Empathie

Der Begriff »Empathie« wird derzeit in Artikeln in den Medien vorwiegend in einem Schwarz-Weiß-Schema verwendet: Wer sich nicht für die unbeschränkte Migration aus Afrika nach Europa ausspricht[*] oder wer über derlei Dinge auch nur zu diskutieren wagt, dem fehle es an Empathie.

Auch im Contra von Mariam Lau spiegelt sich an zu vielen Stellen jene zunehmende Empathielosigkeit gegenüber dem Leid der anderen, die man in Deutschland an immer mehr Orten spüren kann … [Quelle: ZEIT]


Der erste Denkfehler in dieser Argumentation: Empathie bedeutet keinesfalls, dass man mit anderen Menschen Mitleid hat. Empathie bedeutet auch nicht, dass man (jedem) anderen Menschen hilft.

Empathie ist per Definition nichts anderes als das Einfühlungsvermögen in das Denken und Handeln einer anderen Person. Man benötigt sicher Empathie für Mitleid und für Hilfe, aber Mitleid und Hilfsbereitschaft sind nicht mit Empathie gleichzusetzen.


Der zweite Denkfehler: Empathie könne nur positiv wirken. Das ist ein großer Trugschluss. Jeder erfolgreiche Ideologe, Populist und Politiker braucht Empathie für seinen Erfolg. Frank Lübberding weist auf Twitter darauf hin, dass Machiavelli keinesfalls empathielos war. Man kann einen Schritt weiter gehen und einen gewissen Dr. Goebbels anführen: Dessen perfide NS-Ideologie wäre ohne das Einfühlungsvermögen in das Denken und Fühlen der Zielgruppe niemals so erfolgreich gewesen.

Stefan Zweig beschreibt in einer wenig bekannten Geschichte sehr sensibel die Arbeit eines Taschendiebs. Der Taschendieb ist deshalb so erfolgreich, weil er sich in die Bestohlenen perfekt einfühlen kann.

Stefan Zweig kann sich wiederum mit seiner Empathie in die Arbeit des Taschendiebs einfühlen und schreibt eine sehr gute Geschichte darüber. Er zeigt also Empathie für das Denken und Fühlen des Diebes, obwohl Diebstahl eine Straftat und der Taschendieb ein Täter ist.


Der dritte Denkfehler: Wer keine Empathie für Migranten aufbringt, sei generell empathielos. Das ist keineswegs so. Man kann eine unkontrollierte und ungeregelte Migration auch aus Empathie gegenüber denjenigen Bevölkerungsgruppen ablehnen, die hier in Deutschland am schärfsten mit den Folgen der bisherigen Einwanderung konfrontiert sind. Für Menschen, die etwa im Osten Deutschlands in Vollzeit für relativ wenig Geld arbeiten gehen und trotzdem hohe Abgaben zahlen müssen.


Ergänzung: Ein vierter Gedanke kann m. E. sogar noch darauf hinauslaufen, dass Empathie mit afrikanischen Migranten nicht automatisch zum Befürworten einer Einwanderung in die EU führen muss. Man kann aus Empathie mit afrikanischen Staaten auch die Unterstützung vor Ort, einen fairen Handel und eine bessere Entwicklungshilfe befürworten.


[*] In der ersten Version dieses Textes habe ich für wenige Minuten das »Abholen« der Migranten durch NGO-Schiffe zwölf Seemeilen vor der Küste Libyens erwähnt. Das war polemisch und es ist für den Artikel nutzlos. Deshalb habe ich den Satzteil gestrichen.


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29 Responses to Empathie

  1. oda2015 sagt:

    Entweder grenzenlose Empathie (mit allen und allem) oder generelle Emphathielosigkeit (wenn einer dem Mantra so nicht folgen kann;) – ein Entweder-oder-Denken, das so für mich nicht gut passt – Danke für den erhellenden Blogartikel und die schönen Beispiele

    • stefanolix sagt:

      Vielen Dank für das Lob und es hat mich noch zu einem vierten Gedanken gebracht. Siehe Ergänzung.

      • Michael_DD sagt:

        Gedanken zur Ergänzung

        stefanolix sagt: Man kann aus Empathie mit afrikanischen Staaten auch die Unterstützung vor Ort, einen fairen Handel und eine bessere Entwicklungshilfe befürworten.

