Sie haben zwar nichts gefunden,

aber vielleicht können wir Ihnen trotzdem weiterhelfen? Meint Zweitausendeins, nachdem ich dort nach einem Buch gesucht habe:

Ihre Suchanfrage ist leider ohne Ergebnis. Zum Trost zeigen wir Ihnen ein paar Sachen aus unserem aktuellen Programm.

Ich sag jetzt nicht, wonach ich gesucht habe. Aber die vier Bücher von John Updike standen damit wirklich in keinem Zusammenhang ;-)

17 Responses to Sie haben zwar nichts gefunden,

  1. elbnymphe sagt:

    Hey, Updike’s Rabbit-Reihe lohnt die Lektüre allemal! :-)

  2. stefanolix sagt:

    Aber die habe ich doch schon ;-)
    Die Übersetzung von »Rabbit is rich« gab es z.B. in der DDR. Wenn man rechtzeitig bestellt hat und viel Glück dabei hatte, bekam man damals eine Menge gute Bücher, die DDR war wirklich ein Leseland.

  3. foster sagt:

    Nur leider musste man üblicherweise die nötigen Kontakte haben, um rechtzeitig einen Wink zu bekommen, dass dieses und jenes Bestellenswertes reinkam. Nie waren Bibliotheken so wertvoll wie damals.

  4. elbnymphe sagt:

    Bei Euch belesenen Ostdeutschen fällt mir eine Zeile aus Nina Hagens „TV-Glotzer“ ein: „Die Arztromane ha‘ ick schon mit 12 hinter mir jebracht; Mann, bin ick belesen, ey!“ ;-)

    Im Ernst, irgendwie schade, daß die Menschen dann aufhören zu lesen, wenn sie die Freiheit haben, es zu tun. Und leider eine Parallele zum Wählen gehen.

    • stefanolix sagt:

      Und was soll ich jetzt zu Dir als Vertreterin der belesenen und kulturvollen »Wost«-Deutschen sagen? ;-)

      • elbnymphe sagt:

        Ja, wir Wostdeutschen, uns gehört die Zukunft! ;-)
        Hm … ich habe viele schöne Kunstbände und auch etliche Romane aus DDR-Verlagen in meinen Beständen, z. B. E. A. Seemann oder Reclam.

      • stefanolix sagt:

        Aber nur den Wostdeutschen in Dresden ;-)
        Hach, Bücher! Man könnte nächtelang darüber bloggen!

    • foster sagt:

      Wieviel das mit der „Freiheit es zu tun“ zu tun hat, wäre die Frage. Ich denke, die verfügbaren medialen Alternativen spielen auch eine große Rolle, vielleicht sogar die größere.

      Andererseits: die Zensur fischte neben den bösen bösen systemkritischen oder, ogottogott, womöglich individualistisch daherkommenden Textenn vor allem auch den ganzen Schund weg. Was von der westlichen Literatur übrigblieb, waren dann eben gerade die Perlen. Unter solchen Umständen zum Lesen zu kommen, fiel leicht.

      • stefanolix sagt:

        Es gab in der DDR — zumindest für mich — auch keine Ablenkung durch das Fernsehen. Ich war in einer Bibliothek angemeldet, seit man angemeldet sein durfte (ab dem Alter von 14 Jahren).

        Zensur – ach je! Klar gab es Zensur. Aber in den Schränken unserer ESG in Weimar gab es auch Orwell und andere Autoren, die in der DDR verboten waren. Daneben gab es Bücher in privaten Kreisen und die gingen auch wirklich herum. Mich persönlich hat Zensur in der Zeit von 1985 bis zur Wende im Grunde nicht mehr betroffen. Die einzige Einschränkung war: zu wenig Zeit ;-)

      • foster sagt:

        Genau darauf – die fehlende Ablenkung – zielte ich ja ab. Auch in der Bundesrepublik war es damals ja mit dem TV noch nicht so extrem wie heute: es gab 3 Sender und das wars. OK, in der 2. Hälfte der 80er kamen dann langsam die Privaten auf, aber die konnten, im Gegensatz zu den Öffis, nicht mal wir empfangen. Bloß gut. ;)

        Computer waren damals auch noch nicht so verbreitet wie heute. Mein Rechner hält mich manchmal shon vom Bücherlesen ab. Mehr als mir lieb ist.

