2G also unter Führung der Linkspartei? Nein, danke.

      Es ist zutreffend, dass Kretschmer seinen Wahlkreis verloren hat. Es ist aber auch zutreffend, dass er ihn gegen einen mächtigen Bundestrend verloren hat. Die östlichste Ecke Sachsens wollte dagegen protestieren, dass sie in vielerlei Hinsicht abgehängt wurde. Das ist legitim. Aber: Ich habe eine Rede des Gewinners dieses Wahlkreises im Bundestag gehört und ich kann nur sagen: Anders herum wäre es besser ausgegangen. Da ist ein wertvoller Sitz Sachsens im Bundestag einfach mal fehlbesetzt.

      Was Kretschmer anders macht, ist erst mal das Zuhören – aber das ist schon viel. Wann hat sich zum letzten Mal ein Ministerpräsident samt Staatsbürokraten dem Volk gestellt? Messen wir ihn an den Leistungen im Sommer 2019.

      • Thomas sagt:

        Mächtiger Bundestrend? Bei 12,5%? Bei dem politischen Gegenwind für die AFD?

        Ja, der SPD hätte ich ein anderes Schicksal gewünscht, zumal Sie ihren Anfang in Sachsen und Thüringen genommen hat. Außerdem glaube ich, die SPD wird im Augenblick schlechter geredet als sie ist. Insofern wird sie sich sicherlich bundesweit auch wieder erholen, von 15 auf 18%, von 18 auf 20% aber eine ernstzunehmende wählbare politische Kraft wird sie nach meinem Dafürhalten nie mehr werden. Wer seinen Wahlkampf auf einer Lüge aufbaut (Genderpaygap), hat sich in meinen Augen disqualifiziert. Die Menschen spüren das, auch ohne das sie es „wissen“.

        Was die politischen Optionen für Sachsen angeht, teile ich Deine Einschätzung, es sieht düster aus. Aber für sich in Anspruch zu nehmen alternativlos zu sein, hielte ich für den falschen Angang der CDU in Sachsen.

        Vielmehr sollten wir uns alle darauf einnrichten, dass gegen die AFD in Sachsen schwer zu regieren sein wird. Das ist Demokratie.

      • stefanolix sagt:

        Mein Ausdruck war unpräzise. Ich meinte einen mächtigen EINFLUSS der Bundespolitik und will es kurz erklären: Seit Jahren werden die Wahlkreise um Görlitz, Löbau, Zittau von der Bundes- und teilweise auch Landespolitik quasi abgehängt. Wer sich mit Leuten aus diesen Gegenden unterhält, spürt verletzten Stolz und Widerstand.

        Beispiel: Nach der Grenzöffnung stieg die Kriminalität, während die Bundespolizei abgezogen wurde. Gleichzeitig sank aber auch die Zahl der Polizisten des Freistaats Sachsen. Inzwischen hat man über Jahre gegengesteuert und man sieht die ersten Ergebnisse. Nach personellen Verbesserungen und aufgrund der Kooperation mit Polen und Tschechien ist die Situation besser geworden. Was weiterhin zu verbessern ist, wird heute offener kommuniziert.

        Ich habe auch der CDU keinen Anspruch auf Alternativlosigkeit zugestanden – das wäre undemokratisch. Aber: die anderen Parteien sind so schlecht aufgestellt, dass sie sich erst mal entwickeln müssten.

        Und jetzt kommst Du mit dem Argument, die AfD werde so stark werden, dass gegen sie nicht regiert werden könne. Ich halte entgegen: Die AfD wird im Landtag stärker werden, aber dann wird sich die jetzige Koalition eben ausdehnen (etwa mit FDP oder Grünen, je nachdem, wer in den Landtag einzieht).

        Die AfD in Sachsen ist kein Landesverband, mit dem man koalieren könnte. Sie ist besonders nahe an Pegida und besonders weit weg von gemäßigten Ansätzen, die es anderswo in der AfD noch geben soll. Das sieht man ja an den Austritten der Frau Petry und ihrer Verbündeten. Wenn ich also zwischen den Optionen »sächsische radikalisierte AfD« und »allmählich reformierte CDU« wählen kann, ist meine Entscheidung relativ klar.

  3. TangoZulu sagt:

    Hallo Stefanolix, das Buch von Herrn Grau habe ich nicht gelesen, aber aus Deiner Überlieferung gewinne ich den Eindruck, dass das „Hypermoral“-Gedankegebäude auf verallgemeinerten Annahmen fußt.
    Ich kann das hier nicht substantiiert erörtern, möchte meinen Eindruck aber an einem Schlaglicht festmachen:
    „Köhler musste nicht zurücktreten, weil ihm eine fehlerhafte Aussage nachgewiesen worden wäre. Köhler musste zurücktreten, weil seine sachlich richtige Aussage als unmoralisch und unsagbar eingestuft wurde.“
    Bundespräsident Köhler m u s s t e gar nicht zurücktreten. Er hat sich damals – zur Überraschung vieler – e n t s c h i e d e n, zurückzutreten. Zur Begründung sagte er wörtlich: „Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen.“
    Diese dezidierte Kritik war (in Teilen des politischen Spektrums) indes nicht ohne Rechtfertigung erhoben worden. Köhler hatte gesagt: „Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“
    Die Kritiker interpretierten das Zitat so, dass der Bundespräsident einen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung der Handelswege auch unabhängig von einem UN-Mandat befürworte. Sicher eine sehr zugespitzte Interpretation, aber semantisch nicht abwegig und im politischen Diskurs zur Klärung von Standpunkten auch nicht unüblich. Mit dieser Interpretation hätte Köhler sich aber in Widerspruch zum einschlägigen Bundesverfassungsgerichtsurteil von 1994 begeben, was aus dem Munde des Staatsoberhauptes naheliegenderweise Aufmerksamkeit und Kritik hervorrief.
    Diese Kritik in seiner Rücktrittserklärung als illegitim darzustellen, zeugt m.E. eher von einer restriktiven Haltung des früheren Bundespräsidenten zur Meinungsfreiheit (bzw. Individueller Empfindlichkeit), als von einer „Hypermoral“ seiner Kritiker. Wie die Debatte weitergegangen wäre, bleibt offen, weil der Bundespräsident ja unmittelbar nach ihrem Einsetzen zurücktrat. Was ihm wiederum auch konservative Kritiker vorgeworfen haben.
    Kurzum: Schon die Annahme, Köhler habe als Bundespräsident zurücktreten müssen, trifft aus meiner Sicht nicht zu.
    Grüße TZ

    • stefanolix sagt:

      Zu den tatsächlichen Ursachen des Rücktritts kann ich natürlich als Außenstehender nur das sagen, was ich sehen konnte: Es fehlte nach meiner Erinnerung eine wirksame Rückendeckung aus den wichtigen Positionen der Parteien und der Regierung. Und dazu kam eine gewisse Dünnhäutigkeit Köhlers.

      Worum es Alexander Grau aber geht: Die Frage wurde damals gar nicht mehr inhaltlich, juristisch oder militärstrategisch diskutiert. Diese »Zuspitzung« war höchst unfair. Köhler wurde auf der moralischen Ebene mit einem »Das sagt man nicht!« abgefertigt und zum Teil als eine Art Kriegstreiber hingestellt. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass auch völlig legitime und allseits abgesicherte Missionen deutsche Interessen sichern können, man denke etwa an den Einsatz der Bundeswehr im Kosovo.

      • TangoZulu sagt:

        Genau das sehe ich eben anders. Die zugespitzte Kritik strapazierte einen möglichen Dissens zwischen zwei Verfassungsorganen, dem Bundespräsidenten und dem Bundesverfassungsgericht.
        Darum ging es im Kern bzw. mit diesem Gesichtspunkt (Einsatz ohne UN-Mandat) hätte Köhler sich ggf. angreifbar gemacht. Das herauszuarbeiten, ist politischer Diskurs. Mir ging es aber vor allem um die vermeintliche Zwangsläufigkeit, weil der Bundespräsident eben nicht hatte zurücktreten „müssen“. Und demzufolge sein Rücltritt auch nicht ursächlich mit „Hypermoral“ in Verbindung zu bringen ist.