        Das mit der Entwicklungshilfe funktioniert doch seit der Entkolonialisierung in den 50er Jahren nicht. Wie soll eine „bessere“ aussehen?! Es gibt da inzwischen die chinesische Unterstützung vor Ort.

        stefanolix sagt: [*] In der ersten Version dieses Textes habe ich für wenige Minuten das »Abholen« der Migranten durch NGO-Schiffe zwölf Seemeilen vor der Küste Libyens erwähnt. Das war polemisch und es ist für den Artikel nutzlos. Deshalb habe ich den Satzteil gestrichen.

        Schade. Ich hätte gern gelesen, wie Sie das beschreiben. Das kann man auch ohne Polemik.
        Da haben Sie nun sehr schön und mit Beispielen die Bedeutung des Wortes Empathie behandelt. Ging es Ihnen nur darum? Doch der Grund, warum das Wort heute so oft falsch benutzt wird, sind solche Bilder. M.M.n. das Ergebnis eines inzwischen perfektionierten Zusammenspiels von Schleppern und NGOs. Letztere fühlen sich gut und gerecht, weil sie Menschenleben retten. Der „Rettung“ im Sinne des Seerechtes wäre Genüge getan, die Geretteten in den nächsten Hafen zu verbringen, in diesem Falle einer in Libyen oder Tunesien. Stattdessen kippen sie ihre „Geretteten“ dem europäischen Steuerzahler vor die Füße. Gut , daß dem jetzt gegen gesteuert wird.

      • Demonstrant sagt:

        Der „Rettung“ im Sinne des Seerechtes wäre Genüge getan, die Geretteten in den nächsten Hafen zu verbringen, in diesem Falle einer in Libyen oder Tunesien.

  2. Paul sagt:

    Lieber stefanolix,
    ich wollte meine Einstellung zum Thema hier darlegen. Das brauche ich nicht.
    Unter Ergänzung hast Du genau meine Einstellung zum Thema dargestellt.
    Ich kann auch sehr gut verstehen, warum die Afrikaner zu uns kommen wollen. Vielleicht würde ich in ihrer Situation auch so handeln. Aber ich finde es nicht gut, das sie es tun und werde das auch nicht unterstützen.

    Übrigens haben wir seit 2005 ein Zuwanderungsgesetz (Umgangssprachlich auch Einwanderungsgesetz genannt), das es jedem, der die Voraussetzungen erfüllt, ermöglicht nach Deutschland zu kommen.

    Mehr muss ich dazu nicht schreiben.

    Herzlich, Paul

  3. Demonstrant sagt:

    Weil Miriam Lau erwähnt wurde …

    Die Großemphatiker haben sofort angemessen reagiert.

    Wer bei der Zeit arbeitet und nach diesen Sätzen von Mariam Lau (…) ihr nicht täglich brühend heißen Kaffee ins Gesicht kippt, ist für mich moralisch gestorben.

    und

    Okay. Beitrag zur Versachlichung: Ich möchte natürlich NICHT „Zeit“-Journalisten auf offener Straße erschießen – sondern irgendwo im Mittelmeer, auf internationalen Gewässern, wo keiner so genau hinschaut und die rechtliche Lage eine andere ist.

    https://www.fischundfleisch.com/philip-blake/deutschland-ist-verloren-hier-kann-niemand-mehr-sagen-was-er-denkt-ohne-48165

    • Demonstrant sagt:

      Noch ein Brachialemphatiker:

      “Morgen ist mein #Geburtstag, erwähne das nur, weil ich mir wünschte, dass Journalisten*, die die Gelegenheit dazu bekommen, #Seehofer gegenüber ihre tiefste Verachtung zum Ausdruck bringen: Bespucken, mit Essensreste bewerfen oder derb beleidigen, fände ich prima. Danke schön.“

  4. Antifa sagt:

    Man kann eine unkontrollierte und ungeregelte Migration auch aus Empathie gegenüber denjenigen Bevölkerungsgruppen ablehnen, die hier in Deutschland am schärfsten mit den Folgen der bisherigen Einwanderung konfrontiert sind. Für Menschen, die etwa im Osten Deutschlands in Vollzeit für relativ wenig Geld arbeiten gehen und trotzdem hohe Abgaben zahlen müssen.

    Besteht da irgendein Kausalzusammenhang den ich übersehen habe?