        Was die Kreise betrifft, war ich wohl in den falschen, nicht so leselustigen.

  5. stefanolix sagt:

    Ha! Bibliotheken waren gut und wichtig. Keine Frage.

    Aber man musste keine besonderen Kontakte haben, denn es gab in Dresden im »Haus des Buches« einen einzigartigen Service: jeden Dienstag durfte man schriftlich Bestellungen für Bücher abgeben, die lediglich angekündigt waren. Ohne Ansehen der Person.

    Ich musste lediglich am Nachmittag nach der Berufsschule dorthin fahren, was in diesem Fall kein Problem war, denn die Entfernung betrug keine zwei Kilometer.

    Letztlich wurde irgendwann natürlich ein Kontakt daraus, denn Buchhändlerinnen mögen ja interessierte Kunden. Aber die meisten Bücher, das kann ich sagen, habe ich so bestellt und viele habe ich heute noch.

    • stefanolix sagt:

      Ach so, einen Haken hatte das Ganze. Es gab nur einen oder zwei Plätze zum Ausfüllen und das Anstehen konnte schon mal eine Stunde dauern. Aber die hat man eben mit Lesen verbracht ;-)

      • Klaus sagt:

        Hihi, das war für uns Wessis einfacher (in der DDR gedruckte Bücher zu bestellen), kein Anstehen und billig waren die Bücher auch noch. Ich habe immer noch ein Chemiebuch rumliegen, allerdings ist das Papier schon so vergilbt als ob es schon 100 Jahre alt wäre.

      • stefanolix sagt:

        Schön für Euch ;-)

        Das Papier sah manchmal schon beim Kauf ziemlich alt aus. Aber uns Ossis kam es halt eher auf den Inhalt an.

        Was die Fachbücher betrifft: Wir haben damals regelrecht mit Büchern Tauschhandel betrieben, indem wir Bekannten die Bücher geschickt haben und dafür dann West-Artikel bekamen. Bücher, Klassik-Platten und Christstollen waren recht begehrt.

    • foster sagt:

      Schön und gut, aber so eine Ankündigungsliste nützt einem praktisch nu wasr, wenn man weiß, was man sucht, also Fan des Autors oder Genres ist. Stöbern kann man in der Liste schlecht. Und das ist der Haken.

      • stefanolix sagt:

        Das ist wahr. Man brauchte gute Nerven beim Bestellen. Zum Glück waren Bücher aber subventioniert und es war auch für einen Lehrling kein finanzielles Problem. Zum Stöbern gab es ja außerdem wieder die Bibliothek.

        Dann sucht man ja auch gezielt nach Autoren. Man konnte in der DDR z.B. schrittweise alles von Stefan Zweig bekommen. Davon war ich sehr begeistert.

        Weiterhin gab es gewisse Serien, so z.B. die »Taschenbibliothek der Weltliteratur«, da bekam man für zwei bis vier Ostmark sehr viele gute Bücher (auch »bürgerliche Literatur«).

        Also wenn man in dem Bestellsystem einigermaßen drin war, konnte man anhand der knappen Beschreibungen doch ganz gut bestellen ;-)

        Ich rede übrigens in meiner Erinnerung von einem 17- bis 19jährigen …

      • foster sagt:

        Wenns in der Bibliothek stand, wars aber u.U. zu spät, um noch ein Exemplar käuflich erwerben zu können. OK, man konnte hoffen, dass irgendwann eine neue Auflage rauskam. Damit wären wir dann doch wieder bei der Liste.

        Ansonsten: ich bin etwas jünger und musste deshalb mit Taschengeld auskommen. Die 17 (und damit auch die Verfügbarkeit von 108,- M Lehrlingsgeld im Monat) hab ich erst ’89 erreicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: