Direkte Demokratie wagen:

Lasst die Bürger über die verkaufsoffenen Sonntage in ihrer Kommune abstimmen! Meine Dresdner Abo-Zeitung schreibt eben:

Die Geschäfte in Dresden dürfen in diesem Jahr nun doch an vier Sonntagen öffnen. Der Stadtrat stimmte der Regelung am Donnerstag mit knapper Mehrheit zu und revidierte damit seinen Beschluss vom vergangenen Dezember, mit dem er sich generell gegen verkaufsoffene Sonntage in der Stadt ausgesprochen hatte.

Ich bin dafür, dass die Bürger diese Entscheidung aller vier Jahre treffen und die Auswirkungen mit allen Konsequenzen tragen sollten. Mit solchen »Meinung-wechsle-dich«-Beschlüssen erzeugt man nur Frust und entlässt die Bürger aus der Verantwortung.


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7 Responses to Direkte Demokratie wagen:

  1. stefanolix sagt:

    PS aus dem verlinkten Artikel:

    Das Thema konnte erst jetzt erneut im Stadtrat behandelt werden, weil sich das Gremium laut Geschäftsordnung innerhalb von sechs Monaten nicht zweimal mit dem gleichen Thema befassen darf.

    Solche Fristen sollte man abschaffen. Ein Stadtrat muss mindestens einmal im Quartal die Meinung wechseln dürfen ;-)

  2. Micha W. sagt:

    Schick doch mal ne e-Mail oder ’nen Brief mitm deiner Idee an Helma Orosz, Stefan …
    Mehr direkte Demokratie ist auch das :)

  3. randOM sagt:

    Ich finde die Diskussion albern. Laden dicht und gut ist. Wer dringend was braucht, geht zur Tankstelle. Die Leute im Einzelhandel wollen auch frei haben. Und das durch längere Ladenöffnungszeiten irgendwer zusätzlich in Lohn udn Brot gekommen ist, halte ich für unwahrscheinlich. Wir wissen doch alle, wie das läuft: mit Leiharbeit zum halben Preis…

    PS: Öffnungszeiten nach 22 Uhr brauch ich nun wirklich nicht. Und ich geh auch nicht kurz vor Weihnachten sonntags „shoppen“. Für solche Fälle gibt’s das Internet.

    • stefanolix sagt:

      Ich wollte nicht über alle Ladenöffnungszeiten abstimmen lassen, sondern nur exakt über die Frage, die der Stadtrat nun entschieden hat (also: an wie vielen Sonntagen von maximal vier dürfen die Läden im Oktober, November und Dezember insgesamt öffnen?).

      PS: Und ich selbst bin im Prinzip gegen die Ladenöffnung nach 21.00 Uhr bzw. an Sonntagen. Aber mich würde interessieren, wie Dresden insgesamt abstimmen würde.

    • Micha W. sagt:

      Ich gehe selten nach 21 Uhr einkaufen, doch es kann vorkommen … wenn’s sein muss, auch zu netto, obwohl ich weiß, dass dort Menschen z.T. zu völlig abstrusen Bedingungen arbeiten … doch von Absolutboykott, halte ich nichts … von Konsumieren, was und wenn’s nötig ist schon.

      Ich bin für Selbstbestimmung der Händler und dafür, dass Angestellte sich ihre Arbeitsbedingungen selbst aushandeln können. Da hilft kein Stadtrat, keine Gewerkschaft, „kein Niemand“ …

      Deine Argumentation, randOM, finde ich witzig … als ob Tankstellen-Angestellte prinzipiell bessere Arbeitsbedingungen hätten – du Scherzkeks ;)
      Gib einfach mal „tankstelle minijob“ bei Google ein und dann überleg doch einfach nochmal, was an der Diskussion „albern“ ist ;)

      PS: Zur Lösung des Problems schlage ich gern wieder mal ein sanktionsfreies, partnerunabhängiges, nötigungsjobfreies ALG II vor … das man auch gern als bedinungsloses Grundeinkommen verstehen kann … alles weitere regelt sich dann innerhalb eines Jahres.

      • stefanolix sagt:

        Die »Selbstbestimmung der Händler« scheint mir heute eine Idealvorstellung zu sein, zumindest für die kleinen und mittleren Unternehmen …

  4. tigger sagt:

    Wer dringend was braucht, geht zur Tankstelle. Die Leute im Einzelhandel wollen auch frei haben.

    Oh, ist das wieder dieses sinnfreie „DIE sind das ja gewohnt“-Argument, das gerne fällt, wenn man bei der Diskussion um verlängerte Ladenöffnungszeiten oder Sonntagsverkaufsverbote darauf hinweist, dass es ja bereits Leute gäbe, die nachts, bzw. sonntags arbeiten ?

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