    • stefanolix sagt:

      »Integration wird nicht von wohlhabenden Intellektuellen gestemmt, die können viele Ängste sehr einfach wegwinken. Die Folgen der Zuwanderung merken vor allem die weniger privilegierten Schichten durch Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt.« sagt der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link in der ZEIT.

      Hyperlink nachgetragen:
      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-07/soeren-link-oberbuergermeister-duisburg-spd-fluechtlinge/komplettansicht

      • Antifa sagt:

        Das ist doch immer noch kein Zusammenhang, Duisburg liegt meines Erachtens im Westen der Republik.

      • stefanolix sagt:

        Nun. Die Transferleistung wäre jetzt gewesen: Interview lesen und die offensichtlichen Parallelen zu ostdeutschen Großstädten sehen ;-)

        Wie m. E. eigentlich zu erkennen war, denke ich vor allem an die Familien, die in niedrig bis mittelmäßig bezahlten Vollzeitjobs bei hoher Steuer- und Abgabenlast mit wenig Netto-Einkommen auskommen müssen und dann die Einwanderung in die Sozialsysteme sehen …

      • Antifa sagt:

        »Integration wird nicht von wohlhabenden Intellektuellen gestemmt, die können viele Ängste sehr einfach wegwinken. Die Folgen der Zuwanderung merken vor allem die weniger privilegierten Schichten durch Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt.« sagt der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link in der ZEIT.

        Auch wenn das Link so darzustellen versucht, ist Armut und Konkurrenz kein Problem von Migration, sondern Kapitalismus und den (durchaus realistischen aber von der SPD auch mit geschaffenen) Abstiegsängsten einer einstigen deutschen Mittelschicht.

      • Michael_DD sagt:

        Der Kapitalismus war und ist schuld

        Antifa sagte am 20.Juli 2018: Auch wenn das Link so darzustellen versucht, ist Armut und Konkurrenz kein Problem von Migration, sondern Kapitalismus und den (durchaus realistischen aber von der SPD auch mit geschaffenen) Abstiegsängsten einer einstigen deutschen Mittelschicht.

        Hervorhebung von mir.
        Lassen wir mal die Armut und die SPD beiseite, ebenso die gegenwärtige Migration von Negern, Arabern, Afghanen, Pakistani usw. nach Europa. Betrachten wir andere erlebte und noch erlebbare Migration.
        Dann war der Kapitalismus daran schuld
        – daß hunderttausende DDR-Bürger „rüber machten“ nach Westdeutschland, bis der „Antifaschistische Schutzwall“ dem ein Ende bereitete,
        – daß zehntausende Exilkubaner heute in Florida leben,
        – daß nach dem Kohl-Gorbatschow-Gesprächen in 1990 hunderttausende RußlandDeutsche die Sowjetunion verließen.
        Dann ist der Kapitalismus daran schuld
        – daß zehntausend Venezolaner ihr ölreiches Land verlassen,
        – daß hunderte von NordKoreanern über China in den Süden fliehen.
        Mir ist nicht bekannt, wieviel Südkoreaner wegen ihrem Kapitalismus in den Norden migrieren. Aber vielleicht kann Antifa da Auskunft geben.

      • Demonstrant sagt:

        “ist Armut und Konkurrenz kein Problem von Migration“

        Natürlich führt der unlimitierte Massenimport ausländischer Unterschichten zur Wohlstandsverminderung. Die Bespaßung der in den letzten 3 Jahren eingewanderten Goldstücke kostet alljährlich 55 Mrd. Euro. Geld, das woanders nicht mehr ausgegeben werden kann.
        Im Moment fällt das nicht weiter auf, weil die Steuereinnahmen gerade explodieren, die Goldstücke werden aus den Zuwächsen finanziert.
        Was hier losgeht, wenn die Konjunktur mal wieder in den Keller geht, kann sich jeder (von Antifa abgesehen) ausrechnen.

