Medienkritik bedeutet nicht Medienzerstörung

Oma-Song und WDR: Welchen Sinn hatten diese beiden Artikel?

Wer meine ersten beiden Artikel des Jahres 2020 gelesen hat, mag sich die Frage nach der Motivation stellen. Will dieser Autor dem öffentlich-rechtlichen WDR schaden? Will er den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen? Will er die Zahlung seines Rundfunkbeitrags verweigern oder ruft er gar dazu auf?

Zuerst zu meiner fachlichen Motivation. Ich habe mich mit diesen beiden »Datenanalysen« befasst, um die sehr engen Grenzen solcher Methoden zu zeigen – um nicht zusagen: deren Untauglichkeit. Damit stehe ich nicht allein. Die beiden Analysen eines angeblich rechtsradikal gesteuerten Shitstorms sind nach allen bisher bekannten Informationen methodisch nicht haltbar und widersprechen einander:

Der SPON-Artikel kommt zu dem Ergebnis, dass etwas mehr als die Hälfte der Tweets zum Thema #Umweltsau aus dem politisch rechten Lager gekommen sein sollen und folglich etwas weniger als die Hälfte nicht aus dem rechten Lager kam. Der WDR-Beitrag benennt neben einer angeblich orchestrierten Kampagne von »Rechts« gar keine nicht-rechten Anteile. Das ist ein gravierender Widerspruch, beides kann nicht gleichzeitig stimmen.

Wenn mit derart unplausiblen und widersprüchlichen Zahlen Stimmung oder gar Politik gemacht werden soll, werde ich hellhörig und schaue genauer hin. Ich habe diese Artikel nicht geschrieben, weil ich ein Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder ein Konkurrent der Datenexperten wäre. Ich habe sie geschrieben, weil mir als Bürger, Steuerzahler und Beitragszahler die Wahrheit wichtig ist.

Und ich habe sie geschrieben, weil ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten will. 1989 war ich bei denen, die der SED »Wir bleiben hier!« entgegengerufen haben. 2020 bin ich bei denen, die dem #cancelWDR ein #reformWDR entgegensetzen.


Nur Qualität und Ausgewogenheit bringen eine höhere Akzeptanz

Ich will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht abschaffen. Ich will eine organisatorische Reform, eine Verbesserung der Qualität und eine Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es ist klar, dass dafür mindestens ein Jahrzehnt angesetzt werden muss.

Der neue öffentlich-rechtlichen Rundfunk sollte sich auf die Kernaufgaben Information, Allgemeinbildung, politische Bildung und Kultur konzentrieren und beschränken. In mancher Hinsicht kann dafür das Informationsprogramm des Deutschlandfunks als Muster dienen. Die Reform muss mit einer Qualitätsoffensive verbunden sein.

ARD und ZDF werden zur Zeit hart dafür kritisiert, dass in den Kommentaren kaum konservative und liberale Inhalte vorkommen, während linke und grüne Themen überproportional vertreten sind. Im Zweifel wird in den ARD-Nachrichtensendungen also eher für Verbote im Sinne der Grünen oder für Abgabenerhöhungen im Sinne der Roten plädiert. Die Berichte vom Parteitag der Grünen sind viel wohlwollender als vom Parteitag der FDP.

Fairness und Ausgewogenheit des politischen Informationsangebots müssen also sichergestellt und die Kriterien der Ausgewogenheit müssen transparent gemacht werden.


Rundfunkräte und Mitbestimmung

Das öffentlich-rechtliche Kernangebot muss einer professionellen Qualitätskontrolle unterliegen. Selbstverständlich sind Redaktionen frei in ihrer journalistischen Arbeit, aber selbstverständlich sind sie auch nicht immun gegen Kritik.

Ich könnte mir eine Art Presserat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorstellen, der bei Anfragen oder Beschwerden nach rein professionellen Gesichtspunkten urteilt und seine Entscheidungen veröffentlicht. Dann würde auch eine Entscheidung wie im Fall #Umweltsau auf höhere Akzeptanz stoßen.

Die Rundfunkräte können durch Bürgerversammlungen nach dem Muster Irlands ersetzt werden und so könnte auch der Reformprozess mitbestimmt werden. Woher kommt die Idee? Als man sich in Irland in der ethisch und moralisch hochkomplexen Frage des Abtreibungsrechts nicht auf ein Verfahren einigen konnte, wurde eine per Losverfahren bestimmte repräsentative Bürgerversammlung einberufen. Sie hörte sich Expertinnen und Experten an und traf dann eine Entscheidung, nach der sich das Parlament gerichtet hat. Am Ende stand ein Volksentscheid.


Die eine Hälfte verbessern, die andere Hälfte privatisieren

Die Bereiche Information, Allgemeinbildung, politische Bildung und Kultur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks würde ich also refomieren, erhalten und mit guter Ausstattung weiterführen.

