Warum mir Fußball ab der Halbzeitpause egal war

Es war der Bericht in den ZDF-Nachrichten über die beiden getöteten Schwarzen (bei den Polizeieinsätzen in den USA). Das ist so extrem bitter. Einen Menschen auf diese Weise zu erschießen, der wirklich gar keine Möglichkeit hat, die Polizisten bei ihrem Einsatz anzugreifen.

16 Antworten zu Warum mir Fußball ab der Halbzeitpause egal war

  1. Werwohlf sagt:

    Aus diversen Gründen habe ich großes Verständnis für die Situation von Ordnungshütern überall auf der Welt. Deswegen bin ich bei solchen Nachrichten auch immer sehr, sehr vorsichtig. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich eine Geschichte, die es aus dem Umkreis der Opfer in die Medien schafft, im Nachhinein als falsch oder unvollständig herausstellt.

    Was nicht heißt, dass kein Fehlverhalten vorlag. Die andere Seite der Medaille ist, dass ich auch einen Eindruck gewonnen habe von dem unheilvollen Corpsgeist, der bei solchen Gruppen gerne vorherrscht. Und davon, dass diese Funktionen bei nicht wirklich gesunden Charakteren als Beruf besonders beliebt sind.

    Aber gerade bei solchen Nachrichten, zudem, wenn sie aus den USA kommen, gilt: auf Wiedervorlage legen und dann urteilen.

    • stefanolix sagt:

      Ich bin immer für eine konsequent rechtsstaatliche Arbeit einer gut ausgerüsteten Polizei gewesen und für eine strenge Bestrafung von Gewalttaten gegen Polizisten. Das im Voraus.

      Ich würde auch nicht leichtsinnig den Polizisten die Schuld in die Schuhe schieben. Wenn aber Videoaufnahmen vorliegen und zeigen, dass die beiden Opfer ohne Angriffsmöglichkeit waren …

      Ergänzung: Die Informationen verdichten sich jetzt so weit, dass das eine Opfer am Boden aus nächster Nähe erschossen wurde. Wenn zwei Polizisten den Verdächtigen schon am Boden und augenscheinlich im professionellen Griff haben, dürfen sie doch nicht aus nächster Nähe schießen.

      • Paul sagt:

        Tut mir leid,
        aber ich habe in diesen verwackelten Videosequenzen nichts erkennen können. Obwohl ich sie mir mehrmals angesehen habe. Einen Schuss auf einen am „Boden liegenden“ konnte ich nicht erkennen.

        Auch die Szene im Auto ist für mich rätselhaft. Welche Handbewegung macht der Fahrer? Was sagt er? Wie glaubwürdig ist die Frau als Zeugin. Gleiches gilt für den Polizisten.

        Fest steht, dass für Polizisten in den USA jede Fahrzeugkontrolle ein Akt mit höchster Eigengefährdung ist.
        Eine unbedachte Bewegung eines Autofahrers kann da schon eine „Lawine“ auslösen. Der Polizist hat auch nur ein Leben.

        Ich halte es mit Werwohlf. „Ablage auf Wiedervorlage“, obwohl das manchmal auch keine Klärung bringt. Selbst die Gerichtsurteile bringen manchmal keine Klärung, weil zu viel Emotionen im Spiel sind. Auf beiden Seiten.

        Herzlich, Paul

  2. Die Berichte sind noch sehr unvollständig. Man muß abwarten, was noch heraus kommt.

    In dem einen Fall war der Getötete wohl Inhaber einer Waffen-Lizenz und führte eine Waffe. Das hat er dem Polizisten auch gesagt. Dann griff das Opfer nach seiner Brieftasche. Das tut man in den USA nur, wenn man explizit von der Polizei aufgefordert wird. Möglicherweise hat der Beamte die Bewegung falsch – nämlich als Angriff – gedeutet. Ohne Body-Cam-Aufzeichnung wird man nie genau wissen, wie die Situation abgelaufen ist.

