Pfefferkuchensauce

Die Kollegin Elbnymphe ist ja gerade in der Heimat und von dort hat sie auch über Weihnachtsessen gebloggt. Im Verlauf der Diskussion wird zwischen Elbnymphe und Casus eine »Pfefferkuchensauce« bzw. eine »Lebkuchensauce« erwähnt.

Soweit ich es recherchieren konnte, kann eigentlich nur die erste Bezeichnung richtig sein. In Pulsnitz gibt es das spezielle Handwerk der Pfefferküchler und von dort kommt auch der Saucenkuchen. Der allgemeine Lebkuchen (so habe ich mich von Alteingesessenen belehren lassen) sei etwas ganz anderes.

Es gibt also wirklich spezielle Pulsnitzer Saucenkuchen. Das sind trockene, etwas festere Pfefferkuchen, die zum Teil eine würzende und zum Teil eine bindende Wirkung haben. Der Teig erinnert an die berühmten Pulsnitzer Pfefferkuchen, ist aber kaum gesüßt. Er enthält kein Fett.

Der Witz ist nun aber: den Saucenkuchen soll man eigentlich nicht herausspüren. Ich würde meine Sauce nicht direkt nach dem Saucenkuchen benennen. Ich verwende ihn sehr gern in meinen Weihnachtssaucen (zum Beispiel zu Wild oder Ente), aber es hat noch nie jemand gemerkt ;-)

2 Responses to Pfefferkuchensauce

  1. Elbnymphe sagt:

    Glaub mir, der Geschmack ist nicht immer eine Frage der Semantik! :-) Das Sößle hat wirklich nach Lebkuchen geschmeckt, also weihnachtlichen Gewürzen. Aber vielleicht hatte den Küchenchef auch nur der Name erreicht und inspirierte ihn zu einer Eigenkreation mit den Resten der Plätzchenteller – getreu dem schwäbischen Motto „Mir lasset nix v’rkomma!“

    Sehr schöne Fotos machst Du übrigens zur Zeit – auch wenn ich oft keine Zeit zum Kommentieren habe, weil ich so selten im Netz bin, betrachte ich doch aus der Ferne alles mit Wohlgefallen! :-)

    Herzliche Grüße in die Wahlheimat!

    • stefanolix sagt:

      Das kann ich mir vorstellen. Ich kann auch eine Kreation hervorzaubern, die wirklich nach Pfefferkuchen schmeckt. Aber die Sauce soll ja immer noch einen Bezug zum Rest des Essens haben ;-)

      Wir lassen eigentlich auch ungern etwas umkommen. Lebkuchen und Pfefferkuchen wurden früher in Tongefäßen gelagert (oder ähnlich abgeschlossen), darin reifen sie quasi heran und werden schön mürbe.

      Der Dresdner Christstollen kann (in Leinentuch eingepackt) auch noch einige Wochen reifen. Er schmeckt dann immer mehr in Richtung Marzipan.

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