Die Bereiche Unterhaltung, Filme/Serien und Sport können dagegen problemlos privatisiert werden. Es gibt keinen Grund dafür, diese Bereiche mit zwangsweise erhobenen Beiträgen der Bürger zu finanzieren, zumal die Belastungen aus der Energiewende und der Kranken- und Pflegeversicherung absehbar steigen werden.

Die unterhaltenden Bereiche der öffentlich-rechtlichen Sender können an die Börse gebracht oder an Investoren verkauft werden. Über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren kann der Rundfunkbeitrag so schrittweise halbiert werden.

Wenn der Rundfunkbeitrag nach der Reform und nach der Privatisierung von »Traumschiff«, »Degeto«-Filmen, Schlager- und Volksmusik-Shows, Krimiserien oder Fußballübertragungen jedes Jahr um einige Prozent sinken sollte, würde ich mich darüber freuen.

Der finanzielle Aspekt kommt für mich aber immer erst nach dem Inhalt. Eine Reform sollte aus meiner Sicht nicht zuerst unter der Prämisse »Zwangsbeitrag abschaffen!« oder »Zwangsbeitrag halbieren!« stattfinden. Der in zehn Jahren verbleibende Beitrag sollte mit hoher Qualität gerechtfertigt werden.

Die Teilprivatisierung wäre auch eine soziale Lösung: Mit Beitragsgeld würde nur noch das finanziert, was man als neue Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks definiert hätte.


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41 Responses to Medienkritik bedeutet nicht Medienzerstörung

  1. Alrik sagt:

    Die Kernaufgaben des ö-r-Rundfunks sind schon vom Bundesverfassungsgericht definiert: Ein Vollprogramm zu dem auch Sport und Unterhaltung gehört.

    Zugleich wurde den öffentlich rechtlichen Medien eine Bestands- und Entwicklungsgarantie gewährt: selbst wenn sie niemand mehr sehen will dürfen sie weiterexistieren und fleißig Geld kassieren um ihre „Weiterentwicklung“ zu finanzieren.
    Momentan geschieht diese Weiterentwicklung indem sie für viel Geld Youtuber kaufen und unter dem Label Funk auf Youtube antreten lassen.

    Statt einem Presserat könnten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von den Medienanstalten kontrolliert werden, die bisher für das Privatfernsehen zuständig sind. Ist aber angeblich nicht möglich, weil es der geforderten „Staatsferne“ der öffentlich rechtlichen Medien widerspricht.
    Und so kann z.B. RTL von den Medienanstalten für Schleichwerbung bestraft werden, das ZDF aber nicht. Wetten dass…? dies niemand beim ZDF ändern will?

    Kurz und gut, jeder Versuch den ö-r-Rundfunk zu reformieren wird damit enden das die betroffenen Sendeanstalten nach Karlsruhe laufen um dort ihre in früheren Entscheidungen festgeschriebene Privilegien bestätigen zu lassen.

    Ich persönlich sehe nur wenige Chancen für eine Reform.
    Realistisch wäre es das z.B. ein Landtag die Unterzeichnung des ZDF Staatsvertrages verweigert und das ZDF abgewickelt wird. Da nicht alle Bundesländer vom ZDF profitieren wäre diese ein Bauernopfer zu Gunsten der Landessender aus denen die ARD besteht.

    Möglich wäre auch eine Umstellung auf Pay TV. Es gibt ja genügend Zuschauer die immer wieder betonen wie wichtig ihnen ARD & ZDF sind, die würden also auch freiwillig gerne mehr bezahlen damit sie und ihre Großmütter von Redakteuren als Umwelt- oder Nazisau beleidigt werden können… ;-)

    • stefanolix sagt:

      Das BVerfG macht keine Gesetze und keine Verfassung. Mit dem notwendigen politischen Willen könnte man tatsächlich Staatsverträge ändern. Das BVerfG kann dann nur auf der Basis der neuen Gesetzeslage urteilen. Mit dem ZDF-Staatsvertrag könnte man doch durchaus beginnen, dann sind immer noch genügend ARD + DLF übrig.

    • Es ist doch erstaunlich, wieviele Menschen meinen, dass mit der Oma, die im Hühnerstall Motorrad fährt, ihre eigene Oma gemeint sei!

  2. B52 sagt:

    Man kann die Frage, wie der ÖRR besser gestaltet wäre, auf der inhaltlichen Ebene (also i.w. abgedeckte Themen und Qualität) diskutieren.

    Daneben (oder besser darüber) steht aber immer auch die Frage, ob man die Änderungen durchsetzen kann, d.h. ob es entsprechende Machtpositionen geben könnte. Da sehe ich schwarz. Der Elitenforscher Prof. Michael Hartmann und andere Kenner haben wiederholt die Verfilzung der politischen und medialen Elite kritisiert, ohne Effekt.

    Wie wir schon bei der Affäre um das Framing-Manual gesehen haben, setzt der ÖRR seine ganze mediale Macht ein, wenn es um ihn selber geht, das wissen auch alle Politiker. Politiker können von dem Medien, namentlich dem ÖRR, massiv geschädigt werden, dieses Risiko geht keiner ein.