        “sondern Kapitalismus“

        Kapitalismus ist der Grund für den Massenwohlstand. Keine andere Gesellschaftsordnung hat das jemals hingekriegt.
        Trotzdem wollen die uns immer wieder zurückwerfen in den Sozialismus. Wie das läuft, sehen wir in der Geschichte und in Venezuela. Und da wollen die uns schon wieder mitnehmen auf den Weg in die „lichte Zukunft“?
        Ralf Schuler zu dieser Art des Denkens:
        Ich persönlich möchte Ihnen für diesen Weg alles erdenklich Gute wünschen, würde aber, wenn es sich einrichten ließe, diesmal gern nicht wieder mitmachen. Ich hatte (ungefragt) die Gelegenheit, beim ersten Versuch 25 Jahre meines Lebens mit von der Partie zu sein, und bitte darum, beim nächsten Mal aus familiären Gründen aussetzen zu dürfen. Es hat mir – aber das ist meine ganz private Meinung – nicht so viel Spaß gemacht, wie man uns versprochen hatte. Meine Skepsis bezüglich eines weiteren Versuches bitte ich daher zu entschuldigen.

        https://www.achgut.com/artikel/liebe_frau_loetzsch_sie_haben_sie_nicht_mehr_alle

      • Antifa sagt:

        Da hätten wir mal wieder zwei klassische Fälle von whataboutism.

      • UweR sagt:

        Der Antiwhataboutismus ist die Grundtorheit unserer Epoche.

  5. Antifa sagt:

    Der Begriff »Empathie« wird derzeit in Artikeln in den Medien vorwiegend in einem Schwarz-Weiß-Schema verwendet

    Ich dachte in der Debatte geht es darum, Menschen sterben zu lassen oder Menschen zu retten?

    • stefanolix sagt:

      Ich schreibe hier über das Thema Empathie. Ich schreibe nicht über die Übernahme von Migranten durch NGOs im Mittelmeer.

      • Antifa sagt:

        Ich schreibe hier über das Thema Empathie. Ich schreibe nicht über die Übernahme von Migranten durch NGOs im Mittelmeer.

        Retten ist etwas anders als übernehmen, aber das sind nur sprachliche Ungenauigkeiten, aber ja, daum geht es nicht in dem Artikel. Angesichts dessen, sich mit der sprachlichen Bedeutung, der in dem einen (und nicht wie dem Artikel hier vorangestellt mehreren) Zeit Kommentar (Unterschied Kommentar und Artikel) Vorwurf der Empathielosigkeit auseinanderzusetzen, macht die Verwendung einer solchen Begrifflichkeit aber auch einen Standpunkt klar.

      • stefanolix sagt:

        Natürlich macht das einen Standpunkt klar: Das Geschäft der Schlepper an der libyschen Küste (die gleichzeitig Mörder, Vergewaltiger, Räuber, Erpresser und organisierte Kriminelle sind) muss unterbunden werden. Genau dann werden keine Menschen mehr ertrinken.

      • Werwohlf sagt:

        Genau dann werden keine Menschen mehr ertrinken.

        Glaube ich nicht. Es werden erst dann keine Menschen mehr beim Versuch ertrinken, das Mittelmeer zu durchqueren, wenn sie mit hinreichender Sicherheit am Ende einer erfolgreichen Überfahrt Europa doch wieder verlassen müssten. Das ist wenig empathisch, aber logisch.

      • Paul sagt:

        Hallo Werwohlf,
        Du meinst diese von Dir beschriebene Haltung sei wenig emphatisch.
        Das sehe ich anders. Wenn ich für die von Dir beschriebene Verfahrensweise bin mache ich das aus Emphatie für die „Flüchtlinge“ weil ich dadurch Leben rette. Natürlich ergänze ich das dadurch, dass ich dafür bin in den Heimatländern durch geeignete Hilfe der Flucht entgegen zu wirken. Zum Beispiel durch die Organisation kleinteiliger Hilfe zur Selbsthilfe, die durch verschiedene kleine NGO’s, teilweise auf privater Ebene, bereits geleistet wird.

        Herzlich, Paul

      • stefanolix sagt:

        Freier und fairer Handel wäre auch noch wichtig!  – Wenn ich ein Patentrezept hätte, wie man Entwicklungshilfe besser machen kann, wäre ich auch für EU-Hilfe und staatliche Hilfe aus unseren Steuergeldern. Alles besser als diese Art der Migration.

      • Werwohlf sagt:

        Freier und fairer Handel wäre auch noch wichtig!

        Klar, aber alles Pipifax. Auf kurze Sicht auf jeden Fall, und auf lange Sicht nur dann nicht, wenn a) afrikanische Staaten afrikanische Staaten werden statt Selbstbedienungsläden der herrschen Clique/des herrschenden Stammes, b) dort echte Demokratie Einzug hält und c) die Gleichberechtigung der Frau so erfolgreich ist, dass die Geburtenrate massiv nach unten geht. Ich sehe für keinen dieser Punkte aber heute irgendwelche Ansätze. Afrikas Probleme kann nur Afrika lösen.

