Buridans Pferd und andere Bilder von einem Ausflug nach Pillnitz

19. Oktober 2014


Rund um Pillnitz (19.10.2014):
Bilder vom Spaziergang am späten Vormittag …


Die glücklichen Dresdner und ihre glückliche Oberbürgermeisterin …

12. Oktober 2014

In der Diskussion über die Sperrung der historischen Augustusbrücke hat der Grünen-Stadtrat Thomas Löser von der Gefahr einer »Stadt ohne Visionen« gesprochen. Eine Stadt ohne Visionen sei eine traurige Stadt. Nun gibt es ja unterschiedliche Arten von Visionen, aber ganz unrecht hat er nicht.


Die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz stieg sofort nach dem Debattenbeitrag in freier, unvorbereiteter Rede auf die Aussage Lösers ein. Hier ist mein Transkript aus dem Video Nr. 3 etwa ab Minute 15:00.

Orosz: Herr Löser, eine Korrektur erlaube ich mir zu Ihrer Formulierung »eine Stadt ohne Visionen ist eine traurige Stadt«. Ich weiß nicht, von welcher Stadt Sie sprechen.

Es gab eine aktuelle Umfrage in einer Zeitung hier in Dresden, vor kurzem, zum wiederholten Male, dass über zwei Drittel der Dresdner Bevölkerung glücklich sind in Dresden – ich weiß nicht, von welcher Stadt Sie sprechen.

kurze Pause mit Zwischenrufen

Das müssen Sie einfach nur zur Kenntnis nehmen!

Zwischenrufe (offenbar Einwände zur Umfrage)

Ja, jetzt, jaaaa – die Journalisten haben das falsch gemacht, und überhaupt, und alles, aber irgendwann müssen Sie es doch mal zur Kenntnis nehmen.


Selbst wenn die Umfrage der »Sächsischen Zeitung« statistisch seriös wäre (was sie nicht ist), zeigt der Beitrag von Frau Orosz aus meiner Sicht, warum sich die CDU nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger umschauen sollte:

  1. Wir haben eine Oberbürgermeisterin, die ihre politischen Einsichten aus plakativ aufbereiteten Umfragen einer Lokalzeitung bezieht.
  2. Wir haben eine Oberbürgermeisterin, die nicht in der Lage ist, auf einen sachlichen Einwand eine sachliche Antwort zu geben.

Ich will im folgenden kurz erklären, warum jeder politische Bezug auf die Ergebnisse der Glücksumfrage der »Sächsischen Zeitung« äußerst fragwürdig ist.


Problem 1: Die Selbstauswahl

Diese Umfrage beruhte auf dem Prinzip der Selbstauswahl. Die Leserinnen und Leser hatten drei Möglichkeiten: Sie konnten an der Umfrage überhaupt nicht, einmal oder mehrfach teilnehmen.

Um sich für eine der drei Möglichkeiten zu entscheiden, mussten sie natürlich erst einmal wissen, dass die Umfrage stattfindet. Sie mussten auch in der Lage sein, im Web oder auf dem Papier an der Umfrage teilzunehmen. Allein anhand dieser Voraussetzungen wird schon eine Vorauswahl getroffen.

Dazu kommt: Das Verbreitungsgebiet der Sächsischen Zeitung entspricht nicht der Fläche des Freistaats. Es gibt zwei große Gebiete mit anderen flächendeckend verbreiteten Zeitungen. Die Umfrage kann also nicht »Glückliche Sachsen« heißen, sondern allenfalls »Glückliche Sachsen im Verbreitungsgebiet der Sächsischen Zeitung«.

Selbst wenn wir davon ausgingen, dass alle erwachsenen Bürger Sachsens von der Umfrage erfahren hätten: Eine Umfrage, bei der sich die Teilnehmer aus eigener Entscheidung einmal oder mehrfach einbringen können, ist aus Sicht der Politik und aus Sicht der Sozialwissenschaft wertlos. Eine Stichprobe, die durch völlig unkontrollierte Selbstauswahl (auch noch teilweise online) gebildet wird, kann nicht repräsentativ sein.

Problem 2: Die Auswertung der Ergebnisse

Selbst bei einer wissenschaftlich korrekten und für alle Sachsen repräsentativen Umfrage wäre es statistisch falsch, die Ergebnisse auch noch nach dem Wohnort der Befragten auszuwerten. Denn für die Wohnorte der Befragten ist so eine Umfrage eben nicht automatisch repräsentativ. Profis wissen das – und gehen bei der Auswertung entsprechend sorgfältig zu Werke.