    Vor der Idee der 4. Macht um Staate, die die anderen Mächte überwacht, ist beim ÖRR wenig übrig. Dazu verstehen sich zu viele Journalisten als Aktivisten bzw. Möchtegernpolitiker.

  3. Horst sagt:

    Sehr gut! Danke für den interessanten Beitrag.

  4. Muriel sagt:

    Stichwort einseitige Darstellung:
    „ARD und ZDF werden zur Zeit hart dafür kritisiert, dass in den Kommentaren kaum konservative und liberale Inhalte vorkommen, während linke und grüne Themen überproportional vertreten sind.“
    Hab ich die harte Kritik dafür, dass sie dauernd rechtes und konservatives Framing übernehmen und AfD-nahe Themen setzen, übersehen, oder hast du die gar nicht erwähnt?

    • stefanolix sagt:

      Mir sind keine AfD-Inhalte oder AfD-nahen Themen oder gar Unterstützung für die AfD in den ÖRR bekannt. Gibt es für die harte Kritik seriöse Quellen/Beispiele?

      • Muriel sagt:

        Oha.
        Ich greif jetzt einfach mal das nächstliegende Beispiel:
        https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/sendungen/heimatdeutschland-102.html

        Hier hat der Spiegel mal was über die Tendenz geschrieben:
        https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/afd-positionen-in-ard-und-zdf-talkshows-der-rechte-rahmen-a-1211935.html

        Und hast du damals zB mitbekommen, als die Sprecherin des MDR die AfD so beiläufig mit CDU und FDP zum bürgerlichen Lager gezählt hat?
        https://www.welt.de/politik/deutschland/article199533240/CDU-und-AfD-als-buergerliche-Koalition-bezeichnet-MDR-entschuldigt-sich.html

        Ich kann mir so schwer vorstellen, dass du von all dem absolut nichts mitbekommen haben solltest. Ist das so? Oder nimmst du es nicht als Beispiel für ein Problem wahr?

      • stefanolix sagt:

        Der SPIEGEL äußert eine Meinung und das ist legitim. Die Argumente und die sehr einseitig ausgewählten beiden Beispiele überzeugen mich nicht.

        Dass sich eine Sprecherin in der Hektik einer Wahlnacht verspricht, kann ja wohl nicht ernsthaft als Linie, Standpunkt oder Stellungnahme der ARD gewertet werden.

      • Muriel sagt:

        Ich verstehe deine Antwort nicht so richtig. Dass dich das nicht überzeugt, ist doch eine völlig andere Frage, über die sich meines Erachtens eine Diskussion zwischen uns nicht lohnen kann. Deshalb hab ich mir was ausgesucht, was mir offensichtlich und unbestreitbar vorkam: Es gibt diese Kritik. Immer wieder. Du hast das verschwiegen und nur die Kritik von der rechten Seite erwähnt. Das ist einseitig und sonderbar, meinst du nicht?

      • stefanolix sagt:

        Es gibt m. E. unterschiedliche Arten der Kritik. Natürlich kann man sich immer mit einzelnen Versprechern (siehe MDR in der Wahlnacht), voreiligen Tweets oder unglücklich gewählten Sendungstiteln befassen. Was aber in der von Dir verlinkten Meinungsäußerung aus dem SPIEGEL daraus konstruiert wird, finde ich nicht angemessen.

        Die Redaktionen haben sich bei der Wahl der zitierten Themen keinen Sprachgebrauch der AfD aufzwingen lassen, sondern sie haben Themen aufgegriffen, die zu diesem Zeitpunkt viele Menschen beschäftigt haben (und noch heute beschäftigen). Die AfD-Zuwächse bei den Landtagswahlen haben m. E. auch nichts mit der Wortwahl in den Talkshows, sondern mit einem Vertrauensverlust in die Politik der etablierten Parteien zu tun. Tut mir leid, anders kann ich das nicht sehen.

      • Muriel sagt:

        Ich weiß…
        Das ist ja maßgeblicher Teil des Problems, denk ich.
        Danke für die Antworten, oder so.

      • Werwohlf sagt:

        @stefanolix

        Das „Problem“ scheint mir vielmehr zu sein, dass Linke sich so sehr an eine ihnen genehme Berichterstattung und Kommentierung gewöhnt haben, dass ihnen jede auch noch so kleine Abweichung davon wie eine „Störung in der Matrix“ vorkommt. Das meine ich noch nicht einmal böswillig – im linken Verständnis sind andere Meinungen grundsätzlich moralisch verwerflich (weil die eigenen aus moralisch unfehlbaren Überzeugungen abgeleitet wurden) und daher aus der Öffentlichkeit weitgehend fernzuhalten, sofern man es selbst beeinflussen kann. Man kennt diese Einstellung auch von religiösen Organisationen (vulgo: Kirchen).