    Schuld an solchen Situationen sind in den USA mehrere Faktoren. Erst mal das Polizeisystem, in dem Polizisten keine Ausbildung erhalten, die z.B. so gründlich ist, wie die in Deutschland.

    https://usaerklaert.wordpress.com/2007/03/26/police-officer-sheriff-trooper-der-aufbau-der-us-polizei/

    Dann die Tatsache, daß es in den USA ein grassierendes Bandenunwesen gibt. Es wird häufig auf Polizisten geschossen. Wenn man weiß, daß man – gerade in schwarzen Wohngegenden, wo die Gangs besonders stark sind – damit rechnen muß, daß auf einen geschossen wird, verhält man sich anders, als in „guten Wohngegenden“.

    Rassismus kann – auf beiden Seiten – ebenfalls eine Rolle spielen.

    Auf einer friedlichen Demo gegen Polizeigewalt in Dallas wurden 3 Polizisten erschossen. http://www.welt.de/politik/ausland/article156893219/Drei-Polizisten-erschossen-auf-Demo-gegen-Polizeigewalt.html

    Diese Mixtur; mäßig ausgebildete Polizisten, die permanent damit rechnen müssen, auf Durchgeknallte und Gang-Members mit Waffen zu stoßen – sorgt regelmäßig für Konflikte. Dazu kommt, daß die Meldungen aus den USA im Allgemeinen sehr stark vorselektiert werden und schon in den USA gefiltert erscheinen. Es sterben auch Weiße durch Polizeikugeln. Solche Meldungen gibt’s in den USA aber meist nur in den Lokal- oder Regional-Nachrichten. Die schaffen es so gut wie nie über den Großen Teich.

    Dennoch sind solche Fälle insgesamt (auf die Bevölkerungsanzahl gerechnet) nicht häufig, wenn man sich die FBI-Statistiken ansieht – nur die Berichterstattung ist ähnlich hysterisch und reißerisch wie bei uns.

    Das Uniform Crime Reporting ist da weit aussagekräftiger, als das, was uns das BKA mit seiner Polizeilichen Kriminalstatistik vorsetzt.
    https://www.fbi.gov/about-us/cjis/ucr/ucr

    • stefanolix sagt:

      Die Polizisten in Dallas wurden möglicherweise von Scharfschützen erschossen (ich kann das nicht beurteilen). Ob es da einen inhaltlichen Zusammenhang mit der Demonstration gibt, müsste m. E. erst noch untersucht werden. Man kann das auch als Terrorakt gegen die Polizei werten.

      Mir ging es nicht um die Hautfarbe der Opfer. Ich wäre genauso schockiert gewesen, wenn gestern in den Nachrichten von toten Latinos, Weißen oder Asiaten die Rede gewesen wäre. Ich mache den beteiligten Polizisten demgemäß auch keinen Rassismus-Vorwurf, weil das mit den vorliegenden Informationen völlig vermessen wäre.

      Es geht um die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes von Schusswaffen. In dem Fall des Opfers, das schon im Griff der Polizisten auf dem Boden lag, darf m. E. einfach nicht mehr geschossen werden – völlig unabhängig von der Hautfarbe des Opfers und der Polizisten.

    • Michael_DD sagt:

      USA : Black and White or White vs. Black … und die deutsche Presse

      Ich meine daß Werwohlf und Paul den vorläufigen Kenntnisstand gut kommentiert haben.
      lawgunsandfreedom weißt auf einen Sachverhalt hin, welcher bei solchen Meldungen wie

      Süddeutsche Zeitung :
      Binnen 48 Stunden sind in den USA zwei schwarze Männer von der Polizei erschossen worden. Zwei Mal zeigen verstörende Videos die Szenen. Zwei Mal heißt es, die Opfer hätten eine Waffe bei sich getragen. Zum wiederholten Mal wird die Frage laut, was geschehen wäre, wenn die Opfer weiß gewesen wären.

      vollkommen ausgeblendet wird:

      Es sterben auch Weiße durch Polizeikugeln. Solche Meldungen gibt’s in den USA aber meist nur in den Lokal- oder Regional-Nachrichten. Die schaffen es so gut wie nie über den Großen Teich.

      Nun, im Falle von weißen Opfern wäre das der SZ sicher keine Meldung wert gewesen.
      Es sei denn, es ergibt sich eine Gelegenheit zum USA bashing, Waffengewalt i.A. und eine weiße, rassistische Polizei i.B..
      Obwohl sich die SZ auf die Quelle Washington Post bezieht lügt sie :

      SZ:
      8. Juli 2016, 18:57 Uhr
      Schwarze wurden zweieinhalb Mal so oft Opfer der Polizei wie Weiße. Etwa die Hälfte der Getöteten ist weißer Hautfarbe, die andere Hälfte zählt zu einer der Minderheiten.