      • Demonstrant sagt:

        EU-Hilfe und staatliche Hilfe

        Gunnar Heinsohn zu dieser Illusion:
        “… An Nigeria – mit 200 Millionen das menschen- und ölreichste Land des Kontinents – sei das illustriert. Noch 1980 liegt sein Pro-Kopf-Einkommen dreimal höher als in China. 2018 steht es knapp 5:1 für China. Den Absturz aus einer dreifachen Überlegenheit in eine fünffache Unterlegenheit will die Bundeskanzlerin mit 300 Millionen zusätzlichen Euro rückgängig machen. Damit will sie Afrika nebst Nigeria (Cognitive Ability 77 mit steigender Tendenz) in die Weltmärkte führen, also attraktive Arbeitsplätze für dadurch daheim bleibende Jünglinge schaffen.
        Diese Summe beträgt etwa ein Tausendstel dessen, was seit 2010 für die Rettung Griechenlands bereitgestellt wurde. Gleichwohl trifft man Hellas (Cognitive Ability 94 mit fallender Tendenz) auf den Weltmärkten heute noch seltener als vor dieser Operation. Subsahara-Afrika entspricht demografisch jedoch hundert Griechenlands. Wie soll mit einem Tausendstel das Hundertfache geschafft werden?

        https://www.achgut.com/artikel/seehofer_hat_mehr_gegen_sich_als_merkel

      • Antifa sagt:

        Da muss ich glatt @wehrwolf in Teilen inhaltlich recht geben. Dennoch: Migration war ist und wird sein. Wenn die Diskussionen um ein Bleiberecht und eine nachhaltige Auseinandersetzung über die Ursachen von Migration mit der gleichen Vehemenz geführt werden würden, wie der derzeit grassierende unsinnige Antimigrationsdiskurs, wäre glaube ich vieles anders.

      • Beobachter sagt:

        „… Wenn die Diskussionen um ein Bleiberecht und eine nachhaltige Auseinandersetzung über die Ursachen von Migration mit der gleichen Vehemenz geführt werden würden“

        Das muss man zweimal lesen, weil man es nicht glauben will.

        Die selbst Schlägertruppe, die alles niederbrüllt und zusammenschlägt was sich wagt einen abweichenden Gedanken zu äußern – die fordert jetzt eine nachhaltige Diskussion.

        Als wenn es nicht gerade den Shitstorm gegen Miriam Lau nicht gegeben hätte.
        Langsam hat man den Eindruck, @Antifa ist ein Robot, der völlig unbeeindruckt von den vorherigen Äußerungen seine Textbausteine hier ablädt.

    • Demonstrant sagt:

      Ich dachte in der Debatte geht es darum, Menschen sterben zu lassen oder Menschen zu retten?

      Reden wir über sterben und retten.
      Den Tötungswettbewerb Deutschen vs. Schutzsuchende haben voriges Jahr erstere klar verloren. Mit 0 : 13.
      Weil das sehr im Widerspruch zur Propaganda steht und deshalb von manchem mit ungläubigen Staunen oder wahrscheinlich verschrieben zur Kenntnis genommen wird, noch mal in Worten:
      Null zu Dreizehn.

      Und das ist erst der Anfang, die akklimatisieren sich ja noch.
      Insoweit bin ich sehr dafür, über das Thema zu debattieren. Nur leider wird nichts draus. Es scheitert am Widerstand von Merkel, Kretschmer, Hilbert, Medien, Gewerkschaften, Wissenschaft und … der Antifa.

  6. Stephan sagt:

    Danke für den schönen Beitrag. Ich sehe das ähnlich wie Sie: Empathie an sich ist eine Fähigkeit, die es einem erlaubt, menschliche Gefühle und Bedürfnisse zu verstehen. Sie ist als solche amoralisch. Moralisch zu bewerten ist immer die Handlung eines Menschen, also in diesem Zusammenhang die Frage, welche Schlüsse jemand aus seinem/ihrem Verständnis zieht. Jemandem fehlende Empathie zu unterstellen, alkein weil er/sie eine andere Meinung hat, ist mMn ein Fehlschluss.

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