        Wenn man sich z.B. die Sendungstitel von „Hart aber fair“ anschaut, erkennt man, dass sie nur von einem Willen geleitet sind: dem zur Erlangung der maximalen Aufmerksamkeit. Die Titel sollen provozieren, damit man sich die Show antut. Die Formulierung beschreibt das Sendungsthema meist auf die skandalträchtigste Art und Weise, am Ende versehen mit einem Fragezeichen. Die Masche ist leicht zu erkennen, scheint aber nur dann für Aufregung zu taugen, wenn „skandalträchtig“ auch bedeutet „wie von der AfD formuliert“ oder ähnlich. Was in dem (Ex-)SPON-Artikel daraus gebastelt wird, wirkt lächerlich und übertrieben, weil dahinter die Absicht steckt, den berühmt-berüchtigten „Anfängen“ zu wehren: Den Senderverantwortlichen soll auf diese Art und Weise nahegelegt werden, woran sie sich bitteschön halten mögen, nämlich die gewohnt linke Weltsicht. Ähnliches passiert ja jetzt um dieses „Umweltsau“-Lied und der penetranten Verkündigung durch den ÖRR, der Protest dagegen sei eine Inszenierung von Rechtsextremen. Ob der WDR es jetzt noch einmal wagen wird, etwas vom Netz zu nehmen, wenn der Protest dagegen kein linker war?

        Auch bei der Diskussion um den Begriff „Heimat“ auch nur eine andere Sichtweise als eine linke zu formulieren, muss vor diesem Hintergrund als „rechtes Framing“ begriffen werden – unreine Gedanken eben.

        Es geht hier einfach um politische Macht, um Dominanz und Vorherrschaft in der öffentlichen Diskussion. Als Nicht-Linker muss man sich von dem Gedanken frei machen, von Linken als gleichberechtigter Akteur in der politischen Auseinandersetzung angesehen zu werden – da ist man aus deren Sicht nicht. Da taugt man höchstens noch vorübergehend als nützlicher Idiot, um deren Agenda voranzubringen.

        Dass sich jetzt auch noch auf der Rechten ähnliche Einstellungen finden lassen (mit meist anderen Zielsetzungen), macht die Sache nicht einfacher und erleichtert es den Extremen, den Anderen als Agenten des jeweiligen Gegenpols zu behandeln. Denn natürlich haben sich relativ schnell rechte Fanatiker an den „Umweltsau“-Protest angehängt, mit den nur allzu bekannten Parolen wie „es müssen Köpfe rollen“ etc.

        Insofern, um ein übliches Wortschema mal in der Zielrichtung etwas umzudrehen, spielt die Existenz der AfD den Bewahrern des ÖRR in seiner jetzigen, durchaus kritikwürdigen Form (wie du ja aufgezeigt hast) durchaus in die Hände…

      • stefanolix sagt:

        Dass dieser »Shitstorm« gegen WDR und SWR nur die bestehenden Verhältnisse zementieren wird, ist mir auch bewusst. Deshalb habe ich ja zumindest versucht, mit konstruktiven Vorschlägen einen anderen Akzent zu setzen. Ich hoffe, dass sich Teile der Union und der FDP irgendwann zusammensetzen und über die Zukunft der ÖRR sprechen werden. Was zu Jahreswechsel passiert ist, wird es nicht leichter machen.

      • Muriel sagt:

        @Werwohlf: So rein denklogisch müsste es doch so sein, dass der Umstand, dass ich selbst nicht links bin, das aber nicht so erlebe, wie du es schilderst, schon reichen, um deine Thesen weitgehend zu widerlegen, oder wie siehst du das?

      • Werwohlf sagt:

        @Muriel

        Ich habe jetzt in meinem Kommentar den Passus gesucht, der seine Aussagen denklogisch davon abhängig macht, dass alle, die sich selbst nicht als links betrachten, mit mir übereinstimmen, aber ich finde ihn nicht. Kannst du mir dabei helfen?

      • Muriel sagt:

        @Werwohlf du schriebst:
        „Das „Problem“ scheint mir vielmehr zu sein, dass Linke sich so sehr an eine ihnen genehme Berichterstattung und Kommentierung gewöhnt haben, dass ihnen jede auch noch so kleine Abweichung davon wie eine „Störung in der Matrix“ vorkommt.“
        und
        „Auch bei der Diskussion um den Begriff „Heimat“ auch nur eine andere Sichtweise als eine linke zu formulieren, muss vor diesem Hintergrund als „rechtes Framing“ begriffen werden – unreine Gedanken eben.“
        Und weil ich regelmäßig mit Linken kommuniziere, dabei naturgemäß immer wieder andere als linke SIchtweisen formulieren, und dabei eigentlich nie diese Probleme habe …
        Kann irgendwas an deiner These so allgemeingültig nicht stimmen, dachte ich.

        Nebenbei bemerkt, und du wirst das als Beleg für deine Thesen nehmen, aber genau das ist ja das Problem an solchen Selbstimmunisierungssachen, da kann ich auch nix dran ändern, sind solche Sprüche ganz klassische rechte Techniken, um eine linke Diskurshoheit herbeizureden und sich als Opfer zu inszenieren.
        Find ich unaufrichtig, irreführend und nicht in Ordnung, ganz gleich, ob dus absichtlich machst oder nicht.