      • stefanolix sagt:

        Der Rücktritt ist nicht Folge der Hypermoral. Es gibt da keine Ursache-Wirkungs-Beziehung.

        Aber die Art der Kritik in vielen Medien an Köhlers Äußerungen ist m. E. ein Beispiel für das Wirken der Hypermoral. Linkspartei und Grüne hatten Köhler ja sogar unterstellt, er wolle Wirtschaftskriege führen.

        Ergänzung: Und es ist ja auch nur ein Beispiel unter vielen.

  4. Beobachter sagt:

    Klar, man kann sich eine rosarote Brille aufsetzen. Kann man machen.
    Aber warum?

    Kretschmer verbreitet schon monatelang, dass er ein neuer Politikertypus wäre und einen neuen Politikstil einführt. Leider crasht dieses Bild schon nach der ersten Plausibilitätsprüfung.

    Was hat sich denn geändert seit der Tillich-Zeit?

    Zur Tillich-Zeit wurden Abweichler zusammengeschlagen. Zur Kretschmer-Zeit geht das so weiter.

    Zur Tillich-Zeit haben die Behörden systematisch die Bestrafung der Verbrecher vereitelt. Zur Kretschmer-Zeit geht das so weiter.

    Zur Tillich-Zeit wurde die übelste Propaganda, für die nicht mal die schmerzbefreiten Professoren ihren Namen hergeben wollten, von den GONGOs produziert, vorzugsweise vom Obskurantenverein Kulturbüro. Zur Kretschmer-Zeit geht das so weiter.

    Zur Tillich-Zeit haben die Statistik-Clowns absurde Statistiken produziert. Zur Kretschmer-Zeit geht das so weiter (man lese die heutigen Veröffentlichungen „Dresden ist Hochburg rechter Straftaten“).

    Wir können alles durchdeklinieren, es kommt immer raus dass Kretschmer ein Tillich-Klon ist. Und seine Aktion folgenloses Schwafeln ist nun wirklich keiner Beachtung wert. Das haben schon die SED-Fuzzis („in die Betriebe gehen“) praktiziert, insoweit kann man sagen: Im Osten nichts Neues.

    • stefanolix sagt:

      Ich möchte doch der Meinung entgegentreten, dass die sächsischen Ministerpräsidenten in irgendeiner Form das Zusammenschlagen befürworten oder auch nur dulden. Feige vermummte Täter überfallen jemanden zu dritt oder zu viert, schlagen meist ohne Zeugen zu, verschwinden wieder. Das gilt übrigens für Rechts- wie Linksextreme.

      Und man muss die Zeitungsmeldungen nicht unbedingt mit der CDU-Politik vermischen. Zeitungen skandalisieren Dinge, weil sie es für ihre Auflagen brauchen.

      • Beobachter sagt:

        Doch, Stefanolix, sie dulden. Und durch die jahrelange konsequente Duldung haben sie die Verbrecher ermutigt.
        Eine Strafverfolgung gegen linke Täter findet faktisch nicht statt.

        Gewalt durch Rechtsextreme würde ich genauso missbilligen, wenn es ernsthaft welche gäbe. Es gibt aber faktische keine, wie das maßlose Aufblasen der „Terrorgruppe Freital“ zeigt.

      • stefanolix sagt:

        Bevor man linke Täter verurteilen kann, muss man sie festnehmen und Beweise sichern. Wenn ich an den Gewaltexzess 2011 denke: Da hatte die Polizei mit Selbstverteidigung zu tun. Weder die Rädelsführer noch die Gewalttäter konnte man richtig verfolgen, weil schlicht die Beweissicherung nicht möglich war.

        Wie ist es heute? Polizeiwachen werden nachts überfallen, Autos unbemerkt angezündet etc. Ich sehe die Probleme, die der Rechtsstaat hat. Ich unterstelle ihm aber kein Wegschauen, sondern es fehlt schlicht an Personal und technischen Mitteln.

      • Apodikt sagt:

        sondern es fehlt schlicht an Personal und technischen Mitteln

        Wo kann ich das nachlesen?

      • stefanolix sagt:

        Lesen Sie einfach Berichte nach Überfällen der Linksextremisten in Leipzig auf Polizisten nach: Es gab nie genügend Einsatzkräfte, um die Täter dingfest zu machen. Etwa wenn Linksextremisten eine Polizeiwache in Leipzig mit Wurfgeschossen angreifen, Polizisten in Lebensgefahr bringen … und dann keine Verfolgung möglich ist.

      • Apodikt sagt:

        Danke.
        Mir ging es um einen anderen Aspekt.
        Wenn der Staat generell finanziell und personell auf dem letzten Loch pfeifen würde, wäre die Erklärung plausibel.
        Doch genau diese Voraussetzung fehlt.

        Wie kommt es, dass für den Krampf gegen Rechts die Mittel faktisch unbegrenzt sind, während ein Kampf gegen Links nicht mal ausgerufen, geschweige denn geführt wird?

        Warum jubeln die Dresden zur „Hochburg rechter Straftaten“ hoch, während die tatsächliche Plage der linken Gewalt allenfalls emotionslos unter ferner liefen kommt.
        http://www.sz-online.de/nachrichten/dresden-ist-hochburg-rechter-straftaten-3905252.html

        Gerade haben die die schon mal ausgepresste Zitrone „Terrorgruppe Freital“ noch mal ausgepresst.
        http://www.sz-online.de/sachsen/razzia-bei-weiteren-mitgliedern-der-gruppe-freital-3907073.html
        Wie kommt es, dass für diese Sinnlosaktion ausreichend Geld und Personal vorhanden ist, während für die Bekämpfung des flächendeckenden Linksterrorismus nur ein paar Brosamen übrig sind?

        Warum verballert der deutsche Staat für zivilgesellschaftliche Projekte gegen Rechte hunderte Millionen, während für den Kampf gegen Links gerade mal so viel ausgegeben wird, um die „gar nichts“-Beschwerde zurückzuweisen?

        Was ist der Grund, dass der Repressionsapparat gegen alles was nicht links ist mit maßlos überzogenem Eifer agiert, und gleichzeitig gegen die tatsächliche Plage der linken Kriminalität gerade mal so viel tut wie nötig ist den Vorwurf der Untätigkeit abzuwehren?

        Warum ist Kretschmer nicht mal bereit, den Linksterroristen den Geldhahn zuzudrehen, obwohl dies ohne finanziellen (im Gegenteil) und personellen Aufwand möglich wäre?

      • Demonstrant sagt:

        Es gab nie genügend Einsatzkräfte, um die Täter dingfest zu machen.

        Was zur Frage führt, warum es bei allen Fällen linker Gewalt vorhersehbar jedesmal nicht genügend Einsatzkräfte gibt, um die Täter dingfest zu machen.

        Davon abgesehen, ich würde auch gern wissen wo ich nachlesen kann, dass die Verantwortlichen (Minister, Oberstaatsanwälte, Polizeidirektoren) je erklärt hätten, dass linke Gewalttäter nicht bestraft werden, weil es nicht genügend Einsatzkräfte gibt. Es interessiert mich wirklich.

      • Demonstrant sagt:

        SZ 12.01.2012, Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextreme
        Mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion in vier Bundesländern ist die Polizei am Donnerstag gegen mutmaßliche Rechtsextreme vorgegangen. 41 Beschuldigten wird vorgeworfen, sich im September vermummt an einer nicht genehmigten Demonstration der rechten Szene in Stolpen … beteiligt zu haben. …
        Durchsucht wurden Wohnungen und andere Räumlichkeiten wie Garagen und Verschläge in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.
        Die Ermittlungen richten sich gegen 28 Verdächtige aus ganz Sachsen, gegen 11 Verdächtige aus Brandenburg

        MDR 21.06.2017, Hausdurchsuchungen wegen Hasspostings in Leipzig und Werdau
        Polizei und Justiz haben am Dienstag in Sachsen die Wohnungen von drei Verdächtigen durchsucht. Den Angaben zufolge sollen die Männer im Alter von 17, 49 und 55 Jahren im Internet mit sogenannten Hasspostings Volksverhetzungen begangen bzw. zu Straftaten aufgefordert haben. Bei den Durchsuchungen, die zeitgleich um 6 Uhr in Leipzig und im Bereich Werdau stattfanden, wurden mehrere Datenträger, ein Mobiltelefon und Computertechnik sichergestellt.