      Die Washington Post gibt an :
      Summe der Toten durch Polizeigewalt in 2015 : 990, davon White 494 und Black 258.
      Nun gibt es in den USA auch schwarze Polizisten. Die Washington-Post-Statistik sagt nichts aus über die Hautfarbe der Polizei-Schützen. Gibt man bei Google ein „usa schwarzer polizist erschießt weißen“ erhält man dieses Suchergebnis, ausschließlich deutschsprachige Quellen mit dem Tenor „Weißer Cop erschießt Schwarzen“.
      Sucht man mit “black officer shoots white man” wird man fündig:
      amerikanische, lokale Quellen, wie lawgunsandfreedom oben schon beschrieb.
      Ich will hier keinesfalls schwarze gegen weiße Opfer aufrechnen, jedes ist eines zu viel. Mir geht es nur um die einseitige Berichterstattung einschließlich der über die Empörungsstrategie der schwarzen Community. Bei weißen Opfern ist da nichts.
      Bleibt die Frage warum in den USA ca. 30mal soviel Leute durch Polizeigewalt ums Leben kommen wie in Deutschland (bezogen auf die Bevölkerung).
      Das Problem liegt sicher nicht allein bei der Schießwütigkeit einer rassistischen amerikanischen Polizei sondern auch darin :

      dailywire :
      Cops killed nearly twice as many whites as blacks in 2015. According to data compiled by The Washington Post, 50 percent of the victims of fatal police shootings were white, while 26 percent were black. The majority of these victims had a gun or „were armed or otherwise threatening the officer with potentially lethal force,“ according to MacDonald in a speech at Hillsdale College.
      Some may argue that these statistics are evidence of racist treatment toward blacks, since whites consist of 62 percent of the population and blacks make up 13 percent of the population. But as MacDonald writes in The Wall Street Journal, 2009 statistics from the Bureau of Justice Statistics reveal that blacks were charged with 62 percent of robberies, 57 percent of murders and 45 percent of assaults in the 75 biggest counties in the country, despite only comprising roughly 15 percent of the population in these counties.

      Diese Probleme müssen die Amis allein lösen, da hilft keine selektive Schuldzuweisung durch deutsche Medien; dabei leider auch DIE WELT.

      • stefanolix sagt:

        Mir persönlich ging es im Augenblick des Absendens meines kurzen Beitrags nur um die Tatsache, dass zwei Wehrlose durch Polizeikugeln starben. Hautfarbe, Geschlecht und alle anderen Merkmale waren für mich dabei Nebensache. Das wollte ich im Sinne von #AllLivesMatter gern noch ergänzen. Schuldzuweisungen oder Anti-Amerikanismus gibt es bei mir in diesem Zusammenhang nicht.

        In den darauf folgenden Tagen gab es sehr viele interessante Anregungen und Informationen – die ich aber zum Zeitpunkt des Absendens nicht hatte. Unter anderem gab es das Motto #BlueLivesMatter zur Erinnerung daran, dass es Polizisten aller Hautfarben gibt, die im Dienst an der Gesellschaft sterben oder verletzt werden. Das war m. W. eine Initiative eines schwarzen und eines weißen Polizisten.

        Gerade in Dallas hat sich nach einem Bericht der FAS die Situation seit ca. 5 Jahren sehr gebessert (z.B. viel weniger Polizeieinsätze mit Schusswaffen als früher), weshalb die Ermordung der Polizisten dort besonders pervers ist. Ich muss nicht betonen, dass mir der Schutz von Polizisten, Rettungskräften, Feuerwehrleuten usw. besonders am Herzen liegt, weil sie einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft leisten und überdurchschnittlich oft angegriffen werden.

        Danke für Deine Hinweise zu den Statistiken. Es ist durchaus angemessen, nicht nur die Verteilung der Bevölkerung und der Opfer auf ethnische Gruppen zu betrachten. In den vorliegenden beiden Fällen gab es aber m. W. keine Beteiligung der Opfer an Raub, Mord oder anderen Gewalttaten. Außerdem ging von ihnen keine Gefahr aus. Sie hatten keine Waffen in der Hand und sie starben nicht bei einer Schießerei der Polizei mit Gangstern.