      • Beobachter sagt:

        Ich bin mir immer noch nicht sicher. Deshalb möchte ich in die Runde fragen, hat schon jemand rausgefunden, ob die Postings von von Menschen oder Merkelbots verfasst werden?

      • Beobachter sagt:

        Ich bin mir immer noch nicht sicher. Deshalb möchte ich in die Runde fragen, hat schon jemand rausgefunden, ob die Postings von (Herr Rau / Muriel) von Menschen oder Merkelbots verfasst werden?

      • Werwohlf sagt:

        @Muriel

        Kann irgendwas an deiner These so allgemeingültig nicht stimmen, dachte ich.

        Es liegt, glaube ich, in der Natur der Sache, dass Aussagen über sehr große Menschengruppen, die außer einem einzigen Merkmal sonst nicht unbedingt viel gemein haben müssen, nie allgemeingültig sein können. Dennoch kann man Muster beobachten, die mit diesem Merkmal korrelieren. Dass du Linke anders erlebst, könnte dann meiner Meinung nach eigentlich nur daran liegen, dass du Online-Medien konsequent meidest. Tust du aber offensichtlich nicht. Also schon sehr erstaunlich.

        sind solche Sprüche ganz klassische rechte Techniken, um eine linke Diskurshoheit herbeizureden und sich als Opfer zu inszenieren.

        Ach herrje. Ist das jetzt eine klassische linke Technik, um als störend empfundene Meinungen in das rechte Lager zu verschieben, wo sie anscheinend unvermeidlich zu finden sein müssen? Jedenfalls traue ich nicht nur Rechten, sondern auch Linken zu, dass sie zur Erlangung eines Vorteils in der öffentlichen Debatte zu Mitteln greifen, die man dann tatsächlich als „unaufrichtig, irreführend und nicht in Ordnung“ bezeichnen kann. Einige davon habe ich in meinem Kommentar angesprochen, und womöglich erkennt der eine oder andere sie auch wieder. Ob das dann irgendwo „rechte Opfer“ zur Folge hat, ist eine für mich in diesem Zusammenhang irrelevante Frage. Es ist ja sowieso eine seltsame Zeiterscheinung und sagt einiges über die Art der öffentlichen Debatte, dass man sich durch das Erlangen eines Opferstatus Vorteile verschaffen will.

    • B52 sagt:

      „dass sie dauernd rechtes und konservatives Framing übernehmen und AfD-nahe Themen setzen,“

      Absurde Behauptung bzw. Verschwörungstheorie.

      Meedia hat kürzlich die Präsenz der Parteien in den Polit-Talkshows durchgezählt: https://meedia.de/2019/12/17/die-grosse-talkshow-auswertung-2019-annalena-baerbock-ist-die-neue-talkshow-koenigin-markus-feldenkirchen-meisteingeladener-journalist/

      Es dominieren die Regierungsparteien, was kaum überrascht. Platz 1 die Merkel-CDU, die würde ich inzwischen nicht mehr als konservative Partei bezeichnen. Platz 2 die SPD, die rückt zunehmend nach linksaußen. Platz 3 die Grünen, die sind irgendwie links bis linksradikal und wieder eher überrepäsentiert, Baerbock ist die neue Talkshow-Königin. AfD unter 5% der Auftritte.

      Dieses Gesamtbild scheint durchaus repräsentativ für den gesamten ÖRR.

    • stefanolix sagt:

      Ich zitiere: ARD und ZDF sollen »dauernd rechtes und konservatives Framing übernehmen und AfD-nahe Themen setzen«.

      Das ist so diffus, dass man es überhaupt nicht evaluieren kann. Da werden rechts, konservativ und AfD miteinander vermengt. Und die AfD ist bekanntlich in sich heterogen: sie enthält u. a. rechtsradikal-völkische Teile.

      Wer will ernsthaft nachweisen, dass ARD und ZDF so einen zusammenverkochten Brei verbreiten?

      • Herr Rau sagt:

        Und ich zitiere: „Mir sind keine AfD-Inhalte oder AfD-nahen Themen oder gar Unterstützung für die AfD in den ÖRR bekannt.“ Um das zu entkräften, reichen die zwei Beispiele völlig, allein schon logisch, egal wie sehr einseitig ausgewählt sie sein mögen oder nicht. Dann müsstest du schon auf „selten“ oder so herunter von deinem „keine“.

      • stefanolix sagt:

        Diese beiden Beispiele sind lediglich Meinungsäußerungen, in denen behauptet wird, dass sich die ÖRR so verhalten. Ob das objektiv so ist, kann ich nicht entscheiden.