        Wer mit Kanonen auf Spatzen schießt, kann hinterher schlecht sagen, dass er keine Kanonen hat.
        Deshalb machen die das auch nicht. Die sagen gar nichts zur Frage, warum die Linken Gewalttäter nicht bestraft werden.

      • Werwohlf sagt:

        Wir können die „Diskussion“ hier abbrechen. Es bringt nichts. Ich kürze deswegen mal ab:

        Ja, es steckt eine Verschwörung hinter allem. Es ist die einzige logische Erklärung. Für alle anderen wären Beweise zu erbringen. Sch.. auf die Bartpflegeinstrumente mittelalterlicher Scholasten.

        Der Staat, und insbesondere der sächsische, will natürlich nichts gegen Linksextreme unternehmen und geht nur gegen harmlose Rechte vor, denn Rechtsextreme gibt es ja nicht. Warum er das tut, wissen wir nicht genau. Vermutlich führen Spuren zur Ostküste der USA.

        So zufrieden, Leute?

      • Demonstrant sagt:

        “Wir können die „Diskussion“ hier abbrechen.“

        Aber warum denn? Jetzt wird es doch erst richtig lustig.

        “Es bringt nichts. Ich kürze deswegen mal ab:

        Aber gerne doch

        “Ja, es steckt eine Verschwörung hinter allem.“

        Oh, da bin ich aber gespannt, welche das ist.

        “Es ist die einzige logische Erklärung. Für alle anderen wären Beweise zu erbringen. Sch.. auf die Bartpflegeinstrumente mittelalterlicher Scholasten.“

        Äääh … ah ja.

        Der Staat, und insbesondere der sächsische, will natürlich nichts gegen Linksextreme unternehmen“

        Ja, ist leider so. Außer ein paar Alibi-Aktivitäten passiert nichts. Oder habe ich was übersehen?

        “und geht nur gegen harmlose Rechte vor, denn Rechtsextreme gibt es ja nicht.

        Und noch mal: Ääääh … ah ja.

        “Warum er das tut, wissen wir nicht genau.

        Danke. Wieder was dazugelernt.

        “Vermutlich führen Spuren zur Ostküste der USA.

        Verleumden geht immer. Aber was rede ich, das gehört ja zum kleinen Einmaleins der Antifa.

        So zufrieden, Leute?“

        Aber ja.
        Ich habe sehr gelacht. Bitte mehr davon.

      • Beobachter sagt:

        “Feige vermummte Täter überfallen jemanden zu dritt oder zu viert, schlagen meist ohne Zeugen zu, verschwinden wieder.

        Morgen in Ostritz wird alles anders.
        Da werden keine feigen, sondern couragierte Täter zuschlagen.
        Nicht überraschend, sondern mit Ansage.
        Nicht zu dritt oder viert, sondern ganze Herden.
        Nicht ohne Zeugen, sondern unter den Augen von tausenden Polizeibeamten.
        Die Täter verschwinden nicht sofort wieder, sondern die bleiben am Tatort – um an diesem Tag so viel wie nur möglich Gewaltstraftaten zu begehen.

        Für mich am meisten erschreckend ist die Vorhersagbarkeit.
        Die friedlich-hypermoralischen werden die üblichen Gewaltorgien aufziehen – im Gegenzug werden Kretschmer und seine Propagandakapos das Lügenmärchen von der rechten Gewalt erzählen.

        Genauso vorhersagbar, dass die Strafverfolgungsbehörden (was anderes können sich die Polizeidirektoren gar nicht mehr vorstellen) systematisch die Bestrafung der Verbrecher vereiteln.

        Man kann gar nicht so viel essen wie man …

      • Beobachter sagt:

        Nein, es ärgert mich nicht, wenn ich mit meiner Prognose falsch gelegen habe. Im Gegenteil.
        Man könnte glauben, AfD wirkt.
        Mal sehen, wie das weitergeht.

      • Beobachter sagt:

        Mal sehen, wie das weitergeht.“

        Leider war es keine Trendwende.

        Die Kretschmer-Kommandos haben das Haus von MdL Karin Wilke mit schwarzer Farbe beschmiert.
        Und das Bürgerbüro von MdL Urban haben die ebenfalls angegriffen und beschädigt.
        Edeldemokraten, diese AfD-Gegner.

        Nun wage ich … nein, das ist kein Wagnis.
        Ich erkläre, dass in beiden Fällen die Täter nicht bestraft werden.
        Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das Kretschmer die Bestrafung seiner Verbrecherbande zulassen würde.

        PS
        Ich würde mich sehr freuen wenn diese Prognose durch die Praxis widerlegt würde.

    • Werwohlf sagt:

      Na los, werter Demonstrant, dann mal Butter bei die Fische: Wer steckt dann hinter der Verschwörung? Bielefeld? Aliens? Die UNO und die EU, die uns alle „umvolken“ wollen? Sprich dich aus, statt nur rumzuraunen,

      • Demonstrant sagt:

        Ich nehme es ihm nicht übel. @Werwohlf hat seinen Propagandaauftrag zu erfüllen. Davon lebt er, was soll er sonst machen?

        Gestern hat er über „Ostküste der USA“ schwadroniert.
        Heute kommt er mit
        – Verschwörung
        – Bielefeld
        – Aliens
        – UNO
        – EU.

        Mal sehen, was er morgen bringt. Es bleibt spannend.

      • Werwohlf sagt:

        „Propagandaauftrag erfüllen“? Was ich schon immer wissen wollte: Tut Paranoia eigentlich weh?

      • UweR sagt:

        Als sie die Bielefelder holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Bielefelder.
        Als sie die Ostküstianer einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Ostküstianer.
        Als sie die Aliens holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Alien.
        Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

      • Dirk sagt:

        Ich möchte um Sachlichkeit bitten.

        Seien wir realistisch, die meisten verdrücken einfach und nehmen dummes Pulver.
        Die tun so, als würden die es nicht sehen.
        Die sagen dann „Ostküste – wo liegt das?“ oder „Aliens sind ein Hirngespinst“ oder „Bielefeld ist nur eine Idee“.

        Werwohlf ist nicht so einer. Der heult nicht im Rudel der Wölfe, der hält sich couragiert mitten im Mainstream. Der redet wo andere schweigen, der packt auch heiße Eisen an, die Ostküste, Aliens und Bielfeld.
        Dafür vielen Dank. Weiter so!

      • stefanolix sagt:

        Ich kenne Werwohlf [auch aus anderen Blog-Umgebungen und Diskussionen] schon sehr lange. Wenn es eine Gruppe von Menschen im Netz gibt, die es sich nicht leicht machen, dann gehört er dazu.

      • Werwohlf sagt:

        Danke, stefanolix, aber mich belustigt das eher. Für die einen Nazi, für die anderen Antifa – das sagt mehr über die aus, die sowas absondern, als über mich. Leider blieb es ja inhaltlich beim Geraune, aber alles andere hätte mich auch überrascht.

      • Beobachter sagt:

        “Wenn es eine Gruppe von Menschen im Netz gibt, die es sich nicht leicht machen, dann gehört er dazu.“

        Da wird es ja nicht mehr lange dauern, bis er eine Erklärung für seine Verschwörungstheorie bringt. Ob da mehr kommt als Aliens, Bielefeld, UNO oder Ostküste?

    • Demonstrant sagt:

      „Zur Kretschmer-Zeit geht das so weiter.“

      Diesmal haben die das Haus von Jörg Urban angegriffen.
      Ob Kretschmer eine Strafverfolgung gegen die Täter zulässt?
      Schaun mer mal.