  3. Theo Kruse sagt:

    Ein paar Links zur Ergänzung:
    http://www.dailywire.com/news/7264/5-statistics-you-need-know-about-cops-killing-aaron-bandler
    Auf der rechten Seite gibt es zusätzliche Artkel zu diesem Themenkomplex, u.a.
    http://www.dailywire.com/news/7274/cops-shoot-white-guy-fresno-nobody-pays-attention-hank-berrien
    http://www.dailywire.com/news/7339/imagine-dallas-killer-white-right-wing-christian-robert-kraychik

    Weiterhin: http://www.zerohedge.com/news/2016-07-08/breakdown-us-citizens-killed-cops-2016
    Von den 509 Erschossenen in 2016 waren nur 35 unbewaffnet, bei 27 war es unbekannt. 22 trugen Spielzeugwaffen (rote Grafik rechts oben).
    Zumindest einer der kürzlich erschossenen Schwarzen war als Kleinkrimineller Waffenbesitzer bekannt und Griff während der Polizei-Kontrolle unerwartet in sein Handschuhfach!
    Der Officer sagt hinterher noch sowas wie „Ich hab‘ ihm doch gesagt, er soll sich nicht rühren und die Hände oben behalten. Warum mußte er in sein Handschuhfach fassen?“

    http://www.usa-reisetipps.net/auto-verkehr/polizeikontrolle-in-den-usa
    „… Auf der Seite Officer Down Memorial Page kann man sehen, wieviele Polizisten beim Einsatz ums Leben kommen. Man sieht das[s] keine Woche vergeht, ohne dass die Polizei ein Opfer zu beklagen hat. …
    Auf keinen Fall unaufgefordert im Handschuhfach nach Papieren suchen.
    Der Polizist[en] wird vermuten, daß im Handschuhfach eine Waffe liegt und wird alles tun, damit man die Waffe nicht erreicht. …“
    http://www.odmp.org/

  4. Demonstrant sagt:

    Als Ergänzung noch die Feststellung, dass ca. 20 mal so viele Männer wie Frauen durch Polizeiliche Maßnahmen getötet werden.
    Was den Gendermob nicht weiter stört. Die sind schnell dabei, einen Femizid zu halluzinieren. Wenn Männer ins Gras beißen, macht das nichts.

    http://www.zerohedge.com/print/565635

    • stefanolix sagt:

      Das mag stimmen und das Ergebnis ist natürlich beklemmend.

      Aber es sind auch sicher deutlich mehr Männer als Mitglieder von Gangsterbanden tätig. An der »Front« setzt die organisierte Kriminalität wohl eher nicht auf Frauen. Bei uns in DE ist das Verhältnis der Verurteilten in der Summe aller Gewaltstraftaten etwa 1:10 (auf eine Frau entfallen etwa 10 Männer).

      Als zweiter Punkt mag dazukommen, dass sich Polizisten durch eine (falsche) Bewegung einer Frau weniger bedroht fühlen als durch dieselbe Bewegung eines Mannes. Beispiel: man wird mit dem Auto angehalten und zuckt mit der Hand in Richtung Handschuhfach …

  5. Theo Kruse sagt:

    Ich hatte hier vor ein paar Tagen einen Kommentar geschrieben, was das ZDF (und andere dt. Medien) mit der einseitigen Darstellung „weißer“ (scheinbarer) Polizeigewalt gegen -ausschließlich- Schwarze bezwecken wollen.

    Jede Nachricht (schon alleine die Auswahl, WAS gesendet oder veröffentlicht wird) ist irgendwo willkürlich und -nach meiner Meinung zu deutschen Medien- stets auch propagandistisch.

    Jeden Tag sterben irgendwo auf der Welt 10-tausende Menschen an Hunger, Krankheiten, Krieg, Mord und Totschlag. Warum versaut einem nun gerade diese Nachricht ein Fußballspiel?

    Nach längerem Überlegen empfinde ich sogar die Überschrift hier als Effekthascherei, ja sogar i-wie in eine (Denk-)Richtung lenkend.
    Nämlich: Diese bösen, rassistischen amerikanischen Polizisten!

