Hameln und Limetten

habe ich gerade zu meiner ersten eigenen Marmelade angesetzt. Die Hameln sind wilde Pfirsiche vom Wochenmarkt, wo der Gärtner immer mal wieder ein paar Körbe Wildobst vom Bauern anbietet. Sie sehen etwa so aus:

Frische Hameln

Frische Hameln.


Die unbehandelten Limetten habe ich vorhin gerade noch im Bio-Laden gekauft, dann gewaschen, getrocknet und die Schale abgerieben. Jetzt zieht das alles einige Stunden abgedeckt vor sich hin und dann wird die Marmelade relativ kurz aufgekocht. Wenn man nach dem Duft geht, kann es eigentlich nur gut werden ;-)


Aus unserer Serie: Was man alles so tut, um die Zeit bis zur Bundestagswahl zu überbrücken …


9 Responses to Hameln und Limetten

  1. foster sagt:

    Guck mal da, hinter dir, am Himmel, ein toter Vogel!

  2. Claudia sagt:

    Das klingt hervorragend. Mach ich wahrscheinlich demnächst auch, angeregt von Dir.

    • stefanolix sagt:

      Zwischenstand: Es duftet wunderbar ;-)
      Ich sende Dir nächste Woche mal mein Amateur(!)-Rezept. Leider muss ich die Marmelade bis Dienstag im Kühlschrank stehenlassen, wegen einer Dienstreise. Aber vielleicht kann ich morgen noch kosten.

      • Claudia sagt:

        Ich freue mich sehr darauf und danke jetzt schon recht herzlich!

      • stefanolix sagt:

        Es schmeckt so gut, dass ich nie wieder Marmelade oder Konfitüre kaufen werde. Du hast sicher schon langjährige Erfahrungen mit Marmelade, dann bekommst Du es auch ganz einfach hin.

        Zum Geschmack: Es hat eine leicht englische Note, es erinnert etwas an die englischen Marmeladen oder Konfitüren aus Zitrusfrüchten (mit geschnittenen Schalen). Aber man merkt fast nichts von den fein geriebenen Schalen und eigentlich dominiert der Geschmack der Hameln. Die Früchtestücken sind gut erhalten und liegen ziemlich dicht, es ist also ein sehr fruchtiges Produkt.

        Ich habe:

        (1) knapp 2kg Hameln (gerade an der Reifegrenze) gewaschen, entkernt und gehäutet, in nicht zu kleine Stücke geschnitten. Dabei haben die herben Früchte kaum Saft verloren.

        (2) Zwei Limetten gründlich gewaschen, abgetrocknet und die Schale abgerieben.

        (3) Den Saft der Limetten ausgepresst und die Hälfte zu den Hameln gegeben.

        (4) Den Gelierzucker im Verhältnis 1:3 zugegeben und alles in einem Edelstahltopf mehrere Stunden stehengelassen, damit der Saft austritt. Nach dem Kosten [des fertigen Produktes] würde ich empfehlen: bei der Kombination Hamel/Limette wirklich die minimale Menge Zucker (zum Konservieren) verwenden. So schmeckt es fruchtiger. Bei Marmelade für den direkten Verbrauch würde ich Gelierzucker sparen und eher etwas Agar-Agar mit verwenden.

        (5) Den Topf habe ich dann ganz langsam erwärmt und nicht umgerührt, nur beobachtet. In Wahrheit habe ich den Topf auch kaum beobachten können, weil ich noch eine Arbeit erledigen musste.

        (6) Nach einer Stunde begann der Inhalt des Topfes leicht zu brodeln. Von da an habe ich ab und zu gerührt, bis die Kochzeit von ca. zehn Minuten erreicht war. Ich habe den Saft gekostet, fand ihn etwas zu süß und habe den Rest des Limettensafts zugegeben. Beim nächsten Mal würde ich die Fruchtmenge in zwei kleinen Töpfen zubereiten, um eine weitere Möglichkeit zum Variieren zu haben.

        (7) Dann habe ich nach einem letzten gründlichen Rühren den Inhalt des Topfes in die vorbereiteten Gläser gefüllt. Nach dem ersten Abkühlen habe ich sie in den Kühlschrank gestellt. Aus einem kleinen Schälchen habe ich dann heute morgen gekostet.

        Viel Erfolg beim Nachkochen ;-)
        Für Hinweise bin ich dankbar. Proben kann ich leider nicht versenden.

  3. Claudia sagt:

    Herzlichen Dank für dies feine Rezept!
    Wenn Du die Gläser nach dem Zuschrauben sofort auf den Kopf stellst (es kann dabei etwas Saft austreten, macht aber nix) und nach einer Weile noch einmal – richtig herum in einen Topf mit Wasser, so daß das obere Drittel herausragst, und das Wasser fünf Minuten kochst -, sind sie „eingeweckt“, d.h. Du kannst die Marmelade beliebig lange außerhalb des Kühlschrankes aufbewahren. Allerdings darf für diese Methode nicht das geringste Luftbläschen in einem Glas sein, und die Deckel müssen wirklich fest schließen, sonst kann sich dort Schimmel bilden.
    Ganz sicher geht es mit Weckgläsern und Gummiringen – aber ich habe mit den billigeren Schraubgläsern gute Erfahrungen gemacht.

  4. califax sagt:

    Ein paar Kilo Johannesbeeren durchspülen, zuckern und schwefeln. Nach ein paar Stunden alles zu Brei quetschen und erneut durchziehen lassen – den Saft abziehen und einkochen.

    • stefanolix sagt:

      Ich werde jetzt mehr Zeit dafür haben ;-)
      Die Zeit der Beeren ist ja für 2009 erst mal vorbei. Aber wie oben schon gesagt, ich werde keine Marmelade, keine Konfitüre oder kein Gelee mehr kaufen.

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