      • Maik G sagt:

        „Ob Kretschmer eine Strafverfolgung gegen die Täter zulässt?“

        Sicher nicht, zumal ja jetzt der beste und einzige Mann mit richtiger Gesinnung im LKA weggelobt werden wird. Ich sehe jedenfalls schwarz für Sachsen, das riecht doch alles nach abgekartetem Spiel! Der LKA-Mitarbeiter war sicher von der Terrorantifa lange als Opfer auserkoren, auf seinen kleinen Fehltritt haben die auf Anweisung von Kretschmer nur gewartet. Der Rest der Polizei ist doch längst fest auf linksgrüner Seite, kann man immer wieder sehen!

    • Beobachter sagt:

      … vorzugsweise vom Obskurantenverein Kulturbüro. Zur Kretschmer-Zeit geht das so weiter.

      http://www.sz-online.de/nachrichten/sie-muessen-nicht-rekrutieren-die-laufen-denen-zu-4017087.html

  5. Dirk sagt:

    “Michael Kretschmer zieht zur Zeit durch Sachsen, hört den Menschen zu

    Die SZ *) brachte gestern, wie seine Zuhören-Show abläuft:
    Die klassischen Themen der AfD, an diesem Abend kommen sie nicht vor. … Es geht um Infrastruktur und Nahverkehr, um Ärztemangel und Kindergärten. Von Flüchtlingen oder einer angeblichen Überfremdung spricht niemand.

    War in der ersten DDR auch so. Da wurde auch viel diskutiert über alles Mögliche, nur die Tabu-Themen (damals MfS, politische Justiz, innerdeutsche Grenze, Freundschaft zur Sowjetunion) kamen nicht vor. Und heute geht das so weiter.

    *)
    Weil der WordPress-Filter unberechenbar ist, keinen Link. Wer es nachlesen will googelt bitte nach
    Kretschmer „Der Greifbare“

    • stefanolix sagt:

      Die Sächsische Zeitung hat sich in Sachen Kretschmer einige unfaire Dinge geleistet. Beispiel:

      »Die Stimmungskanone: 100 Tage ist Michael Kretschmer im Amt. Wie ein Wanderprediger der guten Laune zieht er durchs Land …«

      Tatsache ist doch auch, dass die o. g. Themen den Leuten gerade in ländlichen Gebieten ganz akut auf den Nägeln brennen (zusätzlich sicher Straßensanierung und lokale Probleme). In ländlichen Gebieten gibt es in Sachsen kaum Asylbewerber oder subsidiär Schutzberechtigte.

      • Apodikt sagt:

        In ländlichen Gebieten gibt es in Sachsen kaum Asylbewerber oder subsidiär Schutzberechtigte.

        Was sind „ländliche Gebiete“?
        Gehören Bautzen und Görlitz auch dazu?

      • stefanolix sagt:

        Das ist im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gemeint, also wie viele Asylbewerber + Subsidiär Schutzbedürftige auf 1.000 Einwohner kommen. Diese Verhältniszahl ist in ländlichen Gebieten Sachsens sehr klein, in Kreisstädten wie Görlitz oder Bautzen immer noch klein, in Dresden und Leipzig höher und in Berlin oder westlichen Großstädten am größten.

      • Werwohlf sagt:

        Der Punkz ist auch: Sie begehen ihre Straftaten in der Regel aus einem Pulk von Gesinnungsgenossen heraus, man könnte auch „Komplizen“ sagen, was für eine Verfolgung dann stärkere Polizeikräfte erfordert. So viele Gewaltaffine bringen die Rechtsextremen nur selten zusammen, die Linksextremen aber regelmäßig.

      • Apodikt sagt:

        Sieht so aus, als wenn sich die Unterstränge verknoten …

        “Sie begehen ihre Straftaten in der Regel aus einem Pulk von Gesinnungsgenossen heraus, man könnte auch „Komplizen“ sagen, was für eine Verfolgung dann stärkere Polizeikräfte erfordert.

        So ist es.
        Bleibt die Frage, wo kann ich nachlesen, dass der Grund für die Nichtbestrafung der Linksterroristen der Mangel an Kräften und Mitteln ist.
        Wo steht das?

        Und wo kann man nachlesen, wie die Landesregierung diesen Mangel zu beheben gedenkt?
        Dabei wäre es ganz einfach.
        Wer hindert die Landesregierung, die Steuergelder nicht mehr für die Finanzierung der Linksterrorismus auszugeben, sondern für den Kampf dagegen?

      • Michael_DD sagt:

        Wo kein Wille ist

        Apodikt sagt:

        Werwohlf sagt: Sie begehen ihre Straftaten in der Regel aus einem Pulk von Gesinnungsgenossen heraus, man könnte auch „Komplizen“ sagen, was für eine Verfolgung dann stärkere Polizeikräfte erfordert.

        So ist es.
        Bleibt die Frage, wo kann ich nachlesen, dass der Grund für die Nichtbestrafung der Linksterroristen der Mangel an Kräften und Mitteln ist.
        Wo steht das?

        Ein Mangel an Kräften und Mitteln ist es eher nicht, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Z.B. hier und da. Oder: Heute lese ich in der Zeitung von einer Razzia der GSG9 und dem Mobilen Einsatzkommando der Polizei (MEK) gegen 8 Reichsbürger. Das sind die Spinner, welche den Behörden Ärger bereiten, aber eher selten Häuser besetzen, Autos anzünden oder Steine auf Polizisten werfen.
        Apropos Wille, vielleicht liegt es daran.
        2014 stellte Familienministerin Manuela Schwesig fest : „Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“, hat Programme gegen Linksextremismus gestrichen und 100Mio für den Kampf gegen Rechts bekommen.
        2017 schrieb Justizminister Heiko Maas in seinem Bestseller: „Doch während bei den Linksradikalen klar war, dass es sich um eine randständige und zumindest politisch nicht bedrohliche Bewegung handelte, schienen die Rechtspopulisten gesellschaftlich auf dem Vormarsch zu sein.“

      • Michael_DD sagt:

        Wo kein Wille ist

        Apodikt sagt:

        Werwohlf sagt: Sie begehen ihre Straftaten in der Regel aus einem Pulk von Gesinnungsgenossen heraus, man könnte auch „Komplizen“ sagen, was für eine Verfolgung dann stärkere Polizeikräfte erfordert.

        So ist es.
        Bleibt die Frage, wo kann ich nachlesen, dass der Grund für die Nichtbestrafung der Linksterroristen der Mangel an Kräften und Mitteln ist.
        Wo steht das?

        Ein Mangel an Kräften und Mitteln ist es eher nicht, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Z.B. stürmten 2009 SEK-Beamte Häuser Albaner-Clans in Duisburg und Essen
        und 2016 nahmen 200 Beamte, darunter die GSG9, fünf Verdächtige der Gruppe Freital fest. Oder: Am 9.4.2018 las ich in der Zeitung von einer Razzia der GSG9 und dem Mobilen Einsatzkommando der Polizei (MEK) gegen 8 Reichsbürger. Das sind die Spinner, welche den Behörden Ärger bereiten, aber eher selten Häuser besetzen, Autos anzünden oder Steine auf Polizisten werfen.
        Apropos Wille, vielleicht liegt es daran.
        2014 stellte Familienministerin Manuela Schwesig fest “Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“, strich Programme gegen Linksextremismus und erhielt 100 Mio € für den Kampf gegen Rechts.
        2017 schrieb Justizminister Heiko Maas in einem Buch mit dem Titel „Aufstehen statt Wegducken – Eine Strategie gegen Rechts“, erschienen im Mai 2017:

        Doch während bei den Linksradikalen klar war, dass es sich um eine randständige und zumindest politisch nicht bedrohliche Bewegung handelte, schienen die Rechtspopulisten gesellschaftlich auf dem Vormarsch zu sein.

        Als hätte es die RAF nie gegeben, welche seinerzeit einen ganzen Staat aufmischte. Erinnert sei noch an die Randale der Blockupy 2015 in Frankfurt aM, die jährlichen Gewalt zum 1.Mai in Berlin, ausgehend von besetzten Häusern und an die zahlreichen Überfälle auf die Polizeistation in Leipzig-Connewitz. Wie weit daneben Herr Maas mit seiner Einschätzung liegt zeigte sich in Hamburg, 2 Monate nach dem Erscheinen seines Bestsellers, bei den besten organisierten Randalen zum G20-Gipfel.