    Jedenfalls war irgendwas in meinem damaligen Kommentar nicht passend. Was, erfährt man nicht, auch nicht per Email-Nachfrage.
    Gut, er war vllt. etwas zynisch.
    Er erwähnte Dinge, die hier in D gern hochgepuscht werden, wenn man sie „Rassisten“, „Rechten“, „Nazis“ in die Schuhe schieben kann. Wenn sich dann herausstellt, das es Andere (also die „Falschen“) waren, kehrt man das schnell unter den Tisch. In meinem Beitrag ging es um Tröglitz.
    Ein Beispiel aus Dresden, daß ein „stefanolix“ sicher nur zu gut kennt, ist Khalid B., der von einem Landsmann erstochene Drogendealer, den die Berufsempörten (allen voran Volker „Breaking“ Beck) der Pegida anlasten wollten.

    Mein Eindruck zu unseren „offiziellen“ Medien: Nichts ist, wie es scheint. Was sieht oder hört man denn in „unseren“ Medien zu den Demonstrationen in unserem Nachbarland Frankreich? Werden dort auch Polizisten verprügelt wie bei uns in Berlin (Rigaer) oder Dresden (Anti-Pegida)?
    Das ist Gewalt, aber eben LINKE Gewalt. Scheinbar heiligt da der Zweck die Mittel, für eine „gute“ Sache. Oder werden die französischen Proteste in D verschwiegen, weil es da um Sozialabbau, um längere Arbeitszeiten geht?

    So, stefanolix, freie Rede und Widerstreit der Meinungen oder Zensur? Wird mein Altbeitrag noch veröffentlicht? Wenn nein, warum nicht?

    • stefanolix sagt:

      Hallo Theo,

      Du siehst doch, dass Dein Kommentar hier angezeigt wird. Ich habe Deinen Namen nicht geblockt. Bei mir ist auch keine E-Mail mit einer Nachfrage angekommen.

      Ich habe den Polizisten in meinem Artikel /keinen/ Rassismus unterstellt. Ich habe auch eindeutig gesagt, dass für mich nur das Menschenleben eines Wehrlosen interessant war – unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Hautfarbe oder Gruppe. Noch mal zum Mitschreiben: Ich unterstelle keinem Polizisten pauschal Rassismus, weder in den USA noch sonstwo.

      Ja, es gibt Bilder, die einen ganz besonders treffen. Für mich ist das eines dieser Bilder, weil ich der festen Überzeugung bin, dass diese beiden Menschen noch leben könnten. Wenn Polizisten jemanden am Boden im Griff haben, dann sollen sie ihn festhalten und es soll ein rechtsstaatliches Verfahren geben.

      Mich hat als Dresdner Anfang 2015 diese Lügenkampagne linker und grüner Kräfte gegen meine Stadt, gegen unsere Polizei und gegen unsere Staatsanwaltschaft tief getroffen. Aber das hat mit dem gegenwärtigen Fall nichts zu tun. Zum Beispiel Tröglitz muss ich sagen: Ich kenne die Details nicht. Ich kann nur allgemein sagen: Seit dem Fall Khaled und ähnlichen Fällen (Vorra! Handgranate! Lageso-Toter!) warte ich immer erst das Ende der Ermittlungen und am besten noch den Gerichtsprozess ab.

      Damit das auch klar ist: Ich beteilige mich an keiner pauschalen Kampagne gegen den Rechtsstaat in den USA, weil gerade am Beispiel aus Texas deutlich wird, wie sehr sich die Regionen unterscheiden. Der Polizeichef von Dallas hat erreicht, dass die Qualität der Einsätze der Polizei verbessert wurde und dass die Anzahl der durch Polizeikugeln verletzten Menschen drastisch gesunken ist.

      Ich fühle mich über Frankreich einigermaßen gut informiert (z. B. im DLF). Einen Fernseher habe ich nicht. Ich sehe die Tagesschau oder heute nur sehr selten im Stream oder in der Mediathek.

      • Theo Kruse sagt:

        Hallo Stefan, danke für die Antwort! Das ist wirklich seltsam!
        Im anderen aktiven Thread (Kritik an Mitte-Studie) kamen auch 1-2 Kommentare nicht an! Kann das an bestimmten eingebetteten Links liegen, oder bestimmten Wörtern, die wp ähnlich filtert wie Disqus?