        Es gibt Themen, die den Medien, den Parteien und uns allen schlichtweg durch die Realität vorgegeben werden. Dazu zählen auch unangenehme Themen. Dass die AfD bestimmte unangenehme Themen für sich ausschlachtet, bestreite ich nicht. Dass ARD und ZDF dabei bewusst und im Sinne der AfD mitmachen, bestreite ich allerdings entschieden.

      • Muriel sagt:

        Verschiebst du eigentlich absichtlich das Tor, oder passiert dir das mehr so aus Versehen?

  5. Dirk sagt:

    Ich will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht abschaffen.“

    Es ist eine Minderheit, die den abschaffen will. Aber sie wird größer.
    Dabei glaube ich, dass auch von denen die meisten nicht die, sondern diese. Wenn man das auf den Stand der letzten Jahrtausend bringen könnte, wäre alles wieder im Lot.

    Der Weg dahin führt nicht über die Reformation. Der Sauladen ist nicht reformierbar.
    Abschaffen ist der erste Schritt. Das ist keine Garantie, dass es nach einem Neuaufbau besser wird. Aber es ist die notwendige Bedingung.

  6. Dirk sagt:

    Ich will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht abschaffen.“

    Es ist eine Minderheit, die den abschaffen will. Aber sie wird größer.
    Dabei glaube ich, dass davon die meisten nicht die, sondern diese Öffentlich-Rechtlichen loswerden wollen. Wenn man das auf den Stand der letzten Jahrtausends bringen könnte, wäre alles wieder im Lot.

    Der Weg dahin führt nicht über die Reformation. Der Sauladen ist nicht reformierbar.
    Abschaffen ist der erste Schritt. Das ist keine Garantie, dass es nach einem Neuaufbau besser wird. Aber es ist die notwendige Bedingung.

  7. Michael_DD sagt:

    stefanolix sagt: … ganz viel Bestätigung.

    Ich ärgere mich immer über dieses zunehmende (westdeutsche) Kindergarten-Deutsch: Wir haben ganz viel Spielzeug!
    „ganz viel“ kommt im Duden nicht vor.

  8. Michael_DD sagt:

    stefanolix : Ich will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht abschaffen. Ich will eine organisatorische Reform, eine Verbesserung der Qualität und eine Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es ist klar, dass dafür mindestens ein Jahrzehnt angesetzt werden muss.

    Lieber stefanolix, das haben schon viele gewollt. Ich nehme mal diesen Artikel von 2004. Daß da ein enormer Reformbedarf besteht ist klar wie Klosbrühe, aber nichts ist passiert. Es ist wie mit der ausgedienten Schubkarre auf dem Bauernhof – ab und an schiebt sie einer, weil sie im Weg ist, ein paar Meter und stellt sie wieder ab. Nun ist unser ÖRR keine alte Karre. Im Gegenteil – er wächst und gedeiht. Dafür verlangt er jetzt eine Erhöhung der Rundfunkgebühr, beschönigend „Demokratieabgabe“ genannt. Irgendwo habe ich mal gelesen, daß der WDR stolz darauf ist, sich mit der BBC vergleichen zu können. Dabei ging es nicht um Qualität sondern ums Budget.
    Doch mal zu einem anderen Aspekt. Muriel behauptete, sie (ARD und ZDF; d.V.) dauernd rechtes und konservatives Framing übernehmen und AfD-nahe Themen setzen:

    Muriel sagte:
    „ARD und ZDF werden zur Zeit hart dafür kritisiert, dass in den Kommentaren kaum konservative und liberale Inhalte vorkommen, während linke und grüne Themen überproportional vertreten sind.“
    Hab ich die harte Kritik dafür, dass sie dauernd rechtes und konservatives Framing übernehmen und AfD-nahe Themen setzen, übersehen, oder hast du die gar nicht erwähnt?

    stefanolix sagte:
    Mir sind keine AfD-Inhalte oder AfD-nahen Themen oder gar Unterstützung für die AfD in den ÖRR bekannt. Gibt es für die harte Kritik seriöse Quellen/Beispiele?