      • Demonstrant sagt:

        Wo kein Wille ist

        Sachsen hält sich für die Bekämpfung des politischen Extremismus ein Operatives Abwehrzentrum (OAZ), das mit 120 Beamten ausgestattet ist.
        Einhundertzwanzig, mehr geht ja nun wirklich nicht.
        Die Einhundertzwanzig zeigt, dass es nicht am Mangel an Kräften und Mitteln liegt, wenn die auf dem Spielfeld Linksterrorismus eine nur mit Mühe von Null zu unterscheidende Aufklärungsrate realisieren.

        Dummheit kommt als Ursache auch nicht in Frage. Andernfalls wäre eine Erklärung fällig, warum der unselige PD Merbitz noch nicht in die Wüste geschickt wurde.

        Es stimmt auch nicht, dass die den ganzen Tag gar nichts machen.
        Die sind alltäglich intensiv auf der Suche nach „Rechter Gewalt“®. Weil es dieses halluzinierte Phänomen in der Praxis de facto leider nicht gibt, stürzen die sich auf Nebensachen.
        Wie den meisten bekannt, hatte Christian Reißer einen Teil der Ermittlungsakten zum NSU-Fake geleakt. Das ist ein rechtsextremistisches Schwerverbrechen gem. §353d) StGB, weshalb das OAZ mit der Zeugenvernehmung beauftragt wurde.
        Mit solchen Phantomdelikten werden die Beamten lahmgelegt, damit nur ja keine Kapazitäten für die Verfolgung der linken Schläger und Brandstifter verbleiben.

        So viel zur Lage in Buntschland. Jetzt überlassen wir das Feld wieder dem Werwohlf, samt seiner Ostküsten, Aliens und Bielefelds.

      • Demonstrant sagt:

        Wo kein Wille ist

        Sachsen hält sich für die Bekämpfung des politischen Extremismus ein Operatives Abwehrzentrum (OAZ), das mit 120 Beamten ausgestattet ist.
        Einhundertzwanzig, mehr geht ja nun wirklich nicht.
        Die Einhundertzwanzig zeigt auch, dass es nicht am Mangel an Kräften und Mitteln liegt, wenn die auf dem Spielfeld Linksterrorismus eine nur mit Mühe von Null zu unterscheidende Aufklärungsrate realisieren.

        Dummheit kommt als Ursache auch nicht in Frage. Andernfalls wäre eine Erklärung fällig, warum der unselige PD Merbitz noch nicht in die Wüste geschickt wurde.

        Es stimmt auch nicht, dass die den ganzen Tag gar nichts machen.
        Die sind alltäglich intensiv auf der Suche nach „Rechter Gewalt“®. Weil es dieses halluzinierte Phänomen in der Praxis de facto leider nicht gibt, stürzen die sich auf Nebensachen.
        Wie den meisten bekannt, hatte Christian Reißer einen Teil der Ermittlungsakten zum NSU-Fake geleakt. Das ist ein rechtsextremistisches Schwerverbrechen gem. §353d) StGB, weshalb das OAZ mit der Zeugenvernehmung beauftragt wurde.
        Mit solchen Phantomdelikten werden die Beamten lahmgelegt, damit nur ja keine Kapazitäten für die Verfolgung der linken Schläger und Brandstifter verbleiben.

        So viel zur Lage in Buntschland. Jetzt überlassen wir das Feld wieder dem Werwohlf, samt seiner Ostküsten, Aliens und Bielefelds.

  6. Thomas sagt:

    @Stefanolix

    „… dann wird sich die jetzige Koalition eben ausdehnen.“ „…. eine sächsische radikalisierte AFD…“

    Solche Sätze erschrecken mich, denn sie bauen geistige Mauern, sie zeugen von einem wir-gegen-die-Denken und zur Idee von der Achse des Bösen, eines G.W.Busch – die man natürlich mit allen Mitteln bekämpfen muss – ist es dann nicht mehr weit.

    Das ist nicht gut!!! Zur Bundestagswahl haben sich etwa ein Drittel der sächsischen Wählerinnen und Wähler für die AFD entschieden – aus welchen Gründen auch immer. Es ist ihr demokratisches Recht. Und alle, die an die Demokratie glauben sollten dafür eintreten, dass das auch in Zukunft möglich bleibt.

    Diese Menschen jetzt so zu stigmatisieren, halte ich für den Sündenfall! Ja, mir macht die AFD in ihrer Radikalität auch manchmal ein bisschen „Angst“ aber anders als bei DVU, NPD oder Republikanern bin ich überzeugt, dass sich diese Partei fest auf dem Grundgesetz bewegt.

    Deswegen: Demokratie wagen! … auch wenn es vielleicht nicht die eigene politische Präferenz trifft.

    • stefanolix sagt:

      Demokratie ist (auch) ein Wettbewerb. Ich lasse keinen Zweifel daran, dass die AfD eine völlig legitime politische Partei ist. Das ist die SED-Nachfolgerin Linkspartei auch. Und ich würde niemals die Wähler der beiden Parteien abwerten.

      Aber beide Parteien (Linke wie AfD) möchte ich persönlich nicht in der Regierung des Freistaats Sachsen sehen.

      Bei der Bundestagswahl wurde m. E. von vielen Wählern ein Protest gegen die Politik der Bundesregierung vorgetragen, was auch völlig legitim ist. In Sachsen geht es aber um die Gestaltung unserer näheren Heimat und da hoffe ich, dass sich viele AfD-Wähler anschauen, wer am meisten bewegen kann.

  7. Demonstrant sagt:

    Über Hühner und Eier wurde schon genug geredet. Heute fragen wir, ob die Hypermoral zuerst da war oder die Lust am Totalitarismus.

    Es ist ja nicht nur so, dass die Hypermoralischen verbal extrem überschwingen. Das ganze beruht auch vorwiegend auf Zwiedenken und die Doppelstandards.
    Wenn sich die Hypermoralisten hypermoralisch oder wenigstens einfach moralisch verhalten würden, wäre diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Doch zum Glück (oder auch nicht) machen die es uns leicht.

    Beispielhaft nehme man unseren Hilbert. Jeder kann nachlesen, mit welcher Inbrunst der gegen Andersdenkende hetzt. Kann sich jemand daran erinnern, dass der die Gewalttaten seiner GenossInnen oder die Morde der *unaussprechlichen* ernsthaft missbilligt hätte?

    Oder nehmen wir Remember Khaled, den ersten Pegida-Toten.
    Im Netz finden sich immer noch genügend Einträge (z.B. Wikipedia) dazu, wie die Hypermoralischen den Getöteten betrauert und mit welcher Inbrunst die die Täter, die Pegidioten, verbal verurteilt haben.
    Umgekehrt gibt es im Netz keine Einträge dazu, wie die über die von Menschen muslimischen Glaubens Ermordeten getrauert und oder die Täter verbal verurteilt haben.

    Was nichts weiter bedeutet als dass der behauptete Grund, die Moral, nur ein Vorwand für den Totalitarismus ist. In anderen Zeiten haben die andere Vorwände erfunden, die Raffgier der Juden, der Verrat der Trotzkisten, der klassenfeindliche Klassenfeind … you name it.

    • klaus sagt:

      Die hängen eben in genauso einer Blase wie Sie fest. Und merken es auch nicht.

      Traurig, man hatte sich die Wirkung des Internets ganz anders, viel umfassender bildend und informierend vorgestellt.

  8. Demonstrant sagt:

    Der Hauptpfeiler der Propaganda in Merkeldeutschland und gleichzeitig die Achillesferse ist die Gewaltkriminalität. Der ganze Komplex, linke Gewalt, rechte Gewalt, Gewalt durch ausländische Täter; einschl. das Verhältnis von Strafverfolgungsbehörden, Wissenschaft, Medien, Politik zu diesen Ausprägungen der Gewalt.

    Zum Beispiel darf man im hier zitierten Propagandaportal „Zettels Raum“ (wo Stefanolix auch manchmal eine Duftmarke hinterlässt) ganz frei und unbekümmert über alles reden. Auch dezente Kritik an der Politik ist erlaubt.
    Nur eins ist Tabu: Der Komplex Gewaltkriminalität.