        Sorry für die etwas scharfe Formulierung! Die provokative Frage am Ende bewirkt oft (in den Foren unserer „Wahrheits“medien), daß ein Beitrag doch noch veröffentlicht wird; eben um zu zeigen, daß SIE nicht zensieren! Kann man wie einen Reflex nutzen ;-)

        Deiner Antwort kann ich inhaltlich weitestgehend zustimmen. Trotzdem die Frage, warum bei uns immer alles so USA-fixiert ist? In Deutschland, in Europa, überall auf der Welt gibt es so viele interessante/erschreckende/… Ereignisse, aber nein, der US-Wahlkampf ist halt spannender, als Ereignisse in Italien, Spanien, Kroatien usw.
        Die werden nur dann gesendet, wenn sie in’s gewünschte Bild passen. Wenn in Bangladesh mal wieder 5 Christen umgebracht werden, ist das (außer bei einem Großanschlag wie zu Ostern) kein Thema.

        Klar, macht einen sowas betroffen (die Todesschüsse der Polizisten); aber ich kann sowas nicht mehr sehen, ohne zu fragen: Was will man mir damit sagen. Warum gerade diese Info? Wem nützt es?
        Mich regt die Inszenierung der Nachricht (und das Gesicht von Kleber, Gause, Hayali, Atai usw.) mittlerweile meist mehr auf, als die Info darin.

        Die deutschen Mainstream-Medien haben spätestens seit dem „Maidan“ und den Folgeereignissen keinerlei Glaubwürdigkeit mehr bei mir (und bei offenbar immer mehr anderen). Die haben entweder noch gar nicht begriffen, was sie da für einen (unwiederherstellbaren) Schaden an ihrer Reputation angerichtet haben; oder das war so gewollt!?
        Ich denke da an Churchill „In Kriegszeiten ist die Wahrheit so wertvoll, daß sie von einer Schutztruppe aus Lügen bewacht werden muss.“
        Und spätestens seit 9-11 sind wir ja wieder im Krieg, der „Westen“ (=unsere Regierigen) gegen „den Islam“ (=alle Länder, die Öl nicht -mehr- in Dollar verkaufen, Israel ein Dorn im Auge sind, eine Öl-/Gas-Leitung nicht durchlassen wollen). Und unsere Regierigen (und ihre Hintermänner) gegen UNS.

        Ich denke bei solchen Nachrichten aus der Ferne halt eher an leidende Menschen hier bei UNS, die z.B. in UNSEREN Krankenhäusern an multiresistenten Keimen sterben (oder unerträglich leiden, Gliedmaßen verlieren etc.), weil angeblich kein Geld da ist für grundlegende Hygienemaßnahmen!
        Oder trotz 40 Jahren Arbeit eine mickrige Rente bekommen und nicht wissen, wie sie morgen die Miete zahlen sollen.

        Die Nachrichten werden ja auch immer mehr boulevardesk. Früher war Tagesschau (meist) 12min Nachrichten, 1-2 Minuten Sport, Kultur ODER Boulevard, 1min Wetter.
        Heute 5-6min Nachrichten, dann fängt schon das blabla an. Höhepunkt kürzlich: In der TS (Deutschlands Hauptnachrichtensendung) 2-3min Bericht von i-einem Training der „Mannschaft“ aus Evian!

        PS: DLF ist noch der „Einäugige unter den Blinden“, aber hat auch immer die Tendenz der Leitmedien, nur etwas abgeschwächt. Auch da rückten ehemals „lliberale“ Verantwortliche scharf nach rechts (Außen-, Währungspolitik) oder links (Gender, Femi, Gesellschaft allg.).
        Siehe z.B. Ines Pohl (Rechtsruck der TAZ), jetzt USA-Korrespondentin DW (transatlantisches „Einnorden“), ab 03-2017 Chefredakteurin DW.
        Im ÖR kann überhaupt nur Karriere machen („Anchorman“, Chefredakteur, Intendant), wer ein paar Jahre Washington-Luft schnuppern durfte! Schonmal bemerkt?
        Siehe Ingo Zamperoni!

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