Noch weniger Sinn hat also eine Aufteilung der Ergebnisse der Glücksumfrage auf die einzelnen Städte und Kreise des Verbreitungsgebiets der Zeitung. Der größte anzunehmende Unsinn ist eine Aufteilung auf einzelne Stadtteile und Ortschaften der Stadt Dresden. Selbst davor ist die Zeitung nicht zurückgeschreckt.

Die Berichterstattung über die Umfrage zog sich in der Sächsischen Zeitung über viele Ausgaben hin. Hier ist eine Auswahl der Überschriften:

  • Freunde und Geld machen Sachsen glücklich
  • Beim Liebesleben oft nur Durchschnitt
  • Familie ist das größte Glück der Riesaer
  • Den Bautzenern fehlt was zu ihrem Glück
  • Der Osten nimmt Abschied von der Ostalgie

Alle diese Überschriften kann man so, wie sie sind, in die Blaue Papiertonne werfen. Keine davon hat einen statistischen, politischen oder sozialwissenschaftlichen Wert.

Wir werden in den nächsten Jahren in der Stadt große Probleme zu bewältigen haben. Es tut mir leid für das bürgerliche Lager in Dresden, aber eine Oberbürgermeisterin, die sich von solchen Umfragen politisch beeinflussen und beeindrucken lässt, ist hier völlig fehl am Platze.


Quellen und weiterführende Links



Wenn Sie im Herbst 2014 noch nichts vorhaben …

6. Januar 2014

Als Rückblick kann ich es ja heute nicht mehr verwenden – aber im Spätherbst hatte ich Gerlinde aus Australien noch einige Herbsturlaubsbilder versprochen. Die erste Serie hatte ich schon nach dem Urlaub verbloggt.

Deshalb ein Tipp für die Zukunft: Wenn Sie jetzt Pläne für einen Kurzurlaub im Herbst 2014 machen, ziehen Sie doch mal das Elbsandsteingebirge in Betracht. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten jeder Art vom Campingplatz bis zum Fünf-Sterne-Hotel, es gibt in Pirna und Bad Schandau jeweils ein Bad, es gibt Kulinarisches, Wald, Felsen und die Festung Königstein:

Festung Königstein (Aufstieg und Abstieg).


Rückblick auf den Kurzurlaub im Goldenen Herbst

3. November 2013

Bilder vom 30.10.2013.


Lichtenhainer Wasserfall und angeschlossenes Gasthaus

31. Oktober 2013

Zwei Bilder aus dem (abgeschlossenen) Kurzurlaub: Nach einer ruhigen Wanderung zum »Kuhstall« lockte uns das Gasthaus am »Lichtenhainer Wasserfall«. Man kann dort solide (bürgerlich) essen und kommt damit gut über den Flößersteig nach Bad Schandau zurück.

Lichtenhainer Wasserfall (30.10.2013).

Gasthaus am Lichtenhainer Wasserfall (30.10.2013).

Herr @stipriaan war dieser Tage in anderen Teilen des Elbsandsteingebirges unterwegs. Er hat das abgebildete Gasthaus auch schon besucht und ich freue mich schon auf seine Eindrücke als Gastronomie-Kritiker.



Grüner Mai

23. Mai 2013

Auch wenn das Wetter in diesen Tagen etwas durchwachsen ist: In und um Dresden gibt es eine gute Mischung aus Sonne und Regen. Die folgenden Bilder sind gestern und heute in und um Bad Schandau entstanden …

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013

Mai 2013


Im Schlosspark Pillnitz: Aktbilder aus den Staatlichen Kunstsammlungen

16. September 2012

Im Schlosspark Pillnitz werden zur Zeit einige Reproduktionen von Bildern aus den Staatlichen Kunstsammlungen präsentiert. Am frühen Morgen und am Abend (bis zum Einbruch der Dunkelheit) kann man den Park und die Bilder kostenlos anschauen. Am Tag muss man die Jahreskarte vorzeigen oder einen Obolus entrichten.

Bilder im Schlosspark Pillnitz

Aktbilder aus den Kunstsammlungen im Schlosspark Pillnitz
(September 2012), Klick vergrößert.


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