    Der Komplex, über Einzelheiten zu reden ist erlaubt, die Linke Gewalt bei G20 oder davor Blockupy in Frankfurt oder davor am 19.02.2011 in Dresden oder …
    Das darf man schon. Aber wenn jemand die Frage aufwirft, warum es den Behörden fast immer gelingt, die Täter nicht zu ermitteln – da ticken die Typen dort sofort aus.
    So wie Werwohlf hier.

    Vieles was in D schiefläuft kann man irgendwie kleinreden oder relativieren. Nirgendwo gibt es einen perfekten Politiker, perfekten Staat. In jeder Familie geht was schief, in jeder Firma, in jedem Kleingartenverein, in jedem Land.
    Nur erklärt das nicht, warum nicht nur die Behörden, sondern die ganze politische Klasse mit allen Verästelungen (Kirchen, Gewerkschaften, Medien, Wissenschaft) gegen Linke Gewalt nichts tut (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Nicht nur, dass die Polizei linke Täter pflichtgemäß durchgehend nicht ermittelt. Es fehlt überhaupt alles, was die Politfolklore beim zum Kampf gegen Rechts hinkriegt.
    Wie viele Hetzreden gegen Linke hat Tillich gehalten?
    Wie oft haben Merkel, Tillich, Kretschmer zum Kampf gegen Links aufgerufen?
    Wie viele Notausgänge für die Opfer linker Gewalt wurden installiert?
    Wie viele Millionen stellt die Bundesregierung für zivilgesellschaftliche Projekte gegen Links bereit? Die Landesregierung? Die Kommunen?
    Wie viele … Die Frageliste ließe sich seitenweise fortsetzen.

    Warum geht nicht gegen Links, was gegen Rechts geht?

    Aber süß ist es schon, wie Werwohlf hier versucht den Schwarzen Peter dem Überbringer der schlechten Botschaft in die Tasche zu schummeln.
    Aliens, Ostküste, Bielefeld – die Verzweiflung muss sehr groß sein.

    • Werwohlf sagt:

      Immer noch nichts? Kein Erklärungsansatz mit Belegen dazu? Nur weiteres Geraune? Dabei habe ich dir doch schon so viele Optionen angeboten. Na ja, ist halt deine Masche, und jeder neutrale Leser wird sie einzuordnen wissen.

    • stefanolix sagt:

      Es war in den Zettel-Kreisen nie verpönt oder tabu, über Gewaltkriminalität zu reden. Wenn ich eine Einordnung vornehmen müsste, würde ich die Gewalt der (zum Teil) islamistischen und (zum Teil) aber auch areligiösen Migranten aus Nordafrika, Afghanistan und Syrien/Irak als größtes Problem sehen. Wenn die Ressourcen auf das Wichtigste und Dringlichste konzentriert werden sollen, dann würde ich damit beginnen. Die Begründung lässt sich anhand der Opfer seit 2015 herleiten.

      Ich kann die Stärke und die Reserven unserer Sicherheitskräfte schwer einschätzen, aber es gibt Anzeichen für eine Belastung an der Belastungsgrenze. Ja, es ist bitter, wenn der Staat bestimmte Täter aus dem linken Spektrum nicht fassen kann und wenn rechts(durchsetzungs)freie Rückzugräume existieren. Aber kann der Staat es in der jetzigen Situation überhaupt besser? Einstellung, Ausbildung und Training neuer Polizisten dauern mindestens drei Jahre.

      • Antifa sagt:

        es gibt Anzeichen für eine Belastung an der Belastungsgrenze

        Die da wären?

      • stefanolix sagt:

        Oh, darüber könnte man viel schreiben … Dass der Staat z. B. seine eigenen Polizisten nicht richtig schützen kann. Dass Linksextreme bisher folgenlos gegen konkrete Polizisten hetzen und zu Straftaten gegen diese Personen aufrufen.

        Oder ganz banal: Dass bei der Polizei riesige Mengen an Überstunden aufgelaufen sind und der Krankenstand dem Vernehmen nach hoch ist. Das kann ja wohl beides nicht gesund sein.

  9. Antifa sagt:

    Dass der Staat z. B. seine eigenen Polizisten nicht richtig schützen kann.

    Wo denn da? Zumindest juristisch gesehen wurde mit den Strafrechtsverschärfungen kürzlich doch das Gegenteil gemacht.

    Dass Linksextreme bisher folgenlos gegen konkrete Polizisten hetzen und zu Straftaten gegen diese Personen aufrufen.

    Quelle?

    Dass bei der Polizei riesige Mengen an Überstunden aufgelaufen sind und der Krankenstand dem Vernehmen nach hoch ist.

    Die Überstunden (übrigens Schätzzahlen) sind weder ein Alleinstellungsmerkmal noch etwas neues und was den Krankenstand angeht, sind die Gründe dafür vielschichtig.

  10. Apodikt sagt:

    Ich möchte doch der Meinung entgegentreten, dass die sächsischen Ministerpräsidenten in irgendeiner Form das Zusammenschlagen befürworten oder auch nur dulden.

    Bei der Kommunalwahl im Mai 1989 gab es die merkwürdige Diskrepanz zwischen dem offiziell verkündeten Wahlergebnis (96%) und den von Wahlbeobachtern festgestellten Ja-Stimmen in den einzelnen Wahllokalen (ca. 75%).
    Schnell machte die Beschuldigung Wahlfälschung! die Runde, was zunächst unter der Hand abgestritten wurde („böswillige Verleumdung“), ein halbes Jahr später dann nicht mehr zu verheimlichen war.

    Die strafrechtlichen Ermittlungen brachten keine Wahlfälschungsanweisung ans Licht.
    Gab es keine Anweisung zur Wahlfälschung?
    Doch. Wenn in allen Kommunen die Wahlergebnisse gefälscht wurden (mithin alle Verantwortlichen Straftaten begangen haben), muss dem eine zentrale Anweisung zugrunde liegen, anders geht so was nicht.

    Im Zuge der Wahlfälschungsprozesse kam dann raus, dass die Anweisung nicht direkt, sondern im Mafia-Stil erteilt wurde, modifiziert auf den Sozialismus in den Farben der DDR, versteht sich. Kein „ich habe einen Stein in meinem Schuh“, sondern „diese Wahlen sind ganz besonders wichtig, und Eure Zukunft als Funktionär hängt von den Wahlergebnissen ab“ (so ungefähr).

    Genauso läuft das hier.
    Natürlich gibt es kein Terrorkommando-Kretschmer.
    Man kann suchen so lange man will, man wird keinen von Kretschmer unterschriebenen Terrorbefehl finden – weil es keinen gibt.
    Es gibt nicht mal eine mündliche Anweisung.

    Wie es läuft, bringt die Junge Freiheit 28.04.2018, Eliten und Mob koalieren.
    Angestaute Energien können in Wut und Haß gegen allerlei Objekte abgeleitet werden, seien es „Nazis“, „Rechte“, „Rassisten“, „Sexisten“ oder eben auch Polizisten. Der Kampf gegen diese verspricht Nervenkitzel, Mutproben und Entspannung im Bewußtsein, stets auf der Seite der moralisch Guten zu stehen.

    Schützende Hand der Politik

    Doch die Großgewalt ist nur eine Seite der Medaille. Viel häufiger zählen die klandestinen Aktionen gegen einzelne Menschen oder Gruppen zur „autonomen“ Gewaltstrategie. … Hier wird einem Teilnehmer einer „Anti-Merkel“-Demonstration in Hamburg aufgelauert, um ihn zusammenzuschlagen. Dort wird das Auto eines AfD-Funktionärs nachts angezündet. Und zwischendurch wird ein nicht genehmer Buchmessenstand besudelt.

    Die Zentren, in denen die Gewalttäter ihre Strategien besprechen, sind bekannt. Doch stets finden sich Politiker, die ihre schützende Hand über sie halten. Der Grund liegt auf der Hand. Trotz des Schadens … wiegt der Nutzen der Gewaltmilieus noch größer. Sie dienen als Einschüchterungspotential gegen rechtsgerichtete Initiativen und Parteien.