    Die darauf von Muriel gebrachten Beispiele waren mehr als dürftig angesichts seiner steilen Behauptung. Auch eine aufwendige Analyse der Senderbeiträge dürfte da nichts bringen. Betrachten wir aber doch einmal die Präsenz der Parteien in den Gesprächsrunden.
    Selbsternannte Volksverpetzer machen den Faktenchek, der wie folgt eingeleitet wird:
    „Die „Grünen“ durften viel zu oft mitreden – und die AfD wurde fast totgeschwiegen!“ – einen Beitrag mit diesem Inhalt veröffentlichte Jörg Meuthen (AfD) am Morgen des 01.07. auf seiner Facebookseite. In der Bildunterschrift konkretisiert er diese Beschuldigung. Es seien alle Ausgaben der 4 größten Talkshows in den deutschen Öffentlich-Rechtlichen im Jahr 2019 analysiert worden. Von 146 Politikern der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien seien dabei lediglich 8 aus der AfD gewesen, gleichzeitig seien 25 „von der kleinsten Partei im Bundestag, nämlich den sogenannten „Grünen““ eingeladen worden. Zitat Ende.
    Der eigentliche Faktenchek geht dann so:
    Zuerst sollte aufgedeckt werden, dass die AfD hier geschickt mit Zahlen spielt. Von 146 Politikern, die im entsprechenden Zeitraum bei diesen Talkshows aufgetreten sind, waren nur 8 von der AfD, das entspricht dem geringen Prozentsatz von 5,5% – zumindest, wenn man diese Rechnung genau so stehen lässt. Aus Sicht der AfD in Anbetracht ihres Wahlergebnisses von 2017 (12,6%) total ungerecht. Zitat Ende.
    Die Cheker meinen, entscheidend sei
    … wie hoch der Anteil an „Talkshows mit AfD-Beteiligung“ an allen Talkshows ist. Zitat Ende.
    Und so
    … sieht die weitere Rechnung aber wie folgt aus:
    • 2/20x Maybrit Illner
    • 2/17x Anne Will
    • 2/18x „hart aber fair“
    • 2/15x Maischberger
    Ergibt 8/70 Talkshows seit Jahresbeginn in denen ein AfDler saß – 11,4% Beteiligung! …Die Abweichung vom Wahlergebnis um rund 1% kann auch gut als statistische Verzerrung gewertet werden
    Zitat Ende.
    Auf dieser Basis mache ich mal die Gegenrechnung auf: In 70 Gesprächsrunden saßen 138 Grüne, Linke usw., macht 197% ! Spannend wäre zu wissen, wie die Cheker hier „die Abweichung vom Wahlergebnis“ werten.
    Um mit Thälmann zu sprechen : „ Das haut dem Faß die Krone in´s Gesicht!“

  9. Michael_DD sagt:

    Was ist los in der Diskussionsrunde zum Thema ÖRR? Ist die Diskussionsfreude erloschen, obwohl das Thema nach wie vor wie eine alte Karre im Wege steht?! Im Bundestag fassen die Parteien Linke, Grüne, FDP und CDU das Thema nicht an, weil sie mit dem gegenwärtigen Zustand zufrieden sind. H.G. Maassen, der geschaßt wurde als Chef des Verfassungsschutzes, weil er der Kanzlerin widersprach, muß nicht mehr neutral sein. Nach seiner Meinung reichen 1 €/Monat und Gebührenzahler aus. Im Jahre 2018 betrugen die Einnahmen des ÖRR 8,01 Mia €. Nach Maassens Vorschlag wären es noch 458 Mio €/a; die Zahl der Zahler als konstant angenommen. Das sind 5,7% des 2018er Betrages. Um diese Reduzierung, bedarf es wohl der zehn Jahre, welche stefaniolix veranschlagte.
    Muriel beklagte ja, dass sie (die ÖR; d. V.) dauernd rechtes und konservatives Framing übernehmen und AfD-nahe Themen setzen. Zitat Ende. Das würde nach einer Reform automatisch auf ein erträgliches Maß geschrumpft sein. So sieht´s aber heute aus: Nehmen wir mal statt des Framing das Ranking der Gäste mit den meisten Einladungen in den Talkshows von ARD und ZDF im Jahr 2019. Wenn man bedenkt, daß so eine Einladung je nach Promistatus honoriert wird, bedarf es auch hier einer sozial verträglich Gestaltung.

  10. Michael_DD sagt:

    Private Berater für den ÖRR

    Kleine Ergänzung; gefunden bei TE – Tom Buhrow, Intendant des WDR, geht in die Offensive.
    Der Autor schreibt: „Tom Buhrow leistet sich private Kommunikationsfachleute, die vom zwangseingetriebenen Rundfunkbeitrag der Bürger bezahlt werden, um eben diesen Beitrag bzw. dessen Erhöhung zu rechtfertigen.“ Zitat Ende.
    Und greift … jetzt noch mit beiden Händen voll in der Zwangsgebührenschatulle, wenn Buhrow zusätzlich zu einem sowieso schon übergroßen und aufgeblasenen Kommunikationsteam (über ein Dutzend Fachleute sollen hier schon u.a. dafür tätig sein, wegzubügeln, was an kommunikativen Unfällen zusammenkommt) zwei Experten aus der Privatwirtschaft hinzubestellt. .“ Zitat Ende.
    Weiter : „Die wichtigste Frage zu Tom Buhrows Neueinstellungen: Inwieweit ist es statthaft, dass die Öffentlich-Rechtlichen, die ihr Dasein ja einem Rundfunkstaatsvertrag verdanken, Einfluss nehmen auf die politische Meinungsbildung rund um die sie selbst betreffende Regulierung? .“ Zitat Ende.
    Die DNN widmete dem Problem heute eine Doppelseite.
    Es kommt Bewegung in die Sache.