    Sie verbreiten Angst und Schrecken bei denjenigen Menschen, die auch von den herrschenden Eliten als die einzige ernstzunehmende Opposition gegen die globalistische Agenda verstanden werden. Buttersäureattacken, das Fotografieren konservativer Veranstaltungsteilnehmer für Mobbing-Seiten im Internet, Schläge gegen „rechte Demonstranten“, brennende Autos von AfD-Politikern dienen letztlich denjenigen, die an der Macht sind.

    Beim Nachspiel siehts genauso aus.
    Man kann suchen so lange man will, man wird keine von Kretschmer unterschriebene Strafvereitelungsanweisung finden – weil es keine gibt.
    Es gibt nicht mal eine mündliche Anweisung.
    Die ist gar nicht nötig. Für die Posten der Polizeidirektoren und Oberstaatsanwälte werden Personen ausgewählt, die über ausreichend lange Zeit und in mehreren Bewährungssituationen Kadavergehorsam und Unterwürfigkeit bewiesen haben. Ihnen muss man keine Anweisung erteilten, es reicht ein „Höchste Priorität hat der Kampf gegen Rechts.“ ergänzt mit „… ich weiß wie schwierig das ist, Beweise für die Straftaten der linken Chaoten zu finden“ – da wissen die, was die zu tun, konkret: zu unterlassen haben.
    Und so kommt es, dass das 120-köpfige OAZ bei der Aufklärung von linker Gewalt eine Quote von nahe Null realisiert.

    Das Politbüro brauchte für die Wahlfälschung die Menge williger Vollstrecker, doch hauptverantwortlich für die Wahlfälschung waren die führenden Genossen.
    Das gleiche gilt für das neue Deutschland. Natürlich brauchen die für die Gewalt gegen Abweichler und die Strafvereitelungen die Menge williger Vollstrecker (Antifa, Polizeidirektoren, Staatsanwälte), doch hauptverantwortlich für die systematische Gewalt gegen Andersdenkende sind die führenden Genossen.

    • Michael_DD sagt:

      Apodikt sagt: Wie es läuft, bringt die Junge Freiheit 28.04.2018, Eliten und Mob koalieren.
      Angestaute Energien können in Wut und Haß gegen allerlei Objekte abgeleitet werden, seien es „Nazis“, „Rechte“, „Rassisten“, „Sexisten“ oder eben auch Polizisten.

      Mal sehen, wie es hier weiterläuft.
      Ob wir davon noch was hören?

      • Demonstrant sagt:

        Rainer Wendt hat dazu gesagt:
        Man stelle sich einmal vor, nur sechs Rechtsradikale hätten die Familie eines Linken attackiert. Die Republik stünde Kopf, Lichterketten von Flensburg bis Passau, Live-Sondersendungen auf allen Sendern und das Kabinett käme zur Sondersitzung zusammen. Vermutlich wären auch die EU und der UN-Weltsicherheitsrat alarmiert.
        Und wie ist die Reaktion? Richtig, weitere Debatten um Kennzeichnungspflicht von Einsatzkräften und politische Untersuchungstribunale gegen die Polizei, das wars.

        Zu 100% schweigt die Politik natürlich nicht. Der niedersächsische Innenminister kann nicht so tun als hätte er es nicht mitgekriegt. Er muss den lip service ableisten.

        Zum Kampf gegen Links hat er nicht aufgerufen. Alles andere wäre auch ein Wunder.

      • Demonstrant sagt:

        Ob wir davon noch was hören?“

        Klar. Wir hören und lesen.
        Die wollten nur spielen, es ist nichts passiert, hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter.

        Ob wir davon noch was hören?

        https://uebermedien.de/27993/neue-qualitaet-der-faktenverdrehung/

      • Michael_DD sagt:

        Linke Spontis

        Aktivisten veranstalten ein spontanes Straßenmusikkonzert vor der Hütte eines Staatsschutz-Beamten. Wie spontandas war, erklären sie später:

        „Wir denken, dass er verstanden hat, dass wir unseren Protest überall hintragen, auch an Stellen, an denen es wohl am wichtigsten ist, dass er Gehör findet.“

        Außer Straßenmusik war wohl noch ein bißchen mehr, denn die Polizei nahm vor Ort Personalien auf und

        … leitete in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg Strafverfahren u.a. wegen Landfriedensbruch, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, Hausfriedensbruch, Bedrohung, Beleidigung, Diebstahl und Widerstand gegen Polizeivollzugbeamte ein.

        Daß die „Aktivisten“ sich über „brutaler Übergriff durch die Polizei“ beschwerten gehört genauso zur Folklore dieser verlogenen, feigen Bande wie ihre schwarze Einheitskleidung und die Vermummung.
        Ich wette, daß Teile der eingeleiteten Verfahren eingestellt werden. Den Rest besorgen milde Richter.
        Ob wir davon noch was hören?

  11. Klaus sagt:

    Antifa, Polizei und CDU unter einer Decke – das muss man erstmal schreiben können, ohne vor Lachen die Tastatur ständig zu verfehlen! :’D

    • Beobachter sagt:

      “Antifa, Polizei und CDU unter einer Decke – das muss man erstmal schreiben können, ohne vor Lachen die Tastatur ständig zu verfehlen! :’D

      Ich geb auch einen zum Besten …

      In Wurzen haben ein paar Frechlinge ein „Neues Forum für Wurzen“ ins Leben gerufen.
      Das geht natürlich gar nicht, Eigeninitiative. Der Untertan hat gefälligst die Befehle der Obrigkeit abzuarbeiten.
      Die Reaktion kam postwendend
      „Von linken Aktivisten wurde auch das Neue Forum für Wurzen zu einer rechten
      Gruppierung erklärt, Linksextreme griffen die Gaststätten zweier Vorstandsmitglieder an und hinterließen teuren Schaden.“

      Was denkst Du, Klaus, wird Kretschmer wird die Strafverfolgung gegen die Linksterroristen erlauben?

      Und schon wieder haben wir einen Fall, von “das muss man erstmal schreiben können, ohne vor Lachen die Tastatur ständig zu verfehlen! :’D“.
      Jeder weiß, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass Kretschmer die Strafverfolgung gegen Linksterroristen zulässt.

      http://www.achgut.com/artikel/wurzen_versucht_was_neues

    • Beobachter sagt:

      Weiter …

      An der Stauffenbergallee haben sie diesmal ein Feuerchen gemacht. Bundeswehrautos haben gebrannt.
      So viel Spaß muss sein, der durch Strafverfolgung nicht getrübt wird.

      Kretschmer hat nicht gesagt, dass er den Verbrechern den Geldhahn zudrehen will.
      Das würde ihm auch keiner Glauben.

      http://www.sz-online.de/nachrichten/bundeswehrautos-angezuendet-3952473.html

  12. Beobachter sagt:

    „Wir müssen wegkommen vom gegenseitigen Beschimpfen – und in der Sache diskutieren.

    Bei der letzten Bundestagswahl hat die Sachsen-CDU die Klatsche gekriegt. Sicher gibt es viele Ursachen, eine davon, eine wesentliche war Tillichs linksextremistische und rassistische Hetze.

    Erste Konsequenz: Tillich aus dem Rampenlicht nehmen.
    Zweite Konsequenz: Kreide fressen.

    Kretschmer hat das ein Dreivierteljahr durchgehalten. Länger ging es nicht. Nun hat er seine häßliche, seine islamische, seine rassistische Fratze gezeigt.

    Der Anlass ist traurig, doch es hat auch sein Gutes.
    Jetzt gibt es keine Unklarheiten mehr, jetzt weiß jeder, was er wirklich denkt und plant.
    Mir soll es recht sein.

    • Klaus sagt:

      Nun, nennen wir es mal Meinung, auch wenn es nach paranoiden Wahnvorstellungen klingt. Oder nach Crystal Meth Hangover.

      Tillich und linksextremistische Hetze, Kretschmer und islamische, rassistische Fratze – das sind Halluzinationen.

      Ich habe keinerlei Vorstellung, wie wir unsere Realitäten jemals synchronisieren können, unsere Unterschiedlichkeit in der Wahrnehmung der Welt hat nichts mit Politik zu tun, sie ist fundamental – ich kann mir das nur mit Drogen oder Krankheit erklären. Wird zwar als Beleidigung aufgefasst werden, aber mir fällt da höchstens (und mit viel Kraft) noch liebevolle Pflege ein.

      Stefanolix als Hausherren scheint da entweder auch nichts einzufallen oder er schwimmt auf derselben Wellenlänge, hoffentlich wenigstens gesetzter ausgedrückt.

      • Demonstrant sagt:

        Das ist das generelle Problem bei Monopolen. Sie sind sehr bequem für die Monopolisten, und richten sich am Ende gegen sie.

        Der gute alte Heraklit hatte schon recht:
        Der Streit ist der Vater der Dinge.

        Die Propagandaabteilungen haben sich nicht nur von der Realität abgekoppelt, sondern auch von jeglichem Widerspruch.
        „Auseinandersetzung“ heißt für die, dass die Pionierleiterin im Stuhlkreis vorlegt was die AfD denkt (Juden ausrotten) – dann können sich damit alle kritisch und konfrontativ-couragiert auseinandersetzen.
        Und am Ende haben sie es denen wieder mal gegeben, aber so richtig. Das ist jedesmal ein erhabenes Gefühl, wenn die Nichtanwesenden geschlagen, mit hängenden Köpfen den Saal verlassen.

        Anschauungsunterricht findet sich zuhauf, man muss nur die unsäglichen Kommentare von Lobo, Stöcker, Stokowski & Gen. im SPIEGEL lesen.
        Es muss gut sein, wenn sich alle gegenseitig auf die Schulter klopfen.

        Dumm wird’s nur, wenn so einer den Stuhlkreis verlässt. Da wird die Hohlheit der „Argumente“ sofort sichtbar.

        Dabei wäre es rein theoretisch möglich, dass @Klaus recht hat wenn er schreibt:

        Tillich und linksextremistische Hetze, Kretschmer und islamische, rassistische Fratze – das sind Halluzinationen.

        Aber warum kann er das nicht begründen?
        Warum kommen anstelle einer Begründung nur die üblichen Herabsetzungen, die Pathologisierungen wie „paranoide Wahnvorstellungen“, „Crystal Meth Hangover“, „Drogen“ oder „Krankheit“?
        Eben. Ihm fehlt die Übung.
        Dabei wäre das doch nicht so schwer. Man nimmt die Begründungen der Andersdenkenden und zeigt auf, dass die entweder sachlich falsch oder für dieses Thema unzutreffend sind.
        Bei Unklarheiten kann man vorab fragen, wie der Andersdenkende seine Wertung begründet, ob er überhaupt eine Begründung bringt, dann wird man schon sehen.

        Doch Klaus tut es nicht – weil er es nicht kann.
        Er kann es nicht, weil er es in seiner Echokammer verlernt hat

      • Demonstrant sagt:

        Test

      • Demonstrant sagt:

        Einwortkommentare gehen. Könntste auch meinen Senf von gestern freischalten?

      • Demonstrant sagt:

        Das ist das generelle Problem bei Monopolen. Sie sind sehr bequem für die Monopolisten, und richten sich am Ende gegen sie.

        Der gute alte Heraklit hatte schon recht:
        Der Streit ist der Vater der Dinge.

        Die Propagandaabteilungen haben sich nicht nur von der Realität abgekoppelt, sondern auch von jeglichem Widerspruch.
        „Auseinandersetzung“ heißt für die, dass die Pionierleiterin im Stuhlkreis vorlegt was die AfD denkt (Juden ausrotten) – dann können sich damit alle kritisch und konfrontativ-couragiert auseinandersetzen.
        Und am Ende haben sie es denen wieder mal gegeben, aber so richtig. Das ist jedesmal ein erhabenes Gefühl, wenn die Nichtanwesenden geschlagen, mit hängenden Köpfen den Saal verlassen.

        Anschauungsunterricht findet sich zuhauf, man muss nur die unsäglichen Kommentare von Lobo, Stöcker, Stokowski & Gen. im SPIEGEL lesen.
        Es muss gut sein, wenn sich alle gegenseitig auf die Schulter klopfen.

        Dumm wird’s nur, wenn so einer den Stuhlkreis verlässt. Da wird die Hohlheit der „Argumente“ sofort sichtbar.

        Dabei wäre es rein theoretisch möglich, dass @Klaus recht hat wenn er schreibt:

        Tillich und linksextremistische Hetze, Kretschmer und islamische, rassistische Fratze – das sind Halluzinationen.

        Aber warum kann er das nicht begründen?
        Warum kommen anstelle einer Begründung nur die üblichen Herabsetzungen, die Pathologisierungen wie „paranoide Wahnvorstellungen“, „Crystal Meth Hangover“, „Drogen“ oder „Krankheit“?
        Eben. Ihm fehlt die Übung.
        Dabei wäre das doch nicht so schwer. Man nimmt die Begründungen der Andersdenkenden und zeigt auf, dass die entweder sachlich falsch oder für dieses Thema unzutreffend sind.
        Bei Unklarheiten kann man vorab fragen, wie der Andersdenkende seine Wertung begründet, ob er überhaupt eine Begründung bringt, dann wird man schon sehen.
        Doch Klaus tut es nicht – weil er es nicht kann.
        Er kann es nicht, weil er es in seiner Echokammer verlernt hat

      • Klaus sagt:

        „Aber warum kann er das nicht begründen?“

        Nu nu, es ist Dein Wahn, den begründest Du doch bitteschön erstmal selbst.

      • Apodikt sagt:

        Es wird ja viel halluziniert heutzutage.
        Merkel halluziniert in Chemnitz Menschenjagden.
        Steinmeier halluziniert in Chemnitz Hakenkreuzfahnen und Reichskriegsflaggen.
        Bedford-Strohm und Schuster halluzinieren in Chemnitz und Koethen die Machtergreifung durch die Nazis.
        Die Bundesanwaltschaft halluziniert wieder mal eine rechte Terrorgruppe; diesmal nicht Freital sondern Chemnitz.
        Kretschmer halluziniert einen funktionierenden Rechtsstaat.
        Und die Nomenklatura insgesamt halluziniert die Chancen, die sich aus der ungehemmten Einwanderung ergeben.

        Im Vergleich dazu ist eine Behauptung über Kretschmers „islamische … rassistische Fratze“ wohl nicht die feine englische Art, doch weiß Gott (oder Allah?) keine Halluzination, allenfalls eine dezente Übertreibung.

  13. Beobachter sagt:

    Zugegeben, die Verbindung von Linksterroristen mit Kretschmer war bis vor wenigen Tagen riskant.
    Seit gestern nicht mehr.

    Von Merkel haben wir gelernt, dass die Aussagen nicht als Tatsachenbehauptung zu werten sind, sondern nur als „politische Einordnung“. Und das passt auf jeden Fall.
    Belege sind auch nicht mehr nötig, es reicht der Hinweis auf nicht näher bezeichnete „Videos in den sozialen Medien“.

    Kretschmer hat vorige Woche einen funktionierenden Rechtsstaat zugesagt. Wie das praktisch geht, hat seine Administration gleich zwei Tage später, Sonnabend spätnachmittags, vorgeführt.

    Der Merkelmob hat die AfD-Demo blockiert. Die Polizei ist gesetzlich verpflichtet, die Blockade zu beenden – was sie natürlich nicht tat.
    Die Interessen des selbsternannten Verfassungsfeinds Kretschmer stehen hier über dem Gesetz.

    Die Blockade war übrigens ein Straftatbestand gem. § 21 Versammlungsgesetz. Von Rechts wegen sind die Strafverfolgungsbehörden verpflichtet, die Täter zu bestrafen.

    Was die tatsächlich tun, hatte ich schon mal gesagt und wiederhole es gern, nein, ungern:
    Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass Kretschmer die Strafverfolgung gegen seine GenossInnen zulässt.

    Damit will ich es bewenden lassen. Sonst kommt wieder der Verschwörungstheoretiker Werwohlf ums Eck, mit Bielefeld, Ostküste, UNO und Aliens.

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