  11. Michael_DD sagt:

    Aus Holz gestrickt

    Um mit Karl Kraus zu beginnen

    Es ist zwar schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

    Und nicht am dieser Stelle. Ich meine die Thüringen-Wahl vom 5.2.2020. Der FDP-Mann Kemmerich wurde mit AfD- Stimmen zum MP gewählt. Kurz danach brach der Antifa-Sturm los, gegen AfD und FDP, gegen deren Mitglieder, Familien, Büros und Wohnhäuser. Auf Staatsbesuch in Südafrika befand Frau Merkel, es handele sich um einen „unverzeihlichen Vorgang“. Die Wahl müsse rückgängig gemacht werden. Die WamS vom 9.2.2020 vermeldete, Merkel übe Druck aus auf die FDP, indem alle CDU-FDP-Koalitionen in Landesregierung überprüft werden sollen. Sie hat damit gleich gegen zwei Regeln verstoßen, sie hat sich in die föderalen Belange eines Bundeslandes eingemischt. Und zweitens mißachtete sie die ungeschrieben diplomatische Regel, daß man sich als Staatsgast nicht zu eigenen innenpoltischen Angelegenheiten äußert. Eine Ausnahme von dieser Regel dürfte gegeben sein wenn Assad bei Putin antritt.
    Ein klassisches Beispiel, wie man mit der Merkel-Meinung geschmeidig mit schwimmt und zugleich linkes Framing betreibt, bot Markus Lanz am 12.2.2020. Thema war die Thüringen-Wahl, Gäste waren u.a. der CDU-Mann Vogel und die Strauß- Hinschmeißerin von Erfurt. Die Merkel-Äußerung und die Antifa-Attacken kamen bei Lanz nicht vor. Nur einmal fragte er Bei Hinschmeißerin vorsichtig nach (32:00min): “ … muß Ihnen auch klar gewesen sein, was das u.U. für ihn (Kemmerich; d.V.) und evtl. seine Familie bedeutet.“ Zitat Ende. Pflichtschuldig antwortet diese: „Es ist überhaupt nicht zu akzeptieren, daß Kemmerich bedroht wird, daß seine Familie bedroht wird usw.“ Zitat Ende. Die deutschlandweiten Attacken der Antifa sind ihr gerade mal ein usw. wert; sofort beklagt sie, daß sie und die Abgeordneten der Linken im Thüringer Landtag von der AfD bedroht werden. Lanz ist elektrisiert und fragt nach: „Können Sie das mal erzählen. … Ich hör´ das nie offiziell. Können Sie uns mal ein Beispiel geben.“ Zitat Ende. Was danach bei Lanz im ÖRR offiziell wurde, liest sich bei Achgut vom 15.2.2020 wie folgt. Zitat Robert von Loewenstern: „ … so durfte sie bei Markus Lanz (hier ab 32:40) berichten, welch erschütternde Erfahrungen sie mit der AfD sammelte: „Es ist einfach Fakt, dass die AfD tatsächlich faschistische Methoden anwendet.“
    Zur Veranschaulichung, „wie die AfD unsere Abgeordneten bedroht“, schilderte Hennig-Wellsow eindrücklich die grauenhaftesten Erlebnisse aus sechs Jahren Landtagszugehörigkeit der AfD. Da standen zum Beispiel vor Kurzem einige AfD-Abgeordnete im Aufzug nahe bei einer jungen Linken-Abgeordneten, „eine Situation, aus der sie nicht mehr herauskommt“. Man kennt das ja. Man kommt einfach nicht mehr raus. Bis der Aufzug wieder hält.
    Nicht minder traumatisierend als das heimtückische Aufzugfahren ist eine andere Vorgehensweise der braunen Ungeheuer – „auch das eine Methode der Nazis: übertriebene Freundlichkeit“. Die „perfiden“ AfD-Kollegen hatten nämlich meuchlings Unsägliches geäußert wie „Gehen Sie doch mal mit uns Kaffee trinken“ oder „Sollen wir Sie nicht da und dorthin mitnehmen und fahren?“.
    Als wäre das alles nicht schlimm genug, steuerte Hennig-Wellsow noch das Protokoll einer Attacke bei, die ihr jüngst persönlich widerfuhr: „Ich selbst wurde neulich von einem AfD-Abgeordneten bedrängt, der, äh, körperlich meinen Weg begleiten musste.““
    Zitat Ende. Obwohl Lanz („Ich hör´ das nie offiziell.“ – s.o.) bis dato davon nichts wußte, steuert er doch eine Geschichte bei (39:00min). Angeblich hätte die AfD einem Abgeordneten einen kleinen Galgen in den Briefkasten gelegt und ihn wissen lassen, daß Steinigen besser wäre. Abschließend befindet er:

    Lanz: Also wenn man sich traut, sowas öffentlich … zu sagen, weiß man ungefähr aus welchem Holz die Leute gestrickt sind.

    Da hat sich einer verschnitzt.
    Anschließend versucht er dem CDU-Mann Vogel einen „Pragmatiker“ Ramelow schmackhaft zu machen. Dazu paßt

    Piet Klocke: Das muß man sich mal auf die Zunge legen!

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